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Windows 11: Microsoft testet freie Datumswahl für Updates

Microsoft testet unter Windows 11 eine Kalender-Auswahl für Update-Pausen. Ab Mai 2026 soll zudem Hotpatching störende Neustarts minimieren.
/ Nils Matthiesen
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Microsoft plant mehr Spielraum bei Updates. (Bild: Abdelrahman Ahmed / Pexels)
Microsoft plant mehr Spielraum bei Updates. Bild: Abdelrahman Ahmed / Pexels

Microsoft arbeitet derzeit an einer umfassenden Modernisierung von Windows 11. Neben optischen Anpassungen wie der Entfernung des Copilot-Logos aus Apps und einer geplanten verschiebbaren Taskleiste steht nun die Wartung des Betriebssystems im Fokus. Das Unternehmen aus Redmond entwickelt eine Funktion, die Anwendern deutlich mehr Kontrolle darüber gibt, wann Systemaktualisierungen eingespielt werden.

Anstatt wie bisher auf fest vorgegebene Zeiträume angewiesen zu sein, integriert Microsoft offenbar eine Kalenderauswahl in die Systemeinstellungen. Damit können Nutzer ein exaktes Datum festlegen, bis zu dem die Installation von Patches ausgesetzt werden soll. Wie der Leaker PhantomOfEarth auf X(öffnet im neuen Fenster) berichtet, ist diese Neuerung bereits in aktuellen Vorschauversionen des Dev- und Beta-Kanals enthalten.

Aktivierung über Vivetool notwendig

Obwohl die Funktion in den Insider-Builds technisch bereits vorhanden ist, befindet sie sich noch in einem frühen Stadium. Anwender müssen das Kalender-Menü derzeit manuell über das Konfigurationswerkzeug Vivetool(öffnet im neuen Fenster) freischalten, da Microsoft es noch nicht standardmäßig aktiviert hat. Sobald das Feature offiziell erscheint, soll es den Prozess für alle Editionen von Windows 11 vereinheitlichen. Bisher unterscheiden sich die Home- und Pro-Versionen teils deutlich in ihren Möglichkeiten, Updates aufzuschieben.

Bisher ist die Verzögerung von Aktualisierungen insbesondere in der Home-Version auf maximal fünf Wochen begrenzt. Pavan Davuluri, Leiter der Windows-Abteilung bei Microsoft, stellte jedoch in Aussicht, dass Nutzer Updates künftig flexibler und über längere Zeiträume pausieren können. Ob damit tatsächlich ein völlig unbegrenztes Aufschieben möglich wird oder lediglich das aktuelle 35-Tage-Limit großzügig ausgeweitet wird, bleibt abzuwarten. Erste Bilder der neuen Funktion lassen zumindest Zeiträume vermuten, die deutlich über die bisherigen Beschränkungen hinausgehen.

Hotpatching gegen die Update-Müdigkeit

Die Möglichkeit, Updates gezielt zu terminieren, ist vor allem in professionellen Arbeitsumgebungen gefragt. Monatlich erscheinende kumulative Updates führen immer wieder zu ungeplanten Unterbrechungen des Arbeitsflusses. Microsoft plant jedoch, dieses Problem ab Mai 2026 grundlegend anzugehen: Für berechtigte Geräte soll Hotpatching als Standard eingeführt werden. Diese Technologie erlaubt es, kritische Sicherheits-Code-Änderungen im laufenden Betrieb vorzunehmen, ohne dass der sonst obligatorische Neustart die Nutzer stört.

Es wird allerdings weiterhin vier große Updates pro Jahr geben – im Januar, April, Juli und Oktober -, die auch mit Hotpatching einen Neustart erfordern. Hotpatching eliminiert Neustarts also nicht vollständig, sondern reduziert sie erheblich.

Dennoch bleibt die Kalenderfunktion für Funktions-Updates oder fehlerbehaftete Treiber relevant. In der Vergangenheit führten Patches mehrfach zu Systemabstürzen oder Boot-Schleifen. Ein präzises Aussetzen sollte es Anwendern beispielsweise ermöglichen, problematische Updates gezielt zu überspringen, bis Korrekturen vorliegen. Microsoft weist jedoch darauf hin, dass ein dauerhaftes Ignorieren von Updates ein Sicherheitsrisiko darstellt, falls Geräte nicht für das neue Hotpatching-Verfahren qualifiziert sind. Wann die Kalenderfunktion offiziell ausgerollt wird, ist zudem noch unklar.


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