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Windows 365: Der mietbare Cloud-PC mit Windows kann bestellt werden

Microsoft startet mit Windows 365 und gibt Preise für den Cloud-PC bekannt. Die VMs sollen wie physische Windows-PCs funktionieren.
/ Oliver Nickel
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Windows 365 ist verfügbar. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)
Windows 365 ist verfügbar. Bild: Microsoft/Montage: Golem.de

Microsoft hat den Start des Cloud-PCs Windows 365(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben. Das Angebot steht allen Microsoft-Azure-Kunden zur Verfügung. Voraussetzung ist allerdings Zugriff auf das Microsoft 365 Admin Center mit der Rolle Globaler Administrator oder Abrechnungsadministrator. Alternativ kann ein neuer Mandant für das Produkt erstellt werden.

Seit der Ankündigung im Juli 2021 passte Microsoft die Modelle zudem etwas an: Drei Basiskonfigurationen statt zwei stehen zur Verfügung. Das Basic-Abo kostet 28,20 Euro pro Nutzer und Monat. Dafür gibt es eine virtuelle Maschine mit 2 vCPU-Kernen, 4 GByte RAM und 128 GByte Speicher. Die Standardversion mit stattdessen 8 GByte RAM kostet 37,30 Euro pro Nutzer und Monat. Das Premium-Angebot bietet vier vCPU-Kerne und 16-GByte RAM.

Alternativ können Admins Maschinen individuell anpassen: Es stehen eine bis acht vCPUs, bis zu 32 GByte RAM und 512 GByte Massenspeicher zur Auswahl. Entsprechend wird das Produkt allerdings teurer – bis zu einem Preis von etwa 148 Euro pro Monat. Nutzer, die auf ihren Cloud-PC von einem Windows-10-Pro-Gerät aus zugreifen, bekommen einen Preisvorteil von etwa 3,80 Euro im Monat.

Windows 365 ist bei Großkunden für eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern buchbar. Es wird aber auch ein Angebot für kleine und mittelständische Kunden mit maximal 300 Nutzern geben. Eine zweimonatige Testphase ist im Produkt inbegriffen. Allerdings wird das Abo automatisch verlängert, worauf beim Test geachtet werden sollte. Die automatische Abrechnung kann nach einer Buchung manuell abgeschaltet werden.

Der Zugriff auf Windows-365-PCs ist etwa über den Browser möglich. Alternativ bietet Microsoft Remote-Desktop-Anwendungen für Windows, MacOS, iOS und Android an. Es scheint, als müssten Linux-Nutzer sich zunächst nur auf den Browser beschränken. Eine dedizierte App soll folgen.

Virtuelle Maschine zum Vermieten

Windows 365 ist im Prinzip ein komplettes Windows-Betriebssystem, das per Fernzugriff genutzt werden kann. Admins können über das Admin Center den Windows-365-PCs Nutzergruppen, Richtlinien und diverse Applikationen zuweisen – wie es auch bei einem physischen PC der Fall ist. Diverse Synchronisationen über Edge, Onedrive und andere Dienste können weiter genutzt werden. Konten erhalten also ihre synchronisierten Daten auch für den Cloud-PC.

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Windows 365 fragt Nutzer vor der Anmeldung stets danach, ob Eingabegeräte und Peripheriegeräte wie Mikrofone, Kameras und Drucker auch auf dem Cloud-PC weitergenutzt werden können. Mehr Möglichkeiten, angeschlossene Geräte wie einen zweiten Bildschirm auch auf dem Cloud-PC nutzen zu können, werden über die dedizierten Remote-Desktop-Apps freigeschaltet. Der Browser-Zugriff ist laut Microsoft in dieser Hinsicht eingeschränkt.


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