Ein besseres Office-System ohne Grafik

Damit wir in der VM arbeiten können, fragt Windows 365 ab, ob lokale Ressourcen wie Drucker und Mikrofon freigegeben werden sollen - was wir bejahen. Ein paar Sekunden später erscheint der Desktop: Installiert ist Windows 10 Enterprise v21H1 in der 64-Bit-Version, die automatische Update-Versorgung übernimmt Microsoft. Wir selbst können Windows 365 allerdings manuell neustarten oder zurücksetzen, nicht jedoch ausschalten.

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Wie erwähnt, ist die Desktop-Version von Office 365 bereits vorhanden und wir sind auch schon eingeloggt. Dasselbe gilt für Microsoft Teams, weshalb uns Windows 365 einen nahtlosen Übergang verschafft: Dank durchgeschliffener Verbindung waren Golem-interne Video-Meetings kein Problem, auch die Integration von Onedrive funktioniert tadellos.

Etwas irritiert hat uns allerdings die englische Sprache samt entsprechendem Tastatur-Layout, auch "Neuigkeiten und interessante Themen" in der Taskleiste wirkte etwas fehl am Platz. Trotz sonniger 25 Grad in Berlin gab Windows 365 an, es sei stark bewölkt bei nur 17 Grad. Ein Klick zeigt warum: Das Rechenzentrum für deutsche Nutzer steht im irischen Dublin.

Schnelle Anbindung, lahme CPU

Dementsprechend flott ist die Anbindung, der Downstream lag bei über 1 GBit/s und der Upstream bei 3 GBit/s. Hinzu kommt, dass aus Datenschutzgründen die mit Office 365 erstellten und zu bearbeitenden Daten offenbar auf denselben Servern liegen, weshalb der Zugriff extrem flott erfolgt. Da es sich um ein vollwertiges Windows 10 handelt, können wir beliebige Software installieren - via Browser oder aus dem Microsoft Store.

  • Windows 365 mit Systeminformationen und Taskmanager (Screenshot: Golem.de)
  • Bevor es losgeht, müssen wir uns eine Lizenz besorgen. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenige Minuten später ist Windows 365 einsatzbereit. (Screenshot: Golem.de)
  • Die VM erreichen wir per Remote-Desktop-App oder per Browser. (Screenshot: Golem.de)
  • Windows 365 schleift Geräte wie unser Mikrofon durch. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Verbindung zur VM dauert nur einige Sekunden. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei unserem System mussten wir zuerst das deutsche Sprachpaket installieren. (Screenshot: Golem.de)
  • Microsoft Teams und ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... Office 365 sind bereits aufgespielt. (Screenshot: Golem.de)
  • Youtube mit 1080p30 läuft flüssig. (Screenshot: Golem.de)
  • Die SSD-Partion ist in ihrer Leistung stark beschränkt. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch die Xeon-CPU mit vier logischen Kernen weist eine niedrige Performance auf. (Screenshot: Golem.de)
  • Werte des Xeon 8272CL im Cinebench R15 (Screenshot: Golem.de)
  • Werte des Xeon 8272CL im Cinebench R20 (Screenshot: Golem.de)
  • Werte des Xeon 8272CL im Cinebench R23 (Screenshot: Golem.de)
  • Werte des Xeon 8272CL im PCMark 10 Express (Screenshot: Golem.de)(Screenshot: Golem.de)
  • Ausschalten ist nicht - die VM lässt sich aber rebooten ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... oder komplett zurücksetzen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Internetanbindung schafft 1 GBit/s im Downstream. (Screenshot: Golem.de)
  • Windows 365 erhält regelmäßig Updates. (Screenshot: Golem.de)
  • In diesem Fall ist es das KB5005033 für Point and Print. (Screenshot: Golem.de)
Microsoft Teams und ... (Screenshot: Golem.de)
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  1. Microsoft 365 Security Workshop
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Unsere virtuelle Maschine nutzt einen Xeon Platinum 8272CL (Cascade Lake) mit fixen 2,6 GHz. Dahinter verbirgt sich eine Spezialanfertigung für die Azure-Server, die insgesamt 28 Kerne hat und bis zu 4,5 TByte Arbeitsspeicher nutzen kann. Microsoft spricht von vier vCPUs, tatsächlich handelt es sich um zwei physische Kerne mit Hyperthreading (also 2C/4T). Die Performance entspricht einem aktuellen Pentium-Dualcore für Desktops, der mit niedrigem Takt läuft, oder einem zehn Jahre alten Quadcore wie dem Core i5-2500K.

Für Office 365 und Teams reicht diese Geschwindigkeit aus, zumal wir dank 16 GByte genügend RAM in der VM haben. Die 128 GByte fassende SSD-Partition hat Microsoft bei der Geschwindigkeit stark limitiert, mehr als 250 MByte/s lesend und schreibend sind nicht drin. Eine dedizierte Grafikkarte fehlt der virtuellen Maschine, es gibt einzig den Remote Display Adapter mit WDDM 1.3 und theoretischer Direct3D-12-Unterstützung.

Microsoft 365 Family | 6 Nutzer | Mehrere PCs/Macs, Tablets und mobile Geräte | 1 Jahresabonnement | Download Code

Keine Grafikkarte

Anwendungen, die eine GPU-Beschleunigung benötigen, laufen daher ebenso wenig wie Spiele. Zwar gibt es einen Software-Rasterizer (WARP), der ist aber für solche Zwecke nicht ausgelegt. Diverse Youtube-Videos, die im Edge-Browser mit VP9-Codec und 1080p30 dargestellt werden, hingegen sind ruckelfrei. Für Office-Arbeiten störender ist ohnehin der Server-Lag: Die Roundtrip-Zeit liegt bei 25 bis 40 ms, was zu etwas stotternden Eingaben führt. Der Desktop selbst wird mit bis zu 30 fps gerendert.

Vom Bediengefühl her machte es mit der Remote-App keinen Unterschied, ob wir einen Atom-basierten Mini-PC (Asus PN41) oder ein schnelles Ultrabook (Thinkpad X1 Carbon Gen9) oder gar einen äußerst leistungsfähigen Desktop-Rechner (Ryzen 7 5800X mit 32 GByte) verwendet haben.

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WillsWissen 19. Aug 2021 / Themenstart

What!?!? Wenn RDP Frickelware ist, was ist dann VNC? Allein schon die Einrichtung von...

nosstromOS 19. Aug 2021 / Themenstart

Ist eher so zu verstehen, dass kontroverse Meinungen gerne von bestimmten Leuten als...

UserName-001 19. Aug 2021 / Themenstart

Nein, es sind um die 2k concurrent User die über die Welt verteilt sind...

B-Reich 18. Aug 2021 / Themenstart

Deine Daten liegen eh schon bei MS. Wozu umständlich die VM clonen? Zumal das Feature...

FreiGeistler 18. Aug 2021 / Themenstart

Nimmt mich jetzt auch wunder. Würde man unter Windows die Adresse und den Login...

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