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Windows 8 ist für eine neue Generation von Hardware gemacht
Windows 8 ist für eine neue Generation von Hardware gemacht (Bild: Golem.de)

Solitaire im Windows Store und nützliche Neuerungen

Windows 8 bietet nicht nur die neue Metro-Oberfläche, sondern auch andere Neuerungen. Manches wird der Anwender zunächst vermissen. So sind in Windows 8 die beiden beliebten Spiele Minesweeper und Solitaire nicht mehr vorinstalliert. Ersatz gibt es, wie schon länger bekannt ist, im Windows Store. Die Spiele wurden, erstmals seit Jahren, deutlich verbessert und sind als Metro-Apps ausgeführt.

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Um die Spiele herunterzuladen, muss der Anwender derzeit im Windows Store danach direkt suchen oder für die Gesamtübersicht auf die Überschrift der Kategorien klicken. Ein Klick auf die Hauptkachel "Lust am Spielen" führt nur zu einer Auswahl von Apps. In der Xbox-App werden die Spiele direkt angezeigt.

Microsoft hat zusätzlich an vielen Stellen Verbesserungen durchgeführt, die der Anwender nicht sofort bemerkt.

Schneller Start

Wie von Microsoft versprochen, startet Windows 8 deutlich schneller als Windows 7, und das gilt auch für PCs, die derzeit mit Windows 7 laufen und noch kein UEFI haben, das die Startzeit nochmals reduziert.

Wir haben auf einem Notebook und einer Testplattform aus Desktopkomponenten ausprobiert, wie schnell Windows 8 in der finalen Version startet. Getestet wurden, wie schon bei der Release Preview, die Boot-Zeiten auf einem Notebook vom Typ Asus N53 mit Intels Core-i5 2410M, 8 GByte RAM und der Momentus XT mit 750 GByte. Die Desktopplattform bestand aus Intels Core i7-975 mit 6 GByte RAM auf dem Mainboard Asus P6T Deluxe 1.0. Damit wurden die 3,5-Zoll-Festplatte WD Blue mit 500 GByte und die Sandisk SSD Ultra mit 60 GByte getestet.

Brauchte Windows 7 beim Booten von der normalen Festplatte 28 Sekunden, benötigte Windows 8 nur noch 19. Deutlich schneller geht es nach mehrmaligem Booten von der Hybridfestplatte Momentus XT mit 17 Sekunden für Windows 7 und 13 Sekunden für Windows 8. Von der SSD startet Windows 7 in 14, Windows 8 hingegen in 11 Sekunden.

Gemessen wurde nur die reine Ladezeit von Windows, nicht der Selbsttest des Bios, der beim Einschalten eines PCs zu weiteren Verzögerungen führen kann.

Intelligentes Netzwerkmanagement

Im Netzwerkbereich hat sich einiges getan. Es gibt deutliche Verbesserungen, aber auch Veränderungen, die einiges umständlicher machen, auf die wir erst später eingehen. Die wichtigste Neuerung ist wohl das Zusammenspiel zwischen LAN, WLAN und WWAN. Windows entscheidet bei Bedarf selbst, welche Verbindung gewählt wird. Wer zum Beispiel eine 3G-Verbindung aktiviert hat (WWAN) und in die Reichweite seines WLANs kommt, wird feststellen, dass Windows die WWAN-Verbindung trennt. Selbiges passiert, wenn plötzlich ein Netzwerkkabel (LAN) angeschlossen wird. Dann wird beispielsweise das WLAN getrennt.

Windows bemerkt, wenn es Verbindungsprobleme gibt. Wir haben testweise mit den IP-Adressen im LAN-Bereich herumgespielt. Nach den absichtlich falschen Einträgen verbindet Windows sich automatisch mit dem WLAN, sofern das WLAN für automatische Verbindungen freigegeben wurde. Dabei bleiben beide Verbindungen aktiv. Windows berücksichtigt also, dass die Änderungen eventuell absichtlich durchgeführt wurden, weil der Nutzer ein zurückgesetztes Netzwerkgerät ansprechen will, das in den Werkseinstellungen einen anderen IP-Bereich nutzt.

Windows bewertet dabei die Verbindungen. Wer einen Volumenvertrag hat, wird sich darüber freuen. Die Installationsroutine von Office 2013 in der 365er Version bemerkt dann auch eine aktive WWAN-Verbindung und warnt davor, das Office-Streaming zu nutzen.

Sehr sinnvoll: Es kann eingestellt werden, dass Treiber, Apps und Updates nicht via Mobilfunkverbindung geladen werden, sondern nur über WLAN/LAN. Der Download startet also, wenn eines der beiden Netzwerke verfügbar ist.

