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Windows 11: Microsoft kassiert eigene RAM-Empfehlung stillschweigend ein

Noch vor wenigen Monaten empfahl Microsoft 32 Gigabyte RAM für Windows-11-Gaming. Jetzt ist diese Empfehlung spurlos verschwunden.
/ Michael Linden
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Hoher Speicherbedarf von Windows 11 wird einfach wegdiskutiert. (Bild: VESA MOILANEN/Lehtikuva/AFP via Getty Images)
Hoher Speicherbedarf von Windows 11 wird einfach wegdiskutiert. Bild: VESA MOILANEN/Lehtikuva/AFP via Getty Images

Ist der Windows-PC mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher plötzlich wieder zeitgemäß? Microsofts eigene Kommunikation legt das nahe, auch wenn sich die technischen Anforderungen des Systems naturgemäß nicht verändert haben.

Ein Support-Artikel verschwindet spurlos

Laut einem Bericht von Windows Latest(öffnet im neuen Fenster) hat Microsoft den Support-Artikel "So optimieren Sie Ihr Gaming-PC-Setup" aus dem Windows Learning Center entfernt. Die Seite wurde Ende November 2025 veröffentlicht und nannte 16 Gigabyte als ausreichend für die meisten Spieler. Wer anspruchsvolle Titel spielt, sollte demnach zu 32 Gigabyte greifen. Der alte Link leitet inzwischen nur noch auf die Startseite des Learning Centers weiter.

Ein Einzelfall ist das nicht. Auch ein weiteres Dokument, das 32 Gigabyte als No-Worries-Zone für Windows-11-Gaming bezeichnete, ist nicht mehr vorhanden.

Neue Surface-Geräte mit 8 Gigabyte

Seit rund zwei Jahren gelten 16 Gigabyte als Mindestanforderung für die Copilot-Plus-PC-Zertifizierung von Microsoft. An dieser Vorgabe hat sich formal nichts geändert. Trotzdem unterschreitet ein Teil der neuesten eigenen Hardware von Microsoft diesen Wert deutlich.

Das Surface Pro 12 und das Surface Laptop 13, beide im Juni vorgestellt, starten in Konfigurationen mit 8 Gigabyte RAM für 949 Euro beziehungsweise 994 Euro. Für die Copilot-Plus-Kennzeichnung qualifizieren sich diese Modelle in dieser Ausstattung nicht.

Passend dazu wurden Ende Juni auch die Marketingtexte auf Microsofts eigenen Surface-Seiten angepasst. Dort heißt es nun, 8 Gigabyte würden für Surfen, Streaming, Schularbeiten und alltägliche Produktivitätsaufgaben ausreichen.

Speicherknappheit trifft den ganzen PC-Markt

An den hohen RAM-Preisen kann Microsoft nichts ändern. So wäre es natürlich möglich gewesen, die Preise für die neuen Surface-Modelle anzuheben, was aber Nachfragereaktionen auslösen könnte, sprich, die Geräte könnten sich schlechter verkaufen. Den hohen Speicherbedarf von Windows 11 will Microsoft aber angehen. In einem Update vom 31. Juli erklärte der Konzern, man arbeite an einer Reduzierung des Speicherbedarfs von Windows 11, mit besonderer Fokussierung auf Systeme mit 8 Gigabyte RAM. Diese Verbesserungen sollen noch vor Ende 2026 ausgeliefert werden.


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