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Windows 11: Microsoft erlaubt unbegrenztes Pausieren von Updates

Microsoft reagiert auf Kritik: Nutzer von Windows 11 können Systemaktualisierungen künftig beliebig oft um jeweils 35 Tage verschieben.
/ Nils Matthiesen
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Windows-Updates lassen sich bald pausieren. (Bild: freestocks.org / Pixabay)
Windows-Updates lassen sich bald pausieren. Bild: freestocks.org / Pixabay

Microsoft plant tiefgreifende Änderungen an der Update-Logik von Windows 11. Wie das Unternehmen in einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) bekanntgab, soll die bisherige Beschränkung beim Aussetzen von Aktualisierungen gelockert werden. Nutzer erhalten damit die Möglichkeit, den Update-Prozess nahezu unbegrenzt zu verzögern.

Bisher konnten Anwender die Installation von Patches und Funktions-Updates maximal fünf Verlängerungen pausieren – bis zu fünf Mal je eine Woche (maximal 35 Tage). Nach Ablauf dieser Frist zwang das System Nutzer in der Regel dazu, die anstehenden Aktualisierungen zu installieren, bevor eine erneute Pause möglich war. Mit der neuen Regelung lässt sich dieser 35-Tage-Zeitraum laut Microsoft-Mitarbeiterin Aria Hanson nun beliebig oft zurücksetzen.

Reaktion auf Nutzerkritik

Hintergrund der Anpassung ist laut Microsoft das kontinuierliche Feedback der Anwender. Häufig genannte Kritikpunkte waren unpassende Zeitpunkte für automatische Neustarts sowie eine mangelnde Kontrolle über den Installationszeitpunkt. Die Neuerung soll sicherstellen, dass Nutzer beispielsweise während wichtiger Meetings oder Gaming-Sessions nicht mehr von ungeplanten Update-Vorgängen unterbrochen werden.

Trotz der neuen Freiheit betont das Unternehmen, dass eine zeitnahe Installation weiterhin empfohlen bleibt. Da die meisten Updates sicherheitskritische Patches enthalten oder gelegentlich notwendige Notfall-Fixes ausliefern, stellt ein dauerhaftes Aufschieben ein potenzielles Sicherheitsrisiko für das System dar. Die Entscheidung über den Zeitpunkt der Installation liegt nun jedoch vollständig beim Anwender.

Verbesserungen beim Herunterfahren

Zusätzlich zur Pausen-Funktion führt Microsoft weitere Optimierungen für die Nutzererfahrung ein. So wird sichergestellt, dass die Optionen zum Herunterfahren oder Neustarten des Geräts jederzeit auch ohne die Durchführung anstehender Updates zur Verfügung stehen. Diese Auswahlmöglichkeiten waren in der Vergangenheit oft temporär durch "Aktualisieren und Herunterfahren" ersetzt worden.

Die Änderungen ergänzen eine kürzlich eingeführte Funktion, die es bereits bei der Einrichtung neuer Windows-Geräte erlaubt, initiale Updates zu überspringen. Aktuell werden die neuen Features im Rahmen des Windows-Insider-Programms getestet. Sie stehen Teilnehmern im Dev-Channel sowie im Experimental-Channel zur Verfügung, bevor sie zu einem späteren Zeitpunkt für die Allgemeinheit ausgerollt werden.


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