Windows: Microsoft reagiert schnell auf Zero-Day-Lücken

Microsoft hat zwei der Sicherheitslücken geschlossen, die erst im Zuge der Veröffentlichungen der Hacking-Team-Interna bekannt wurden. Die Updates wurden am gestrigen Patchday veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Eine davon betrifft sämtliche Versionen von Windows bis hin zu Windows Server 2003, dessen Support Microsoft eigentlich heute offiziell beendet hat(öffnet im neuen Fenster) . Die andere Lücke betrifft den Internet Explorer.
Über die in den Hacking-Team-Unterlagen entdeckte Lücke CVE-2015-2387 lassen sich Administratorrechte erlangen. Sie befindet sich im Adobe Type Font Manager(öffnet im neuen Fenster) . Gefunden hat sie der Security Director bei FirstLook Morgan Marquis-Boire. Microsoft hat die Sicherheitslücke allerdings nicht als "kritisch" , sondern nur als "wichtig" eingestuft, da sie physischen Zugang zu einem System benötigt.
Die zweite im Datenfundus des Hacking Team entdeckte Lücke befindet sich im Javascript-Modul des Internet Explorers 11 und wird von Microsoft als kritisches Update eingestuft. Darüber lässt sich beliebiger Code auf einem angegriffenen System ausführen. Allerdings unterscheiden sich die Möglichkeiten eines Angreifers je nach Windows-Version: Unter Windows 7 kann Code mit Benutzerprivilegien ausgeführt werden, unter Windows 8.1 sind die Rechte weiter herabgesetzt. Dort müsste ein Angreifer eine weitere Lücke finden, um erhöhte Rechte zu erlangen. Nichtsdestotrotz sollten Nutzer auch diesen Patch einspielen(öffnet im neuen Fenster) .
Insgesamt hat Microsoft 14 Patches veröffentlicht, darunter auch für Excel und Powerpoint in allen Versionen(öffnet im neuen Fenster) , seinen SQL-Server(öffnet im neuen Fenster) sowie für Hyper-V(öffnet im neuen Fenster) . Alle drei Lücken erlauben Angriffe aus der Ferne.



