Suche

Windows 11: Microsoft schmeißt ältere Xeon-CPUs raus

44 Prozessoren werden aus der Kompatibilitätsliste entfernt. Updates wird es aber weiterhin geben, betroffen sind vor allem die PC-Hersteller.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft erlaubt nur aktuelle Prozessoren für Komplett-PCs mit Windows 11. (Bild: Microsoft)

Microsoft hat kürzlich eine Reihe älterer Xeon-Prozessoren aus der offiziellen Kompatibilitätsliste für Windows 11 entfernt. Dadurch können Systemintegratoren die CPUs nicht länger in Systemen verbauen, die mit Windows 11 ausgeliefert werden. Für Endanwender hat die Änderung vermutlich zunächst keine Bedeutung, mit Updates dürften die bisher kompatiblen Systeme erst einmal weiter versorgt werden.

Anzeige

Betroffen sind Intel Xeon E-2100, E-2200 und E-2300 Prozessoren. Die ältesten betroffenen CPUs sind aus dem Jahr 2018 und gehören zur Coffee-Lake-Familie, also der 8. Core-Generation. Auf der anderen Seite sind aber auch Prozessoren betroffen, die erst vor kaum zwei Jahren eingeführt wurden und zur Rocket-Lake-Generation gehören.

Diese Prozessoren für den Sockel LGA-1200 unterstützen alle aktuell relevanten Befehlssätze. Käufer von Workstations mit diesen Prozessoren können deshalb davon ausgehen, auf absehbare Zeit alle Feature-Updates von Microsoft problemlos installieren zu können. Sicherheitsupdates gibt es ohnehin auch in älteren Versionen.

Anwender sind verärgert – aber kaum betroffen

In Foren wird Microsoft für das Entfernen der relativ neuen Prozessoren kritisiert, offenbar überwiegend aufgrund einer fehlenden Erklärung seitens des Herstellers. Da Microsoft in kommenden Feature-Updates auch KI-Funktionen in das Betriebssystem integrieren wird, dürften entsprechende Beschleuniger in Befehlssatzerweiterungen für die offizielle Zertifizierung eine Rolle spielen.

Anzeige

Für PCs im Eigenbau ist das aber vorerst weniger relevant, die Komponenten müssen lediglich die Mindestanforderungen erfüllen und Treiberunterstützung vom jeweiligen Hersteller erhalten, um auch mit Windows 11 zu funktionieren. Eine transparente Erklärung zu Aktualisierungen der Liste seitens Microsoft gibt es leider nicht.