Abo
  • IT-Karriere:

Windows 7 und 8.1: Microsoft schränkt die Unterstützung von Skylake-CPUs ein

Microsoft hat eine Einschränkung für Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 angekündigt. Der Support für die Betriebssysteme wird für Intels Core-i-Prozessoren der 6. Generation und neuer nicht mehr lange aufrechterhalten. Anwender sollen auf Windows 10 aktualisieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Den Betrieb von Windows 7 und und Windows 8.1 garantiert Microsoft nur für bestimmte Skylake-Systeme.
Den Betrieb von Windows 7 und und Windows 8.1 garantiert Microsoft nur für bestimmte Skylake-Systeme. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

In einem Blogpost hat Microsoft die Einschränkung seiner Support-Strategie für Windows 7 und 8.1 angekündigt. Nutzer moderner Notebooks, Tablets und Desktops mit Skylake-CPU sollen innerhalb von 18 Monaten nicht mehr Windows 7 und Windows 8.1 einsetzen. Das betrifft zunächst nur Skylake-basierte (Intel Core-i der 6. Generation) Systeme, die in der Regel für Endkunden ohnehin mit Windows 10 ausgeliefert werden. Wer allerdings beispielsweise selbst einen Desktop zusammenbaut, dürfte bereits betroffen sein. Selbiges gilt für Unternehmen, die tendenziell auch auf neuen Skylake-Systemen vielfach noch Windows 7 und seltener Windows 8.1 einsetzen.

Stellenmarkt
  1. Pongs Technical Textiles GmbH, Düsseldorf, Pausa-Mühltroff
  2. Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden

Der lange Blogpost, der erstaunlich viele Lobpreisungen von Windows 10 beinhaltet und mit zahlreichen Hardware-Herstellerzitaten gespickt ist, erklärt die Neuerungen erst gegen Ende. In der Essenz wird Microsoft bis zum 17. Juli 2017 den Betrieb von Windows 7 und Windows 8.1 nur auf bestimmter, in einer Kompatibilitätsliste genannten Hardware garantieren, die auf Skylake-CPUs basiert. Danach wird die Entwicklung eingeschränkt. Nur noch die wichtigsten Sicherheitsupdates werden dann noch für diese Geräte veröffentlicht, und das auch nur dann, wenn es nicht zu Schwierigkeiten in Verbindung mit einem Patch kommt.

Windows 8 wird früher eingeschränkt als vorgesehen

Begründet wird dies damit, dass Windows 7 zu einem Zeitpunkt veröffentlicht wurde, als moderne Prozessoren und ihre neuen Sicherheitsfunktionen noch nicht existierten. Der Support-Aufwand ist hoch. Eine Begründung für Windows 8.1 fehlt in dem sehr langen Blogpost erstaunlicherweise.

Die Ankündigung ist insbesondere für Windows 8.1 irritierend, denn laut Microsofts Lifecycle-Datenbank bleibt der sogenannte Mainstream-Support noch bis zum 9. Januar 2018 bestehen. Dieser Support sollte eigentlich mehr beinhalten als nur Sicherheitsupdates und insbesondere den Skylake-Support auch nach dem 17. Juli 2017 abdecken. Windows 7 ist hingegen schon seit einem Jahr nicht mehr im Mainstream-Support und befindet sich im Extended Support bis zum 14. Januar 2020, was Microsoft in dem Blogpost übrigens auch erwähnt. Bei diesem Betriebssystem ist die angekündigte Einschränkung eher nachvollziehbar. Wenngleich dies trotzdem ein Abweichen vom bisherigen Supportverfahren ist.

Nicht nur Skylake ist betroffen

Ab dem 17. Juli 2017 spart sich Microsoft also einiges an Entwicklungs- und Validierungsaufwand für Updates. Der Konzern verspricht aber zumindest, die wichtigsten Sicherheitsupdates weiterhin für Skylake-basierte Hardware zu veröffentlichen. Für Kunden ist das allerdings keine besonders einfache Unterscheidung. Produkte werden nicht mit dem Prozessor-Codenamen Skylake vermarktet, und auch die CPU-Nummer ist bei Core-i-Prozessoren nur ein Hinweis auf den eigentlichen Kern. Die High-End-Desktop-Prozessoren mit Haswell-Kern (4. Generation) vermarktet Intel beispielsweise mit einer 5000er-CPU-Nummer, die in der Regel für Broadwell-Prozessoren vorgesehen ist (5. Generation). Zudem gibt es viele CPUs, die als Celeron oder Pentium vermarktet werden.

