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Ein Tablet ohne Apps ist zum Scheitern verurteilt

Während Google mit Android zumindest eine sinnvolle Alternative zu Apples iOS auf dem iPad schaffen konnte, gelang das Microsoft mit Windows 8 und 8.1 nicht. Das lag nicht nur an der Kacheloberfläche, sondern auch an der Auswahl an mobilen Apps.

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Google und Apple konnten durch ihre Marktpositionen diverse mobile Apps in Google Play (früher Android Market) und dem App Store auch für Tablets anbieten. Mit ihnen kam ein ganzes Ökosystem aktiver App-Entwickler und Werbepartner. Microsoft wollte ein ähnliches Angebot liefern und mit der Universal Windows Platform (UWP) auch einheitliche Apps anbieten, die sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Tablet sinnvoll nutzbar sind.

Es gab da nur ein Problem: Es fanden sich nur wenige Personen, die für Microsofts proprietäre und offensichtlich kaum genutzte Plattform entwickeln oder portieren wollten. Das App-Angebot im Windows Store war deshalb im Vergleich zur Konkurrenz sehr überschaubar. Sich ein Android-Tablet oder iPad zu kaufen, die zudem meist günstiger zu haben waren, schien einfach die bessere Option zu sein. Das ist einer der Gründe, warum auch Microsofts Mobil-OS Windows Phone 8 und später Windows 10 Mobile schlussendlich gescheitert sind.

Windows-Geräte schwerer und weniger ausdauernd

Übrigens waren Windows-8- und 8.1-Geräte meist nicht nur teurer. Sie mussten durch das vollwertige x86-Betriebssystem auch leistungsfähigere Intel- oder AMD-Chips nutzen. Windows on ARM war zur damaligen Zeit keine brauchbare Alternative und ist auch heutzutage keine ernstzunehmende Konkurrenz etwa zu Macbooks mit Apple Silicon. Die größeren x86-Chips brachten eine höhere Leistungsaufnahme, aktive Kühlungen, schwerere Gehäuse und kürzere Akkulaufzeiten mit sich - alles in allem also oft keine valide Alternative zu leichteren Tablets.

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Klassisches Sidy-by-Side (l.) kombiniert mit modernem Side-by-Side (Screenshot: Golem.de) [1/36]

Die Bilder wurden auf einem Bildschirm mit 1.280 x 800 Pixeln aufgenommen. Besitzer älterer Notebooks können nun den teilbaren Bildschirm ohne Einschränkungen nutzen. (Screenshot: Golem.de) [2/36]

Wer eine App aufruft, kann selbst entscheiden, wo sie geöffnet wird. (Screenshot: Golem.de) [3/36]

Ein Kippen in den Raum...(Screenshot: Golem.de) [4/36]

... deutet an, wo die App landet. In diesem Fall auf dem rechten Bildschirm. (Screenshot: Golem.de) [5/36]

Der überarbeitete Store wirkt nun einladender. Rechts die integrierte Suche ohne die Charms-Seitenleiste (Screenshot: Golem.de) [6/36]

Unten links ist der Startknopf. (Screenshot: Golem.de) [7/36]

Die Windows-8-Funktion mit den Ecken... (Screenshot: Golem.de) [8/36]

...funktioniert auch unter Windows 8.1 noch. (Screenshot: Golem.de) [9/36]

Mit dem Startknopf kann entweder der Startbildschirm... (Screenshot: Golem.de) [10/36]

... oder die Programmübersicht aufgerufen werden. Letztere kann nicht manuell sortiert werden. (Screenshot: Golem.de) [11/36]

Die Umstellung für den Startknopf... (Screenshot: Golem.de) [12/36]

... findet sich in den Taskleisteneinstellungen. (Screenshot: Golem.de) [13/36]

Mobile Nutzer haben jetzt bessere Kontrolle über die Funksysteme. (Screenshot: Golem.de) [14/36]

Deutlich überarbeitet wurden die Systemsteuerung... (Screenshot: Golem.de) [15/36]

