Windows Holographic: Microsofts AR-Plattform benötigt eine DX12-Grafikkarte
Wie The Verge berichtet(öffnet im neuen Fenster), findet sich in der Preview-Build von Windows 10 eine neue App. Die heißt 'Windows Holographic First Run' und prüft, ob der verwendete Computer die Systemanforderungen der Windows Holographic genannten Augmented-Reality-Plattform von Microsoft unterstützt. Die wird Anfang 2017 mit dem Creator's Update für Windows 10 eingeführt.

Derzeit erscheint die App rudimentär, gleiches gilt für die Systemanforderungen. Der PC muss mindestens einen USB-3.0-Port für das AR-Headset aufweisen, obendrein sind 4 GByte Arbeitsspeicher und vier CPU-Kerne erforderlich. Ein Dualcore-Chip mit Hyperthreading wie Intels Core-i3-Modelle oder die meisten 15-Watt-Ultrabook-Prozessoren reicht allerdings auch.
Eine DX12-Grafikkarte wird benötigt
Auffällig ist, dass Microsoft eine Grafikkarte voraussetzt, die DirectX 12 unterstützt. Entsprechende Pixelbeschleuniger gibt es seit 2012: Bei AMD sind alle Modelle ab der Radeon-HD-7000-Serie grundsätzlich kompatibel, bei Nvidia theoretisch alle ab der Fermi-Reihe. Praktisch mangelt es hier an Treibern, weshalb es ein Kepler-Modell aus der Geforce-GTX-600-Serie sein muss. Intel unterstützt DirectX 12 ab der Haswell-Generation (Core iX-4000).
Die allermeisten bisherigen Virtual-Reality-Anwendungen und -Spiele nutzen noch die DirectX-11-Grafikschnittstelle, wenngleich DirectX 12 diverse Vorteile wie eine geringeren Treiber-Overhead und eine bessere Nutzung der vorhandenen CPU-Leistung bietet. Die Programmierung erfordert jedoch mehr Aufwand bei den Studios, viele DX12-Veröffentlichung überzeugten zu Beginn nicht und liefen langsamer als mit der DirectX-11-Schnittstelle.
Es wird daher interessant, wie Microsoft die Verzahnung von Windows 10 samt DirectX 12 und der AR-Plattform Windows Holographic vornimmt.
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