Windows-Dateimanager: Total Commander 8.0 gibt es auch als 64-Bit-Version
Der Total Commander 8.0 steht nun wahlweise als 32- oder 64-Bit-Version zur Verfügung. Wer viele Plugins verwendet, sollte zunächst bei der 32-Bit-Version bleiben, weil es einige Zeit dauern kann, bis alle Plugins nach 64 Bit konvertiert wurden. Die 32-Bit-Version kann parallel zur 64-Bit-Version verwendet werden, wie der Macher Christian Ghisler erklärte.
Standardmäßig wird der Total Commander mit einem größeren Hauptfenster gestartet als bisher. Beim Umbenennen über die Tastenkombination Shift-F6 erscheint eine Schaltfläche mit Haken zur bequemen Bestätigung mit der Maus.
Fortschrittsdialoge erscheinen nun asynchron, so dass es beim Kopieren, Verschieben oder Löschen von vielen kleinen Dateien zu keiner unnötigen Verzögerung mehr kommt. Als weitere Neuerung werden die Anzahl und die Größe der bereits kopierten und der noch zu kopierenden Dateien im Fortschrittsdialog angezeigt.
Keine Plugins mehr für jpg-, gif- und png-Anzeige notwendig
Der Total Commander kann Bilder der Formate jpg, gif und png ohne Plugins anzeigen und lässt sich mit einer Windows-Media-Center-Fernbedienung steuern. Beim Vergleichen des Inhalts zeigt der Total Commander einen Fortschrittsbalken und den Fortschritt in Prozent in der Fußzeile. Bei der Suche mit der Suchliste können mit der aktuellen Version auch Platzhalter und reguläre Ausdrücke verwendet werden.
Mit der Mehrfachumbenennungsfunktion kann der Nutzer ein Backslash im Namensfeld eingeben, so dass Dateien automatisch in das entsprechende Unterverzeichnis verschoben werden. Außerdem kann über die Funktion "Suchen und Ersetzen" eine Ersetzung nur für das erste Auftreten bestimmt werden und die Software kann nun auch in Dateierweiterungen suchen und ersetzen.
Bestandskunden erhalten Update kostenlos
Beim Synchronisieren von Verzeichnissen unterstützt die Option "nach Inhalt" Packer-Plugins, wenn diese eine Textsuche beherrschen. Zudem werden herausgefilterte Dateien in der Fußzeile angezeigt und die Statuszeile informiert über mehr Details wie die angezeigte und Gesamtmenge der gefundenen Dateien. Auf Systemen mit Windows Vista und 7 wurde das Löschen in den Papierkorb beschleunigt, indem ganze Verzeichnisse mit einem Schlag entfernt werden. Ein Druck auf die Taste F2 öffnet die Liste der gespeicherten Einstellungen und mittels F6 respektive Shift-F6 oder langsamen Doppelklicks können die Einträge in der Vergleichsliste umbenannt werden.
Die über Strg-D aufrufbare Verzeichnisliste hat eine Funktion erhalten, um ein neues Verzeichnis direkt hinzufügen zu können. USB- und Firewire-Festplatten zeigt der Total Commander mit dem gleichen Symbol wie USB-Sticks an. Im Baum zum Auf- und Zuklappen von Verzeichnissen erscheinen zudem die neuen Symbole von Windows Vista und 7. Auf Systemen mit Windows 7 nutzt der Total Commander die neue Explorer-Methode zur Anzeige von Dateidatum und -zeit.
Wenn es Probleme beim Verbindungsaufbau per FTP oder HTTP gibt, werden immer alle IP-Adressen nach IPv4 und IPv6 durchprobiert, bis eine Verbindung besteht. Bei der Serverübertragung werden SSL-verschlüsselte Server unterstützt. Wenn der Dateimanager mit der Funktion "Kopieren als Administrator" verwendet wird, gibt es nun die Option "Alle überspringen". Zudem gibt es weitere kleinere Optimierungen wie etwa neue Einstelloptionen für die wincmd.ini, die in den Release Notes(öffnet im neuen Fenster) dokumentiert sind.
Der Total Commander 8.0 für die Windows-Plattform kostet rund 32 Euro(öffnet im neuen Fenster) . Die Software wird aus der Schweiz geliefert, wo sie für 40 Schweizer Franken angeboten wird. Bei der Lieferung kann es passieren, dass sich dazu die deutsche Einfuhrumsatzsteuer addiert. Dann ergibt sich ein Gesamtpreis von rund 38 Euro.
Updates sind generell kostenlos, so dass Bestandskunden ohne Aufpreis auf die aktuelle Version wechseln können. Falls es bei der Erkennung der Lizenz Probleme(öffnet im neuen Fenster) gibt, hilft es, bei der Installation als Zielverzeichnis das Verzeichnis anzugeben, in dem sich die registrierte Version befindet. Wer noch einen alten Lizenzschlüssel hat, kann sich einen neuen per E-Mail zusenden lassen.
Eine registrierfähige Testversion steht zum Download(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung und darf 30 Tage lang ausprobiert werden.