... und die interne Suche, die nun angenehmer zu bedienen ist. (Screenshot: Golem.de) [16/36]

Es gibt zahlreiche Untermenüs, ... (Screenshot: Golem.de) [17/36]

...die große Teile der klassischen Systemsteuerung überflüssig machen. (Screenshot: Golem.de) [18/36]

Vor allem Tablet-Nutzer freuen sich über die Vielfalt der Einstellungen und Informationen auf der fingerfreundlichen Oberfläche. (Screenshot: Golem.de) [19/36]

Bluetooth... (Screenshot: Golem.de) [20/36]

... und andere Geräte sind nun getrennt. (Screenshot: Golem.de) [21/36]

Bildschirmeinstellungen in der Modern-UI: Dies ist eine der Funktionen, die in der klassischen Systemsteuerung mit dem Finger nur schwer bedienbar ist. (Screenshot: Golem.de) [22/36]

PC Info (Screenshot: Golem.de) [23/36]

Übersicht über die Apps... (Screenshot: Golem.de) [24/36]

...und Privatsphäreeinstellungen (Screenshot: Golem.de) [25/36]

Regioneneinstellungen (Screenshot: Golem.de) [26/36]

Im neuen Startbildschirm... (Screenshot: Golem.de) [27/36]

...können mehrere Kacheln selektiert... (Screenshot: Golem.de) [28/36]

...und gemeinsam bewegt werden. (Screenshot: Golem.de) [29/36]

Überall suchen heißt wirklich überall suchen (Screenshot: Golem.de) [30/36]

Nach dem Drücken der Enter-Taste gibt es dank der Bing-Integration auch Suchergebnisse im Internet. (Screenshot: Golem.de) [31/36]

Systemeinstellungen lassen sich suchen, ohne dass der Startbildschirm ausgeblendet wird. (Screenshot: Golem.de) [32/36]

Kaum Änderungen beim Desktop... (Screenshot: Golem.de) [33/36]

...und den klassischen Einstellungen (Screenshot: Golem.de) [34/36]

Die Vorschau wird über den Store heruntergeladen. (Screenshot: Golem.de) [35/36]

Für Webentwickler interessant: Windows 8.1 erlaubt auch eine Vorschau auf den Internet Explorer 11. (Screenshot: Golem.de) [36/36]

Selbst wenn Microsoft genug Apps und bessere Hardware angeboten hätte, können wir Menschen der Gegenwart sagen: Touchscreen-Bedienung auf produktiven Windows-Systemen setzt sich selbst 2023 nicht wirklich durch, auch wenn Microsoft es mit Windows 11 und der eigenen Surface-Reihe gern anders sehen würde. Die Kombination aus Maus und Tastatur wird für die meisten Menschen auch in der absehbaren Zukunft wesentlich schneller und produktiver funktionieren. Dumm nur, dass Windows 8 und 8.1 auf das falsche Konzept gewettet und verloren haben.

Die Rettung war Windows 10

Das zeigt sich auch dadurch, dass mit Windows 10 (Test) im Jahr 2015 und der Rückkehr zur bekannten Windows-Designsprache Windows 8 an vielen Stellen ersetzt wurde - auch weil das Upgrade darauf für Windows-8.1- und Windows-7-User temporär kostenlos angeboten wurde. Der Vollbild-Kachelbildschirm wich dem Startmenü, obwohl einige Kacheln dort weiterhin angezeigt werden konnten. Außerdem gab es virtuelle Desktops mit jeweils eigenen geöffneten Programmen.

Am 10. Januar 2023 hat das unbeliebte Windows 8.1 nun auch den erweiterten Support verloren. Betreffen wird das wahrscheinlich nur wenige Menschen auf der Welt. Laut dem Portal Statcounter setzten im Dezember 2022 noch 2,6 Prozent aller Windows-User auf das OS und 11,18 Prozent auf dessen Vorgänger Windows 7.

Mit Windows 10 hat Microsoft zumindest aus alten Fehlern gelernt. Das neue Windows 11 zeigt dafür einige neue auf.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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