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Windows-API-Nachbau: Wine 4.0 unterstützt Vulkan und Direct3D 12

Mit der Laufzeitumgebung Wine lassen sich Windows-Programme auch unter Linux und anderen freien Systemen starten. In der neuen Version 4.0 stecken Neuerungen wie die Unterstützung für Direct3D 12 und die Grafikschnittstelle Vulkan.
/ Sebastian Grüner
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Wine steht in Version 4.0 bereit. (Bild: Dale Cruse/Flickr.com)
Wine steht in Version 4.0 bereit. Bild: Dale Cruse/Flickr.com / CC-BY 2.0

Die aktuelle Version 4.0 des freien Windows-API-Nachbaus Wine ist erschienen(öffnet im neuen Fenster). Die Software unterstützt damit erstmals den OpenGL-Ersatz Vulkan in einer stabilen Version. Begonnen hatte das Wine-Team mit den Arbeiten an der neuen Grafikschnittstelle in der Entwicklungsversion 3.3. Mit der nun verfügbaren Version 4.0 nutzt die Software einen vollständigen Treiber, der unter X11 die Host-Bibliotheken verwendet und unter MacOS MoltenVK.

Das Projekt nutzt zusätzlich dazu einen eigenen Vulkan-Loader, der als Alternative zum offiziellen SDK-Loader von Khronos bereitsteht. Aufbauend auf der Vulkan-Unterstützung ist die zweite wichtige Neuerung in Wine 4.0 die Unterstützung für Direct3D 12. Benötigt wird dafür die Bibliothek vkd3d und natürlich eine Grafikkarte, die Vulkan unterstützt.

Um vor allem die Geschwindigkeit von Spielen deutlich zu erhöhen, aktiviert Wine nun außerdem standardmäßig den sogenannten Multi-Threaded Command Stream (CSMT). Diese Funktion wurde erstmals im Entwicklungszyklus für Wine 2.0 eingeführt, stand bisher aber nicht ohne weiteres zur Verfügung. Bei CSMT werden die Direct3D-Aufrufe, wie der Name andeutet, auf verschiedene Threads verteilt. Das Team hat ebenso viele weitere Funktionen und Kleinigkeiten in der Unterstützung der verschiedenen Versionen von Direct3D umgesetzt.

Bessere Controller-Unterstützung

Die Wine-Entwickler berichten in der Ankündigung auch von einem neuen SDL-Treiber für Game-Controller. Die mittels der Bibliothek Simple Direct Medialayer (SDL) angebundenen Eingabegeräte seien damit über die HID-Schnittstelle ansprechbar. HID-Game-Controller können von Wine nun wiederum über die XInput-API oder aber auch Raw-Input-APIs genutzt werden.

Die Android-Unterstützung von Wine kann nun auch mit der neuen Speicherzuweisungs-API für Grafik-Buffer umgehen und läuft damit auch auf Android 8 und neuer. Ebenso kommt ein HIDPI-Scaling zum Anpassen der Grafikdarstellung zum Einsatz.

Eine detaillierte Liste der Neuerungen findet sich in den offiziellen Release Notes(öffnet im neuen Fenster). Wine 4.0 steht zum Download(öffnet im neuen Fenster) über die Projektwebseite bereit.


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