Windows 95 in Aktion: Uralte Systeme bewahren Airline vor Crowdstrike-Panne

Die jüngste Update-Panne von Crowdstrike, durch die unzählige Windows-Systeme nicht mehr starten können , betrifft viele Organisationen auf der ganzen Welt – darunter Banken, Krankenhäuser, Börsen und auch Flughäfen . Bei der US-amerikanischen Fluggesellschaft Southwest Airlines gibt es hingegen keine Probleme. Im Gegensatz zu vielen anderen Airlines erklärte die Fluggesellschaft dem US-Fernsehsender CNN(öffnet im neuen Fenster) , der Ausfall habe keine Auswirkungen auf ihren Geschäftsbetrieb.
Als ein möglicher Grund dafür(öffnet im neuen Fenster) gilt der Umstand, dass große Teile der Systeme des Unternehmens wohl noch immer auf Windows 3.1 und Windows 95 basieren. Derart alte Systeme werden von der Crowdstrike-Sicherheitslösung Falcon Sensor(öffnet im neuen Fenster) , durch die die weltweiten Ausfälle ausgelöst wurden, allerdings gar nicht unterstützt.
Dafür, dass Southwest solch betagte Systeme noch heute im Einsatz hat(öffnet im neuen Fenster) , wurde die Airline in den vergangenen Jahren wiederholt kritisiert(öffnet im neuen Fenster) . In diesem Fall scheinen die veralteten Betriebssysteme allerdings ihren Teil dazu beigetragen zu haben, die Fluggesellschaft vor den weitreichenden Ausfällen zu bewahren, die derzeit weit mehr als nur die Luftfahrtbranche erschüttern.
Auch in Russland keine Probleme
Russland zeigt sich von Crowdstrikes Update-Panne ebenfalls unbeeindruckt. In diesem Fall wird das allerdings auf westliche Sanktionen zurückgeführt, die seit Beginn des Ukrainekrieges verhängt wurden und das Land dazu zwangen, eigene Lösungen zu schaffen. Viele US-amerikanische IT-Unternehmen verkaufen in Russland keine neuen Produkte mehr – und dazu zählt auch Crowdstrike.
Auf dem russischen Markt kommt Sicherheitssoftware anderer Anbieter wie etwa das kürzlich von der US-Regierung verbotene Kaspersky zum Einsatz. Crowdstrike hingegen bietet laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) seit Februar 2022 keine Dienste mehr in Russland an. Folglich sei es für russische Behörden, Banken, Fluggesellschaften und Finanzmärkte infolge der Update-Panne von Crowdstrike zu keinerlei Einschränkungen gekommen.
Organisationen, die von den weltweiten IT-Ausfällen betroffen sind, sollten darauf achten, nicht Opfer möglicher Phishing-Angriffe zu werden. Angreifer nutzen die angespannte Lage derzeit aus, um Malware zu verbreiten und horrende Preise für angebliche Lösungen zu fordern. Administratoren sollten sich zur Lösung des Problems an den offiziellen Empfehlungen von Crowdstrike orientieren und bei Bedarf den Support des Unternehmens kontaktieren.



