• IT-Karriere:
  • Services:

Windows 7: Drahtzieher von PC Fritz erhält über sechs Jahre Haft

Einer der Köpfe von PC Fritz soll für sechs Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Microsoft hat das Urteil begrüßt und weitere Hintergründe zu dem Fall um die illegalen Windows-7-Kopien offengelegt.

Artikel veröffentlicht am ,
Umstrittene Recovery-DVD für Windows 7
Umstrittene Recovery-DVD für Windows 7 (Bild: Golem.de-Leser)

Der Chef von PC Fritz ist zu einer Haftstrafe sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das berichten das Onlinemagazin CRN.de und Microsoft unter Berufung auf das Landgericht Halle. Firat C. war von dem früheren Geschäftsführer Maik M. mehrfach als wirklicher Chef des Unternehmens bezeichnet worden.

Stellenmarkt
  1. EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG, Monheim am Rhein (Düsseldorf/ Köln)
  2. REALIZER GmbH, Bielefeld

Firat C. hatte dagegen betont, nur für das Marketing von PC Fritz zuständig gewesen zu sein, und hatte seinerseits Maik M. beschuldigt, PC-Fritz geführt zu haben. Das Landgericht hatte Firat C. bereits im März 2015 zu vier Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Gericht sah den Angeklagten als Drahtzieher eines groß angelegten Handels mit gefälschter Windows-Software an, bei dem Steuern in Höhe von 900.000 Euro hinterzogen wurden.

Im weiteren Prozess war es in dieser Woche um die Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urheberrechtsverstößen gegen Firat C. gegangen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von 15 Jahren gefordert. Der Angeklagte legte ein Geständnis ab, was sich strafmildernd auswirkte.

Zeugenschutzprogramm für Maik M.

Nach Angaben von Microsoft konnte der Softwarekonzern zusammen mit Zoll und Staatsanwaltschaft nachweisen, dass es sich bei den Windows-7-Datenträgern und Echtheitszertifikaten von PC Fritz um gefälschte OEM-DVDs gehandelt habe.

Der ehemalige Geschäftsführer von PC Fritz, Maik M., befindet sich nach Angaben von Microsoft derzeit in einem Zeugenschutzprogramm. Er sei nur ein Strohmann gewesen und habe in den Prozessen um die Hintermänner von PC Fritz als Kronzeuge zur Verfügung gestanden. Gegen ihn laufe ein gesondertes Ermittlungsverfahren.

"Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts", sagte Julia Keim, Rechtsanwältin bei Microsoft Deutschland. "Es hat somit eindeutig festgestellt, dass es sich bei den Produkten, die PC Fritz vertrieben hat, um Raubkopien handelt."

Neben der Sicherstellung von Hunderttausenden gefälschten Windows-Kopien sei auch die Produktion von rund zwei Millionen Datenträgern in Italien verhindert worden.

Durchsuchungen in Berlin und Halle gab es bereits im September 2013. Laut Microsoft wurden 18 Objekte durchsucht und rund 100.000 verdächtige Datenträger mit Microsoft-Software sichergestellt. Microsoft habe zuvor zahlreiche von PC Fritz verkaufte Datenträger als illegale Kopien identifiziert und Strafanzeige erstattet.

Windows 7 in der Professional Version (64 Bit) wurde von PC Fritz für 29,90 Euro und später für 39,90 Euro angeboten. Die gefälschten Datenträger waren laut Microsoft Sicherungskopien nachempfunden, die der Computerhersteller Dell-PCs beifügt, auf denen Windows 7 vorinstalliert ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99
  2. (-58%) 16,99€
  3. (-74%) 15,50€

Trollversteher 29. Mai 2015

Naja, sorry für den unfreundlichen Ton, aber wer sich mit extremen Aussagen wie "Das...

Lala Satalin... 29. Mai 2015

Ich mache es umgekehrt. Ich nutze Windows 8.1 und Linux in einer VM. Weil es auf meiner...


Folgen Sie uns
       


Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth

WLAN-Überwachungskameras lassen sich ganz einfach ausknipsen - Golem.de zeigt, wie.

Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth Video aufrufen
Netzwerke: Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist
Netzwerke
Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist

5G ist mit großen Marketing-Versprechungen verbunden. Doch tatsächlich wird hier mit immensem technischem und finanziellem Aufwand überwiegend das umgesetzt, was Wi-Fi bereits kann - ohne dessen Probleme zu lösen.
Eine Analyse von Elektra Wagenrad

  1. Rechenzentren 5G lässt Energiebedarf stark ansteigen
  2. Hamburg Telekom startet 5G in weiterer Großstadt
  3. Campusnetze Bisher nur sechs Anträge auf firmeneigenes 5G-Netz

Weltraumsimulation: Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend
Weltraumsimulation
Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend

Jubelnde Massen, ehrliche Entwickler und ein 30 Kilogramm schweres Modell des Javelin-Zerstörers: Die Citizencon 2949 hat gezeigt, wie sehr die Community ihr Star Citizen liebt. Auf der anderen Seite reden Entwickler Klartext, statt Marketing-Floskeln zum Besten zu geben. Das steckt an.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Theatres of War angespielt Star Citizen wird zu Battlefield mit Raumschiffen
  2. Star Citizen Mit der Carrack ins neue Sonnensystem
  3. Star Citizen Squadron 42 wird noch einmal verschoben

Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test: Amazon hängt Google ab
Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test
Amazon hängt Google ab

Amazon und Google haben ihre kompakten smarten Lautsprecher überarbeitet. Wir haben den Nest Mini mit dem neuen Echo Dot mit Uhr verglichen. Google hat es sichtlich schwer, konkurrenzfähig zu Amazon zu bleiben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Digitale Assistenten Amazon verkauft dreimal mehr smarte Lautsprecher als Google
  2. Googles Hardware-Chef Osterloh weist Besuch auf smarte Lautsprecher hin
  3. Telekom Smart Speaker im Test Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

    •  /