Windows 11: Microsoft will SMBv1 endgültig loswerden

SMBv1 gilt als veraltet. In Windows 11 soll der Support künftig nicht mehr installiert und Binärdateien später entfernt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows 11 verzichtet künftig komplett auf SMBv1.
Windows 11 verzichtet künftig komplett auf SMBv1. (Bild: Beata Zawrzel via Reuters Connect)

Mit den aktuellen Insider Builds des Dev Channel von Windows 11 wird der Client für das Protokoll SMBv1 in der Home Edition künftig nicht mehr installiert. Das teilte Microsoft in seinem Techcommunity-Forum mit. Damit geht der Windows-Hersteller den wohl vorerst letzten Schritt, um die Unterstützung von SMBv1 aus seinen zahlreichen Windows-Versionen zu entfernen.

Stellenmarkt
  1. IT-Softwareingenieur (w/m/d) 1st Level
    SSI SCHÄFER Automation GmbH, Giebelstadt
  2. Entwicklungsingenieur:in (m/w/d) - Fahrerassistenzsysteme / Autonomes Fahren
    IAV GmbH, Heimsheim
Detailsuche

Bereits im Jahr 2017, mit dem Fall Creators Update für Windows 10, begann Microsoft, den Support für SMBv1 in Windows 10 und Windows Server nicht mehr standardmäßig zu installieren. Zunächst hörte Microsoft damit auf, den Server-Dienst für SMBv1 in Windows zu verwenden, später folgte der Client-Support in den meisten Windows-Versionen.

In den Pro- und Home-Editionen verblieb der Client-Support jedoch, um etwa Verbindungen zu alten NAS-Geräten oder Ähnlichem zu ermöglichen. Der Client war dabei zwar installiert, wurde jedoch über 15 Tage keine Verbindung über das Protokoll vorgenommen, wurde dieser wieder deinstalliert. Das Ende der Installation für die Pro-Versionen erfolgte mit der Version 1809 von Windows 10.

Nun schließt sich also auch die Home-Version an. Dass dies so spät passiert, liegt laut Microsoft an der Zielgruppe dieser Version. Viele dieser Nutzer setzen demzufolge auf sehr alte Peripherie-Geräte und werden wohl am wenigsten verstehen, warum sich ihr neuer Windows-11-Laptop nicht mehr mit diesen Netzwerkgeräten verbinden kann, wie es in der Ankündigung heißt.

SMBv1 soll weg

Golem Akademie
  1. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.05.2022, Virtuell
  2. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    20.-24.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Bisher betroffen davon sind aber keine bestehenden Installationen, so dass Rechner nach Upgrades auch weiter SMBv1 benutzen können. Auch kann die Unterstützung, falls notwendig, noch reinstalliert werden. Mittelfristig plant Microsoft jedoch sämtliche Binärdateien für den SMBv1-Support aus Windows und Windows Server zu entfernen.

Das umfasse Treiber und DLL-Dateien für SMBv1, die dann nicht mehr Teil des Systems sind, heißt es. Für alle jene Organisationen, die aber immer noch auf das Protokoll angewiesen sind, werde Microsoft ein inoffizielles Installationspaket für SMBv1 außer der Reihe bereitstellen. Support soll es dafür aber nicht mehr geben. Weitere Details dazu sollen folgen.

SMBv1 alt und fehleranfällig

Eine Sicherheitslücke im Protokoll SMBv1 war der Auslöser für die Wanna Cry genannte Schadsoftware, die ab Mai 2017 für massive Schäden in vielen ungepatchten Systemen sorgte. Unter anderem deshalb und wegen weiterer Sicherheitserwägungen hat Microsoft begonnen, die Unterstützung für SMBv1 Ende des Jahres 2017 standardmäßig zu deaktivieren.

Der Nachfolger SMBv2 ist mit Windows Vista im Jahr 2006 erschienen, SMBv3 dann schließlich mit Windows 8 im Jahr 2012. Microsoft bezeichnet das mittlerweile fast 30 Jahre alte SMBv1-Protokoll darüber hinaus seit 2014 als veraltet und empfiehlt seinen Nutzern, die Unterstützung dafür zu deaktivieren.

Erst vor wenigen Monaten warnte die US-amerikanische Cyber Security and Information Security Agency (CISA) noch vor zwei RCE-Lücken (CVE-2017-0144 und CVE-2017-0145) in dem veralteten SMBv1, die wohl weiter ausgenutzt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


M.P. 21. Apr 2022 / Themenstart

Wer denkt denn an so etwas. Ist doch genauso, als wenn ein gekaufter Neuwagen mit roter...

keböb 21. Apr 2022 / Themenstart

Wo Apple oft etwas zu "brutal" ist und alte Zöpfe sehr schnell kappt, ist Microsoft...

Maddam 21. Apr 2022 / Themenstart

Es gibt halt Dinge, die "broken byond repair" sind, insbesondere wenn man Standards...

zonk 21. Apr 2022 / Themenstart

Immer noch die Wahl der Qual ....

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets
Was Fahrgäste wissen müssen

Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist beschlossene Sache, Verkehrsverbünde und -unternehmen sehen sich auf den Verkaufsstart in diesen Tagen gut vorbereitet. Doch es gibt viele offene Fragen.

Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets: Was Fahrgäste wissen müssen
Artikel
  1. LG HU915QE: Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung
    LG HU915QE
    Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung

    LG hat einen Kurzdistanzprojektor mit Lasertechnik vorgestellt. Der HU915QE erzeugt ein riesiges Bild und steht dabei fast an der Wand.

  2. Urkunden nicht zugestellt: Digitalisierung in Berlin sorgt für Pannen
    Urkunden nicht zugestellt
    Digitalisierung in Berlin sorgt für Pannen

    Eine Panne in der Berliner Innenverwaltung hat dafür gesorgt, dass Hunderte von wichtigen Urkunden nicht übermittelt werden konnten.

  3. Rheinland-Pfalz: Glasfaser soll erneut an Gleisen verlegt werden
    Rheinland-Pfalz
    Glasfaser soll erneut an Gleisen verlegt werden

    Onefiber hat sein erstes großes Projekt. In Rheinland-Pfalz wird parallel zur Glasfaser der Bahn verlegt und teilweise auch neu.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • Alternate (u. a. Cooler Master Caliber R1 159,89€) • SanDisk Portable SSD 1 TB 81€ • Motorola Moto G60s 149€ [Werbung]
    •  /