Windows 7, 8.1 und 10: Kein Registry-Eintrag für Sicherheitsupdates mehr nötig
Microsoft hat sich entschieden, die Registry-Schlüssel zu entfernen, welche im Januar 2018 Updates für Windows verhinderten. Das gilt für die Betriebssysteme Windows 7, 8.1 und 10. Bereits Mitte März hatte Microsoft den Eintrag mit einem Patch für Windows 10 entfernt, berichtet das Onlinemagazin Bleepingcomputer(öffnet im neuen Fenster) . Diesen mussten Nutzer bis zu diesem Zeitpunkt selbst setzen, wenn die von ihnen genutzte Antivirensoftware das nicht getan hatte.
Im Januar hatte Microsoft wie viele andere Unternehmen schnelle Lösungen zu den CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre entwickelt. Einer dieser Patches musste die Registry-Key-Sperre einführen, da einige Antivirenprogramme mit den schnell zusammengebauten Notlösungen kollidierten und teilweise Bluescreens oder andere Abstürze verursachten. Mittlerweile sind die Patches ausgereifter und Drittanbieter haben ihre Software angepasst, so dass die Sperre nicht mehr nötig ist.
Windows 7 und 8.1 im April gepatcht
Die April-Patches KB4093114(öffnet im neuen Fenster) für Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 sowie KB4093118(öffnet im neuen Fenster) für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 können auch installiert werden, wenn der Registry-Eintrag vom Januar nicht gesetzt ist. Laut Microsoft wird die Richtlinie einfach ignoriert. Das ist beispielsweise für größere Unternehmen sinnvoll, die die älteren Betriebssysteme nutzen und eine proprietäre Antivirenlösung eingekauft haben.
Das bedeutet also, dass der gesetzte Registrierungsschlüssel keine Wirkung mehr hat. Nutzer können diesen im Systemprogramm Regedit unter "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\QualityCompat\cadca5fe-87d3-4b96-b7fb-a231484277cc" finden.
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