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Windows 95 auf alter Hardware zu installieren, ist eine Herausforderung.
Windows 95 auf alter Hardware zu installieren, ist eine Herausforderung. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Nächster Versuch: Windows 95 mit Iomega Click of Death

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Iomegas ZIP-Technik scheint hingegen attraktiv. Vor allem: Wir haben ein paralleles Laufwerk (100 MByte) und ein USB-Laufwerk (750 MByte), könnten also auf unsere einzige 100-MByte-Diskette von einem modernen Rechner die Daten von der CD kopieren. Könnten im Konjunktiv, 750-MByte-Laufwerke können 100-MByte-Disketten nur auslesen, nicht aber beschreiben - was uns erst später auffällt. Denn weder Windows noch OS X sind da transparent. Erst nach der Installation der Iomegaware erfährt man dieses längst vergessene Detail. Der Versuch, die Iomegaware auf einem Windows-8.1-Rechner zu installieren, führt zu einem Fehlschlag. Nach einer Warnung vor Kompatibilitätsproblemen, auf die wir keine Lust haben, bootet der Rechner nicht mehr.

  • Start Me Up: Microsoft lizenzierte für seine Werbekampagne für Windows 95 den Song der Rolling Stones. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Installation musste unter DOS gestartet werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Der bunte grafische Installer mit seiner ...  (Screenshot: Golem.de)
  • ... Eigenwerbung war damals ein Novum. (Screenshot: Golem.de)
  • Windows 95 versprach eine automatische Erkennung und Einrichtung von Hardware - genannt Plug and Play. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Einrichtung war erst nach etlichen Neustarts abgeschlossen. (Screenshot: Golem.de)
  • Windows 95 lud dann dazu ein, die Neuerungen zu entdecken. (Screenshot: Golem.de)
  • Plug and Play funktionierte indes nicht immer und wurde bald als Plug and Pray verspottet. Dafür konnte Microsoft aber nicht immer was. (Screenshot: Golem.de)
  • Der MS-DOS-Unterbau blieb in Windows 95 erhalten, auch um ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... Abwärtskompatibilität zu gewährleisten. (Screenshot: Golem.de)
  • Skalieren konnte Windows damals noch nicht und die Transparenz funktionierte ebenfalls nicht richtig. Glattere Schriftarten kamen ebenfalls erst später dazu. (Screenshot: Golem.de)
  • Aber besonders an Windows 95 waren ohnehin das Startmenü, die Taskleiste sowie Verknüpfungen und der Papierkorb. (Screenshot: Golem.de)
  • Bald wurden die ersten DOS-Spiele auf Windows portiert. (Screenshot: Golem.de)
  • Und die ersten Registry-Hacks tauchten auf, die ein schnelleres Windows versprachen. Tatsächlich nutzten die meisten aber rein gar nichts. (Screenshot: Golem.de)
  • Wer sein System beschleunigen wollte, ließ die Festplatte defragmentieren. Aber auch diese Abhilfe war umstritten. (Screenshot: Golem.de)
  • Späteren Versionen von Windows 95 legte Microsoft seinem Browser Internet Explorer bei. (Screenshot: Golem.de)
  • Damit lässt sich heute ... (Screenshot: Golem.de)
  • ...  aber nicht mehr surfen. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch wenn es damals Golem.de noch nicht gab, heute kann der Internet Explorer 2 von damals die Webseite noch nicht einmal mehr öffnen. (Screenshot: Golem.de)
  • Wohl auch deshalb, weil es unter anderem PNG-Dateien noch nicht gab, ganz zu schweigen von Javascript. (Screenshot: Golem.de)
  • Je länger Windows 95 in Betrieb war, desto häufiger tauchten Fehlermeldungen auf, die teils vollkommen in die Irre führten. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Installieren von Treibern gerierte teils zu einer Geduldsprobe, und selbst ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... die erforderliche Neuinstallation ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... klappte auch nicht immer. (Screenshot: Golem.de)
  • Die anfängliche Euphorie über Windows 95 wich schnell, Kritik an dem instabilen und wenig ausgereiften System wurde immer lauter. (Screenshot: Golem.de)
  • Wer jedoch Windows 95 zu schnell abwürgte, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... landete beim nächsten Start im neuen abgesicherten Modus. (Screenshot: Golem.de)
  • Compaqs Contura Aero 4/33 wurde nach vier Jahren reaktiviert. Hier noch mit installiertem Windows 3.11. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Erste Versuche der Installation scheiterten an defekten Disketten und Dateien. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der letzte Versuch gelang. Hier probierten wir einen Trockenlauf, um zu schauen, ob die Precopy-Dateien korrekt übertragen wurden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir nutzten nämlich nach Dutzenden Fehlversuchen mit Floppys ein Iomega-ZIP-Laufwerk. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Installation unter DOS gelang erstaunlich einfach. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es geht los mit dem Kopieren der Installationsdateien. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unser Setup für die Installation (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Oh nein, Iomegas ZIP-Laufwerk klickt und macht Probleme. Bisher blieben wir vom Click of Death verschont. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein paar Tricksereien später waren alle Daten kopiert, ohne eine einzige Floppy nutzen zu müssen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ordnungsgemäßes Ausfüllen der Daten. Das hat sich bis heute kaum geändert. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Zubehör für 2,6 MByte? Heute sind selbst Mini-Apps größer als das, was bei Windows 95 an Werkzeugen dabei war.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Windows 95 verspricht viel bessere "Action" beim Spiel. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Nach 30 Minuten ist die Installation fast abgeschlossen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Oder auch nicht: Startvorbereitungen sind natürlich noch notwendig. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Und danach müssen die Konfigurationsdateien aktualisiert werden. Dabei sind diese gerade neu installiert worden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Und jetzt muss das Ganze noch vervollständigt werden. Zeit schinden ohne Fortschrittsbalken. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wäre heutzutage gar nicht schlecht: eine transparente Auflistung aller Probleme, die auftraten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Warum der Festplattencontroller und die PCMCIA-Erweiterung nicht funktioniert, wissen wir nicht. Kurze Tests ergaben aber: Dort unter Windows 95 angeschlossene Geräte funktionierten auf Anhieb. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • 4 MByte RAM reichen für Windows 95. Es ist aber ein bisschen lahm. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Und es ist vollbracht. Nach vielen Fehlversuchen gelang uns eine Installation von Windows 95 auf dem Compaq Aero. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Ein paar Tricksereien später waren alle Daten kopiert, ohne eine einzige Floppy nutzen zu müssen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Also musste doch wieder der alte XP-Rechner genutzt werden. Und dort erklärt uns die Iomegaware, dass die Diskette nicht brauchbar sei. Wir installieren also das parallele ZIP-Laufwerk am XP-Rechner, kopieren die Daten auf die Diskette und nutzen diesen Parallel-Datenstick am Compaq-Laptop. Die Installation des ZIP-Laufwerks ist unter DOS erstaunlich unproblematisch, dauert aber gut eine Viertelstunde bei nur einer Diskette. Ineffizienz pur.

