Windows 7: Berlin muss in neun Monaten 76.000 Rechner umstellen

Am 14. Januar 2020 ist es so weit: Der erweiterte Support für Windows 7 läuft aus. Zwar hat die Bundeshauptstadt bereits 2.022 Computer auf Windows 10 umgestellt, es bleiben aber trotzdem noch knapp 76.000 Maschinen übrig.

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Behörden müssen langsam auf Windows 10 aufrüsten.
Behörden müssen langsam auf Windows 10 aufrüsten. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Am 14. Januar 2020 läuft auch der erweiterte Support für das Betriebssystem Windows 7 aus. Deutsche Behörden wie in der Bundeshauptstadt Berlin nutzen das OS allerdings noch. Die Stadt habe bereits damit begonnen, 2.022 der 78.000 Bürocomputer - etwa 2,6 Prozent - mit dem neuen Betriebssystem auszustatten. Entsprechende Daten liegen der Zeitung Tagesspiegel vor. Das Portal zitiert dabei den FDP-Politiker Bernd Schlömer: "Es ist nicht umsetzbar, diese Frist einzuhalten". Es wird dabei an die bereits vorher gescheiterte Umstellung von Windows XP auf Windows 7 erinnert.

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Dem Tagesspiegel sagte SPD-Staatssekretärin Sabine Smentek zudem: "Wir sind optimistisch, dass wir das bis Ende November schaffen. Daran arbeiten wir hart und fieberhaft." Es ist wahrscheinlich, dass die bereits eingerichteten 2.022 Computer eine Testgruppe sind, um die Kompatibilität von Windows 10 mit dem Behördennetzwerk zu testen. Neue Hardware ist dabei nicht unbedingt vonnöten, da das aktuelle Microsoft-Betriebssystem ähnlich hohe Anforderungen stellt wie der Vorgänger.

Inkompatible Software und Schulungen der Mitarbeiter

Ein Problem könnte die Nutzung von teils alter proprietärer Software sein, die in Behörden des Öfteren eingesetzt wird. Windows 10 ist gerade in der 64-Bit-Version zu einigen Programmen inkompatibel. Dabei sollten Administratoren auch auf das Sammeln von Diagnosedaten seitens Microsoft achten. Der schnellere Update-Zyklus im Rahmen von Windows-as-a-Service macht in der Praxis das Ausbauen der IT-Abteilungen notwendig - zumindest, wenn Update-Pakete vorher geprüft und getestet werden müssen.

Wichtig ist auch, Mitarbeiter umfassend mit der neuen Benutzeroberfläche vertraut zu machen. Zwar ist Windows 10 bereits seit einigen Jahren ein Standard-OS auf Neugeräten, allerdings kann nicht von jedem erwartet werden, das Betriebssystem ausreichend zu kennen. Gut ist zumindest, dass sich die Bedienung von Windows 10 wieder näher an das gewohnte Windows 7 angenähert hat. Windows 8 wurde unter anderem deswegen von vielen Behörden abgelehnt - die Menüführung ist im Vergleich zu Windows 7 sehr verschieden.

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Die Annahme des Tagesspiegels, dass ein so komplexes Unterfangen scheitern könnte, ist durchaus berechtigt, zumal sich Behörden auf Landesebene selbst helfen und ihre IT-Infrastruktur umstellen müssen. Es wird sich zeigen, ob das in Berlin erfolgreich ist. Lange müssen wir nicht mehr warten.

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