Eigentlich ist auch das Setzen eines Hakens für automatische Verbindungen praktisch, der definiert, dass eine Verbindung immer gewählt wird, wenn sie in Reichweite ist. Ein manuelles Trennen der Verbindung hebt diese Automatik wieder auf, was nicht gleich ersichtlich ist. Der Nutzer muss die Automatik bei der nächsten Verbindung explizit wieder auswählen.

Bei WWAN-Verbindungen wird die Automatik leider wenig Sinn ergeben. Zu oft muss ein Nutzer wegen fehlgeschlagenen Zellenroamings die Verbindung trennen und deaktiviert damit die automatische Einwahl wieder. Das ist kein Windows-Problem, sondern gerade bei hohen Geschwindigkeiten völlig normal. Dieser Fall wird von Microsoft nicht abgedeckt.

Sehr gut gefällt uns, dass Bluetooth und 3G-Modul nun direkt abgeschaltet werden können, auch wenn diese Möglichkeit in den Metro-Einstellungen etwas versteckt ist. Das Mobility Center verliert damit seinen Zweck, ist aber weiterhin Bestandteil von Windows. Auf die Einstellungsmöglichkeiten gehen wir noch im Detail ein.

Wer ein Volumen in einem WWAN- oder WLAN-Vertrag hat, kann dies nun schnell kontrollieren. Per Rechtsklick kann in so einer Verbindung einfach das bereits genutzte Volumen angezeigt werden.

Hier hat Microsoft das System deutlich verbessert. Wir würden uns allerdings wünschen, dass das gezielte Abschalten von Bluetooth und WWAN nicht über die Metro-Einstellungen, sondern direkt im WLAN-Menü erreichbar wäre. Gerade Mobilfunkmodems sollte der Nutzer bei Nichtgebrauch abschalten, da sie viel elektrische Leistung aufnehmen.

Anmeldung per Geste

Hübsch gelöst wurde die Anmeldung per Geste. Statt ein Passwort einzugeben, zeichnet der Nutzer ein paar Formen auf einem Bild des Anmeldebildschirms. Das Ganze ist ziemlich fehlertolerant und funktioniert auch mit der Maus. Es muss also niemand pixelgenaue Gesten durchführen. Die Möglichkeit der Bilderpasswörter ist attraktiv. Microsoft sollte die Nutzer aber deutlich darauf aufmerksam machen, dass Bildpasswörter ähnlich komplex sein müssen wie sichere Tastaturpasswörter, damit Zuschauer sie nicht einfach am Bildschirm abschauen können.

Stark verbesserter Task Manager

Wirklich gut gelungen sind Microsoft der neue Task Manager mit modernem Aussehen und der Dialog für Datentransfers. Beide gefallen dank der vielen neuen und trotzdem übersichtlichen Details vor allem Technikern. Zudem zeigen beide eine gewisse Nähe zu Metro. So gibt es beim Task Manager nun einen erweiterten Modus. Dieser zeigt viele Informationen logisch gruppiert und mit großen übersichtlichen Teilen an. Von außen betrachtet sieht der neue Task Manager wie eine komplette Neuentwicklung aus, die bereits im Konzept durchdacht und mit Metro im Hinterkopf entwickelt wurde. Der neue Task Manager passt zu Windows 8.

Übrigens kann der Task Manager zwar Metro-Apps schließen, allerdings tauchen diese weiterhin in der Metro-Taskleiste auf, ohne spezifische Inhalte anzuzeigen. Das ist beabsichtigt. Der Metro-Task-Manager (Windows-Taste + Tab) zeigt nur die zuletzt aufgerufenen Apps an, nicht die aktiven Apps oder Windows-Programme. Das ist analog zu vielen Smartphones, die ihre Apps auch anzeigen, egal ob diese geschlossen oder offen sind, und entspricht dem Metro-Prinzip, ist also Absicht. Umsteiger verwirrt so eine App-History aber, da sie zuletzt aufgerufene Anwendungen nicht mit der Windows+Tab-Kombination kennen. Die Tastenkombination Alt+Tab hingegen zeigt keine geschlossenen Apps an.

 Startbildschirm und App-ÜbersichtCharms und nervige Ecken 

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bta0405 18. Mär 2013

Ich kann Ihre Mutter nur zu gut verstehen. Statt ein einfaches für jedermann...

HSchmitz 13. Nov 2012

Hallo zusammen, wollte Win 8 auf meinem Rechner installieren. Bei der Prüfung bakam ich...

Sinnfrei 12. Nov 2012

Die Oberfläche ist doch irgendwie immer schon ein Problem bei Windows gewesen. Immer...

Hassan 12. Nov 2012

Wie soll denn Windows für dich aussehen?

ikosaeder 12. Nov 2012

Wahrscheinlich liegt es daran, das jemand der produktiv arbeiten will einfach kein...



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