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Windows 8.1 with Bing: Microsoft plant offenbar werbefinanziertes Windows

Künftig könnte es Windows kostenlos geben – wenn man dafür Werbung auf dem Desktop und in Apps erträgt. Mehreren US-Berichten zufolge arbeitet Microsoft an einer neuen Version, die Bing in den Mittelpunkt rückt.
/ Nico Ernst
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Microsoft kündigt Update 1 für Windows 8 auf dem MWC an. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
Microsoft kündigt Update 1 für Windows 8 auf dem MWC an. Bild: Michael Wieczorek/Golem.de

Unter dem Namen "Windows 8.1 with Bing" arbeitet Microsoft offenbar an einer neuen Version von Windows 8.1. Dies berichten unabhängig voneinander Mary Jo Foley von ZDnet(öffnet im neuen Fenster) und The Verge(öffnet im neuen Fenster) aus eigenen Quellen. Vor allem Foley gilt als Microsoft-Kennerin mit guten Kontakten zur Windows-Company. Sie fand zu dem neuen Windows einen Screenshot des russischen Blogs wzor.net(öffnet im neuen Fenster), das schon öfter zutreffende Vorabinformationen zu Microsoft-Produkten verbreitet hatte.

Das neue Windows soll für PC-Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt werden, um günstigere Geräte zu ermöglichen. Dies passt zu jüngsten Informationen, nach denen Microsoft für besonders billige Geräte auch den Preis für reguläre Lizenzen stark senken will. Das Bing-Windows soll allerdings gratis sein – dafür aber ständig Werbung einblenden.

Dazu soll Microsoft den Berichten zufolge das jetzt auf Wunsch schon stark ins Betriebssystem integrierbare Bing als Werbeplattform fest verankern. Da Bing wie Google Anzeigen einblenden kann, wenn es nur als Suchmaschine genutzt wird, hat Microsoft damit die entsprechende Infrastruktur für ein großes Werbenetzwerk zur Verfügung.

Bei der neuen Version soll es sich um einen Ableger der Core-Ausgabe von Windows 8.1 handeln, welche die derzeit günstigste Ausgabe ist. Die Bing-Ausgabe soll erst nach dem Update 1 für Windows 8.1 erscheinen, das bereits die Hardwareanforderungen auf nur 1 GByte RAM senkt. Auch das soll für günstigere Geräte sorgen; Microsoft sieht hier offenbar vor allem eine Bedrohung durch Android-Tablets, die oft schon deutlich unter 200 Euro zu haben sind. Ein Gratis-Windows wäre auch für Benutzer etwa von älteren Netbooks ein Ausweg aus Sicherheitsbedenken wegen des Endes des Windows-XP-Supports.

Ob und wann Microsoft tatsächlich ein werbefinanziertes Windows auf Basis von Bing anbieten wird, dürfte das Unternehmen wohl erst auf seiner Konferenz Build bekanntgeben, die Anfang April 2014 in San Francisco stattfindet. Die bisherigen Berichte wollte Microsoft Deutschland nach Anfrage von Golem.de nicht kommentieren.


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