Windows: April-Updates sorgen für Probleme mit VPN und NTLM

Microsoft hat bestätigt, dass die Sicherheitsupdates sowie die nicht sicherheitsrelevanten Preview-Updates von April unter Windows 10 und 11 sowie verschiedenen Windows-Server-Versionen VPN-Verbindungsprobleme auslösen können. Auf Serversystemen, die als Domänencontroller fungieren, kann es durch die Sicherheitsupdates obendrein zu einem starken Anstieg des NTLM-Authentifizierungsverkehrs kommen.
Letzteres betrifft laut Microsoft(öffnet im neuen Fenster) "wahrscheinlich Organisationen, die in ihrer Umgebung einen sehr geringen Prozentsatz an primären Domänencontrollern einsetzen und einen hohen NTLM-Datenverkehr haben" . Für das Auftreten der VPN-Verbindungsprobleme nennt der Konzern(öffnet im neuen Fenster) hingegen keine weiteren Bedingungen.
Betroffene Windows-Versionen und Updates
Die folgenden Client-Systeme und Updates sind nur von den genannten VPN-Problemen betroffen:
- Windows 11 23H2/22H2 ( KB5036893(öffnet im neuen Fenster) )
- Windows 11 21H2 ( KB5036894(öffnet im neuen Fenster) )
- Windows 10 22H2/21H2 ( KB5036892(öffnet im neuen Fenster) )
Die Liste der betroffenen Windows-Server-Versionen sieht für die VPN- und NTLM-Probleme identisch aus:
- Windows Server 2022 ( KB5036909(öffnet im neuen Fenster) )
- Windows Server 2019 ( KB5036896(öffnet im neuen Fenster) )
- Windows Server 2016 ( KB5036899(öffnet im neuen Fenster) )
- Windows Server 2012 R2 ( KB5036960(öffnet im neuen Fenster) )
- Windows Server 2012 ( KB5036969(öffnet im neuen Fenster) )
- Windows Server 2008 R2 ( KB5036967(öffnet im neuen Fenster) )
- Windows Server 2008 ( KB5036932(öffnet im neuen Fenster) )
Fixes sind in Arbeit
Für beide Probleme bietet Microsoft derzeit keinen offiziellen Workaround an. Der Konzern versichert lediglich, er arbeite bereits an einer Lösung und werde diese über ein zukünftiges Update bereitstellen. Betroffene Privatnutzer werden für Unterstützung an die auf Windows-Systemen vorinstallierte Hilfe-anfordern-App verwiesen, Unternehmen hingegen an den Business-Support.
Das Deinstallieren der problematischen April-Updates dürfte gewiss Abhilfe schaffen. Administratoren, die sich für diesen Schritt entscheiden, sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass dadurch alle mit dem jeweiligen Update verteilten Patches wieder entfernt werden. Betroffene Systeme werden dadurch also wieder anfällig für bekannte Sicherheitslücken, die Microsoft im April geschlossen hatte.



