Windows 11: Microsoft drängt Nutzer zum Wechsel auf neuen Media Player
Microsoft schränkt die Funktionalität des Windows Media Player Legacy laut Windows Latest(öffnet im neuen Fenster) bewusst weiter ein. Demnach stehen in der Experimental Build 29648.1000 für Windows 11 die bisherigen Einstellungen für Untertitel und Songtexte nicht mehr zur Verfügung. Damit nicht genug: Beim Versuch, die Option zu aktivieren, blendet die Anwendung ein Hinweisfenster ein, das Nutzer zum Wechsel auf den neuen Windows Media Player auffordert. In dem entsprechenden Menü fehlen in der genannten Testversion ferner die Optionen "Aus" sowie "Standardwerte". Es verbleibt lediglich der Eintrag "Ein, falls verfügbar". In der Testversion 26340.9212 stellt das System Untertitel sogar überhaupt nicht mehr dar.
Einschränkungen im Funktionsumfang
Es ist nicht die erste Funktion, die aus dem alten Abspielprogramm entfällt. Bereits im Jahr 2023 verschwand etwa der Sync-Reiter zur Datenübertragung auf externe Geräte. Obwohl Microsoft die Anwendung weiterhin als optionale Funktion in Windows 11 auflistet, drängt das Unternehmen anscheinend auf die Nutzung des modernen Nachfolgers.
Messungen von Windows Latest belegen allerdings deutliche Unterschiede bei den Systemressourcen und der Leistung. Während die klassische Version Mediendateien ohne spürbare Verzögerung startet, benötigt der neue Media Player mehr Zeit. Im Leerlauf liegt der Arbeitsspeicherbedarf der neuen Anwendung zudem bei ungefähr 377 MByte RAM, während der alte Player nur rund 103,4 MByte RAM belegt.
Unterschiede bei Formatunterstützung und Alternativen
Zusätzlich unterscheiden sich beide Programme bei der Codec-Unterstützung. Der Windows Media Player Legacy spielt HEVC-Dateien standardmäßig ab. Das Format kommt beispielsweise standardmäßig bei Aufnahmen moderner Smartphone-Kameras zum Einsatz. Die moderne Anwendung setzt für dieses Format dagegen den Kauf der gebührenpflichtigen HEVC-Videoerweiterung aus dem Microsoft Store für 0,99 US-Dollar voraus.
Als Ausweichmöglichkeit dienen weiterhin Open-Source-Programme von Drittanbietern. Bei der Nutzung von VLC kann ein Fehler im Microsoft Defender den Plugin-Cache blockieren und bei MP3-Dateien zu Verzögerungen von bis zu 33 Sekunden führen. Als Alternative bietet sich laut Windows Lastet ferner der MPV-Player(öffnet im neuen Fenster) an, der eine minimalistische Bedienoberfläche mit hoher Leistungsfähigkeit kombiniert.
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