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Windows 11: Microsoft testet CPU-Turbo für bessere Leistung

Microsoft setzt bei Windows 11 auf ein Low Latency Profil. Es soll die CPU-Frequenz bei Systemstarts maximieren und so Verzögerungen minimieren.
/ Nils Matthiesen
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Windows 11 soll deutlich schneller werden. (Bild: Andrey Matveev / Pexels)
Windows 11 soll deutlich schneller werden. Bild: Andrey Matveev / Pexels

Microsoft arbeitet an einer Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit von Windows 11. Beobachter wie Zac Bowden(öffnet im neuen Fenster) und der Nutzer Phantomofearth entdeckten eine neue Funktion namens Low Latency Profile in aktuellen Testversionen.

Das Feature soll Verzögerungen in der Benutzeroberfläche beseitigen, indem es die CPU-Frequenz für kurze Zeitintervalle von ein bis drei Sekunden auf das Maximum anhebt. Dieser Boost wird ausgelöst, sobald Nutzer prioritäre Aufgaben starten, wie das Öffnen des Startmenüs, das Aufrufen von Kontextmenüs oder den Start von Anwendungen.

Signifikante Beschleunigung in Testumgebungen

Erste Analysen von Windowslatest(öffnet im neuen Fenster) zeigen eine deutliche Performancesteigerung. Die Ladezeiten von integrierten Apps wie Edge oder Outlook sollen sich um bis zu 40 Prozent verkürzen. Die Reaktionszeit des Startmenüs und der Kontextmenüs verbessert sich laut Berichten um bis zu 70 Prozent.

Auch in einem praktischen Test mit einer virtuellen Maschine (VM), die auf zwei Kerne und 4 GByte RAM limitiert war, zeigte das Low Latency Profile eine messbare Wirkung. Während das System ohne die Funktion träge reagierte, öffneten sich Programme nach der Aktivierung nahezu verzögerungsfrei. Der Task-Manager verzeichnete bei App-Starts kurzzeitige CPU-Spitzen von bis zu 97 Prozent, bevor die Auslastung innerhalb weniger Sekunden wieder auf den einstelligen Bereich sank.

Teil einer größeren Performance-Initiative

Das Low-Latency-Profil ist kein isoliertes Projekt, sondern Teil der internen Initiative Windows K2. Microsoft verfolgt damit das Ziel, die allgemeine Responsivität des Betriebssystems zu erhöhen.

Dazu gehört auch der Austausch von altem Code aus der Windows-95-Ära durch natives WinUI 3. Ein Beispiel ist der Ausführen-Dialog, der in optimierter Form nur noch 94 ms zum Laden benötigt. Das Prinzip hinter dem neuen Profil ähnelt dem Race-to-Halt-Konzept: Aufgaben werden mit maximaler Leistung so schnell wie möglich abgeschlossen, damit die Hardware schneller wieder in einen energiesparenden Ruhezustand wechseln kann.

Da die Lastspitzen extrem kurz sind, sollen die Auswirkungen auf die Akkulaufzeit und die Temperaturentwicklung minimal bleiben. Aktuell befindet sich das Feature in einer frühen Testphase innerhalb des Windows‑Insider-Programms. Eine manuelle Steuerung durch die Nutzer ist dabei derzeit nicht vorgesehen.


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