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Windows-11-Update: Version 24H2 wird trotz Fehlern weiter verteilt

Bekannte Fehler sind für Microsoft kein Grund, das Windows-11-Update auf Version 24H2 zurückzuziehen. Bei Problemen hilft nur ein Rollback.
/ Martin Böckmann
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Windows 11 bekommt das 24H2-Update möglicherweise trotz bekannter Bugs. (Bild: Microsoft)
Windows 11 bekommt das 24H2-Update möglicherweise trotz bekannter Bugs. Bild: Microsoft

Microsoft hat am 4. Dezember 2024 in einem Support-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben, dass das 24H2-Update für Windows 11 in der nächsten Rollout-Phase ist und damit einer breiteren Anzahl an Geräten zur Verfügung steht. Der Hersteller erweitert den Kreis der Geräte schrittweise, um sowohl die Update-Infrastruktur nicht zu überlasten, als auch bestehende Probleme eingrenzen zu können. Bekannte Bugs sind dabei offenbar kein Grund, den Rollout zu stoppen.

Ein Indikator, ob Microsoft selbst eine Konfiguration erkannt hat, die möglicherweise Probleme verursacht, ist das Update-Menü selbst. Laut Microsoft ist 24H2 mittlerweile für alle Nutzer verfügbar, wird aber auf Systemkonfigurationen ausgeblendet, auf denen inkompatible Anwendungen oder Treiber erkannt wurden. Einen Hinweis dazu erhalten Nutzer nicht - weder, dass dies der Fall ist, noch Informationen, um welche Anwendungen oder Treiber es sich handelt.

Einige zurzeit bekannte Probleme sind:

  • Es gibt Probleme mit einigen Ubisoft-Spielen.(öffnet im neuen Fenster)
  • Einige Drucker und Scanner funktionieren nicht richtig.
  • Es kann zu Abstürzen mit BSOD auf Intel-PCs kommen (nicht durch defekte CPUs).
  • Das Update kann Dolby-Atmos-Konfigurationen löschen.
  • In den Browsern Chrome und Edge kann der Mauszeiger in der Adressleiste verschwinden.
  • Der Task-Manager kann keine Tasks mehr zählen.
  • Menü-Items im Explorer erscheinen außerhalb des Fensters.
  • Einige Dell-PCs können nicht herunterfahren, stattdessen wird ein Neustart durchgeführt.
  • Der Verlauf der Zwischenablage bleibt leer.

Warten oder das Update deinstallieren

Wer sich nicht sicher ist oder auf Drucker und Scanner angewiesen ist oder einen möglicherweise nicht kompatiblen Asus-PC nutzt, sollte das Update nicht manuell starten und im Update-Menü die Option zum schnellen Erhalten von neuen Updates deaktiviert lassen. Falls das Update bereits installiert wurde und seitdem Probleme bestehen, kann man zur vorherigen Version zurückkehren.

Dazu muss im System-Menü der Punkt Zurückkehren ausgewählt werden; die Frage nach Updates sollte dabei verneint werden. Im Anschluss startet der PC neu und das Update wird wieder entfernt. Dann sollten Geräte und Treiber wieder wie erwartet funktionieren. Einen Zeitraum für die Behebung der Fehler nennt Microsoft nicht, möglicherweise müssen zumindest bei einigen Punkten die Gerätehersteller selbst tätig werden.


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