Windows 11: Sogar Notepad bekommt ein KI-Feature

Wie sich schon im Januar abzeichnete , scheint selbst der leichtgewichtige Texteditor Notepad künftig nicht mehr ohne künstliche Intelligenz auszukommen. Passend dazu hat Microsoft gestern ein Update für die Anwendung angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , das bereits an Windows Insider im Canary- und Dev-Channel verteilt wird. Notepad erhält demnach mit Version 11.2410.15.0 unter Windows 11 ein Rewrite-Tool, das markierte Textpassagen per KI umformuliert - auf Wunsch mit Anpassungen in Tonfall und Textlänge.
Aktivieren lässt sich das Feature laut Microsoft mit der Tastenkombination Strg + I oder alternativ über die Menüleiste oder einen Rechtsklick auf den markierten Text. Das KI-Tool schlägt jedes Mal drei neue Textvarianten vor. Bei Bedarf lassen sich aber per Klick jederzeit weitere Vorschläge generieren, die vom Nutzer gewählte Parameter für Länge, Tonalität und Formatierung berücksichtigen.
Getestet werden kann Rewrite von Windows Insidern aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Italien und Deutschland. Voraussetzung ist ein installiertes Windows 11, die Teilnahme am Windows-Insider-Programm(öffnet im neuen Fenster) sowie die Anmeldung mit einem Microsoft-Konto. Ganz am Rande erwähnt Microsoft auch, dass Notepad mit der neuen Version schneller startet - bei den meisten Benutzern um 35 Prozent, bei einigen sogar um 55 Prozent oder mehr.
Auch Paint erhält noch mehr KI
Notepad ist allerdings nicht die einzige Windows-Anwendung, der Microsoft ein neues KI-Feature spendiert. Auch Paint erhält mit Version 11.2410.28.0 neue KI-Funktionen. Eine davon bezeichnet der Konzern als "Generative Fill" . Anwender können damit einen markierten Bildbereich per Texteingabe überarbeiten lassen. Microsoft demonstriert dies anhand eines Beispiels, bei dem die KI-Funktion auf einer grünen Wiese eine Burg ergänzt.
Hinzu kommt ein KI-Feature namens "Generative Erase" , das genau die gegenteilige Wirkung hat. Anwender können damit ein Objekt in einem Bild markieren und dieses von Paint entfernen lassen. Den dadurch freigewordenen Bildbereich füllt die Funktion automatisch auf.
Während Generative Erase für alle Windows-11-PCs verfügbar ist, stellt Microsoft Generative Fill vorerst nur für Copilot+-PCs mit Snapdragon-CPU bereit. Für letztere will der Konzern auch das Diffusion-basierte KI-Modell für Cocreator(öffnet im neuen Fenster) verbessert haben.



