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Windows-KI: Microsoft nennt Datum für Recall-Verfügbarkeit

Nachdem Microsoft das stark kritisierte KI-Feature zurückziehen musste, kehrt dieses bald in das Windows-Insider-Programm zurück.
/ Mike Faust
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Microsofts KI-Funktion kann ab Oktober von Windows-Insidern getestet werden. (Bild: JASON REDMOND/AFP via Getty Images)
Microsofts KI-Funktion kann ab Oktober von Windows-Insidern getestet werden. Bild: JASON REDMOND/AFP via Getty Images

Mit der KI-Funktion Recall wollte Microsoft es Nutzern ermöglichen, alte Dokumente und Dateien zu finden und wiederherzustellen. Zu diesem Zweck sollte die KI alle 5 Sekunden einen Screenshot des angezeigten Bildinhaltes anfertigen, um diese über Bilderkennungsalgorithmen auszuwerten.

Die Windows-Community befürchtete sofort einen Eingriff in die Privatsphäre , woraufhin Microsofts Forschungschef Jaime Teevan betonte, dass es sich um eine lokale Windows-Funktion handele und keine Informationen in der Cloud gespeichert würden.

Microsoft warnte aber davor, dass Recall zum Beispiel Passwörter von Usern aufnehmen und speichern könnte. Als erste Reaktion auf die Kritik wurde Recall als Opt-in-Option angekündigt, womit Nutzer sich nun aktiv für die Nutzung von Recall entscheiden können.

Auch wird es möglich sein, bestimmte Anwendungen auf eine Blacklist zu setzen, damit diese nicht vom KI-System aufgezeichnet werden. Zudem soll Recall nur aktiv werden, wenn der Anwender zum Beispiel mittels Windows Hello als anwesend erkannt wurde. Dies kann per Gesichtserkennung, PIN oder Fingerabdruck geschehen.

Recall ab Oktober im Windows-Insider-Programm

Ursprünglich sollte Recall mit der Einführung der Copilot+-PCs veröffentlicht werden. Mit einem Blogeintrag im Juni 2024 kündigte Microsoft allerdings Verzögerungen an und teilte mit, dass Recall vorerst nur über das Windows-Insider-Programm bereitgestellt werde.

Ein Update zu diesem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) vom 21. August 2024 grenzt den Zeitraum ein, ab dem Windows-Insider Recall testen können. Dies soll ab Oktober 2024 möglich sein. Zudem heißt es, dass Sicherheit für Microsoft weiterhin oberste Priorität habe und man sich im Oktober mit weiteren Einzelheiten zu Recall zurückmelden werde.

Ziel bleibt es allerdings, Recall für alle Copilot+-PCs zu veröffentlichen, nachdem das Feedback von Windows-Insidern ausreichend berücksichtigt wurde.

Während die unzuverlässige Emulation und fehlende Funktionen auf den ersten ARM-basierten Copilot+-PCs noch für Enttäuschungen sorgt, steckte für uns zum Beispiel im Surface Laptop 7 zu wenig KI für einen KI-PC.


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