Die Null-Modem-Verbindung bleibt uns erspart

Das Windows-95-Setup wollen wir aber nicht direkt von der Diskette ausführen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellt, denn bei der win95_05.cab klickt das vermaledeite ZIP-Laufwerk plötzlich: Iomegas berühmt-berüchtigter Click of Death schlägt plötzlich zu, der Disketten wie auch Laufwerke kaputt macht. Betroffen sind auch die _06.cab und die _09.cab. Wir kopieren diese Dateien anschließend noch zweimal auf dieselbe Diskette, in der Hoffnung, dass die hinteren Bereiche des Datenträgers noch in Ordnung sind - was tatsächlich so ist. Das bewahrt uns davor, eine Null-Modem-Verbindung unter DOS einzurichten. Schon der Gedanke daran ist nicht schön.

Eine gute halbe Stunde später ist die Installation von Windows 95A abgeschlossen. Der Gerätemanager stört sich an nicht korrekt erkannter Hardware und dem fehlenden Real-Modus. Außerdem empfiehlt Windows die Installation von mehr Arbeitsspeicher - eigentlich eine praktische Empfehlung, die wir uns bei modernen Rechnern auch wünschen würden. Windows 10 mit 2 GByte RAM lässt sich beispielsweise nicht besonders gut bedienen.

Auf besserer Hardware läuft Windows 95 dann doch schneller

Neben dem Compaq Aero haben wir in unserem Archiv einen weiteren Rechner, der noch mit Windows 95 betriebsbereit ist: ein Acer Travelmate 312t mit Pentium MMX und luxuriösen 32 MByte RAM. Die Unterschiede zu unserem 486er sind beeindruckend. Wir empfehlen allen, die Windows 95 neu installieren wollen, in zusätzliches RAM und einen schnelleren Prozessor zu investieren. Zudem hat der Acer-Laptop einen dieser neumodischen USB-Anschlüsse. Zwar nur einen einzigen, aber Acer war damit seiner Zeit voraus.

Das dort installierte USB-taugliche Windows 95C bereitet uns aber keine Freude. Weder ein USB-Stick noch eine USB-Maus wird korrekt erkannt. Von wegen Plug and Play! Zudem hat der Vorbesitzer die Kiste mit dem Realplayer verseucht, den wir noch nie leiden konnten. Und trotzdem: Der Rechner ist verdammt fix im Vergleich zum Compaq Aero. Zudem schaltete dieser Rechner sich auch selbsttätig ab und beherrscht Suspend to Disk. Das war zu Windows-95-Zeiten nicht selbstverständlich. Aus unseren Erfahrungen der Anfangszeit von Windows 95 kennen wir das nicht.

Wir können uns nun also von den Vorzügen von Windows 95 überzeugen - und davon gibt es einige.

 Wir installieren Windows 95 neu und werden nervösWindows 95 macht vieles besser als Windows 3.11 

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andi7ooo 02. Sep 2015

seit win10 habe ich dauerhaft probleme dateien zu öffnen oder abzuspeichern. ich...

andi7ooo 02. Sep 2015

seit win10 habe ich dauerhaft probleme dateien zu öffnen oder abzuspeichern. ich...

FreiGeistler 29. Aug 2015

Vom RAM her mal abgesehen. Damn Small Linux vieleicht? Hat ja explizit Support für ältere...

SuperAggy 28. Aug 2015

Ich glaube mich zu erinnern das man per Laplink auch zwei Rechner mit einem parallel...

Bill Carson 28. Aug 2015

in der Tat :D OS-X beherrscht ja im Jahr 2015 noch immer grundlegende Dinge auf...



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