Windows-API-Nachbau: Wine 4.0 unterstützt Vulkan und Direct3D 12

Mit der Laufzeitumgebung Wine lassen sich Windows-Programme auch unter Linux und anderen freien Systemen starten. In der neuen Version 4.0 stecken Neuerungen wie die Unterstützung für Direct3D 12 und die Grafikschnittstelle Vulkan.

Artikel veröffentlicht am , Ulrich Bantle/Linux Magazin/
Wine steht in Version 4.0 bereit.
Wine steht in Version 4.0 bereit. (Bild: Dale Cruse/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Die aktuelle Version 4.0 des freien Windows-API-Nachbaus Wine ist erschienen. Die Software unterstützt damit erstmals den OpenGL-Ersatz Vulkan in einer stabilen Version. Begonnen hatte das Wine-Team mit den Arbeiten an der neuen Grafikschnittstelle in der Entwicklungsversion 3.3. Mit der nun verfügbaren Version 4.0 nutzt die Software einen vollständigen Treiber, der unter X11 die Host-Bibliotheken verwendet und unter MacOS MoltenVK.

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Das Projekt nutzt zusätzlich dazu einen eigenen Vulkan-Loader, der als Alternative zum offiziellen SDK-Loader von Khronos bereitsteht. Aufbauend auf der Vulkan-Unterstützung ist die zweite wichtige Neuerung in Wine 4.0 die Unterstützung für Direct3D 12. Benötigt wird dafür die Bibliothek vkd3d und natürlich eine Grafikkarte, die Vulkan unterstützt.

Um vor allem die Geschwindigkeit von Spielen deutlich zu erhöhen, aktiviert Wine nun außerdem standardmäßig den sogenannten Multi-Threaded Command Stream (CSMT). Diese Funktion wurde erstmals im Entwicklungszyklus für Wine 2.0 eingeführt, stand bisher aber nicht ohne weiteres zur Verfügung. Bei CSMT werden die Direct3D-Aufrufe, wie der Name andeutet, auf verschiedene Threads verteilt. Das Team hat ebenso viele weitere Funktionen und Kleinigkeiten in der Unterstützung der verschiedenen Versionen von Direct3D umgesetzt.

Bessere Controller-Unterstützung

Die Wine-Entwickler berichten in der Ankündigung auch von einem neuen SDL-Treiber für Game-Controller. Die mittels der Bibliothek Simple Direct Medialayer (SDL) angebundenen Eingabegeräte seien damit über die HID-Schnittstelle ansprechbar. HID-Game-Controller können von Wine nun wiederum über die XInput-API oder aber auch Raw-Input-APIs genutzt werden.

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Die Android-Unterstützung von Wine kann nun auch mit der neuen Speicherzuweisungs-API für Grafik-Buffer umgehen und läuft damit auch auf Android 8 und neuer. Ebenso kommt ein HIDPI-Scaling zum Anpassen der Grafikdarstellung zum Einsatz.

Eine detaillierte Liste der Neuerungen findet sich in den offiziellen Release Notes. Wine 4.0 steht zum Download über die Projektwebseite bereit.

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Anonymer Nutzer 25. Jan 2019

das habe ich nicht gesagt, aber spielen auf linux war vor 10 jahren einfach eine qual...

freebyte 25. Jan 2019

Windows 7 ist schon älter, da kommen überwiegend nur noch Sicherheits- und...

Anonymer Nutzer 24. Jan 2019

es wird doch trotzdem möglich sein dx12 auch in DXVK einzubauen im grunde ist es mir aber...

Bigfoo29 23. Jan 2019

Ich glaube zwar kaum, dass sich die Khronos Group wegen der Klingonen so genannt hat und...



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