Schwierig ist die Situation für Anwender, die ein Skylake-Gerät haben, das nicht auf der bisher unveröffentlichten Kompatibilitätsliste steht. Das gilt insbesondere für Selbstbau-Desktops mit Skylake-CPU. Windows 7 und Windows 8.1 dürfte zwar auf den Systemen funktionieren, doch Microsoft garantiert das nicht mehr und bietet bereits jetzt nur noch eingeschränkte Sicherheitsupdates für solche Systeme. Ob das in der zukünftigen Praxis dann tatsächlich bedeutet, dass Updates fehlen, dürfte erst die Zukunft zeigen.

Für zukünftige Prozessorgenerationen verlangt Microsoft grundsätzlich den Einsatz von Windows 10. Das gilt für Intels Kaby Lake, Qualcomms MSM8996 alias Snapdragon 820 und AMDs Bristol Ridge. Das heißt: für Windows 8.1 gibt es grundsätzlich keinen Support mehr, selbst wenn die Prozessoren noch vor dem Ende des Mainstream-Supports veröffentlicht werden. Selbiges gilt dann natürlich auch für Windows 7, dessen Mainstream-Support allerdings ohnehin schon abgelaufen ist.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. WD Elements Desktop 4 TB für 82,99€)
  2. mit Rabatt auf Monitore, SSDs, Gehäuse und mehr
  3. (u. a. The Legend of Zelda, Super Smash Bros. Ultimate)
  4. 9,90€ (Release am 22. Juli)

My1 05. Apr 2016

also 98% der sachen außer vlt das skylake speed shift und dx12 gehen auch auf nem 8.1 (du...

digitalkeeper 10. Mär 2016

FULL ACK Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, wird der Nutzer Faktisch...

Anonymer Nutzer 19. Jan 2016

Danke! Endlich mal jemand der nicht für MS trollt sondern das Anliegen der Kunden...

User_x 18. Jan 2016

angebot und nachfrage...

Hotohori 18. Jan 2016

Ich hab nirgends Linux die Schuld gegeben. Eben, von daher ist das alles egal, man kann...


Folgen Sie uns
       


Pixel 3a und 3a XL - Test

Das Pixel 3a und das PIxel 3a XL sind Googles neue Mittelklasse-Smartphones. Beide haben die gleiche Kamera wie das Pixel 3.

Pixel 3a und 3a XL - Test Video aufrufen
Azure Speech Service: Microsofts Demos entstehen im fensterlosen Nerd-Keller
Azure Speech Service
Microsofts Demos entstehen im fensterlosen Nerd-Keller

Build 2019 Moderne Architektur, große Fenster, ein Zen-Garten: Microsofts Campus wirkt außen modern und aufgeräumt. Präsentationen entstehen trotzdem in einem fensterlosen Raum, in dem sich Hardware und Werkzeug stapeln. Microsoft zeigt dort auch eine ungeskriptete Version seiner Spracherkennungssoftware.
Von Oliver Nickel

  1. Beta Writer Algorithmus schreibt wissenschaftliches Buch
  2. Google Neuer KI-Rat soll Googles ethische Richtlinien umsetzen
  3. Affectiva KI erkennt die Gefühle von Autofahrern

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

Mobile-Games-Auslese: Games-Kunstwerke für die Hosentasche
Mobile-Games-Auslese
Games-Kunstwerke für die Hosentasche

Cultist Simulator, Photographs, Dungeon Warfare 2 und mehr: Diesen Monat lockt eine besonders hochkarätige Auswahl an kniffligen, gruseligen und komplexen Games an die mobilen Spielgeräte.
Von Rainer Sigl

  1. Spielebranche Auch buntes Spieleblut ist in China künftig verboten
  2. Remake Agent XIII kämpft wieder um seine Identität
  3. Workers & Resources im Test Vorwärts immer, rückwärts nimmer

    •  /