Windows 11: Deaktivierte Sicherheitsfeatures beschleunigen Intel-GPUs
In Benchmarks erreicht Intel Arc bessere Werte, wenn Features in Windows 11 abgeschaltet werden.
Es ist bereits bekannt, dass einige Sicherheitsfunktionen in Windows 11 gerade die Gaming-Performance des eigenen Systems merklich reduzieren können. Das trifft etwa auf Intels Arc-Grafikkarten besonders zu. Im Benchmark 3DMark03 konnte Twitter-User Löschzwerg mehrere Tausend Punkte herausholen, wenn das Feature Memory Integrity deaktiviert wird.
Genauer gesagt konnte der Tester die Leistung der Intel Arc A380, eine Vorgängerversion der aktuellen Alchemist-GPUs, um 2.000 bis 3.000 Punkte steigern. Je nach Anwendungsszenario entspricht das einem Leistungszuwachs von 2 Prozent auf etwas mehr als 5 Prozent. Dabei ist wichtig, ob die Karte mit dem alten DirectX 9 oder dem aktuellen DirectX Vulkan umgehen muss.
DirectX Vulkan bringt deutlich mehr
Die verwendete Library wirkt sich dabei noch einmal wesentlich mehr auf die Leistung aus. Löschzwerg konnte etwa 53.000 Punkte (DirectX 9) zu 153.000 Punkten (DirectX Vulkan) messen. Das hat Golem.de auch im Test der Intel Arc A770 und A750 festgestellt: Generell kommen Intels GPUs besser mit aktuellen Grafikschnittstellen zurecht.
Die Memory Integrity ist Teil der Kernisolierung in Windows 11 und soll den unbefugten Zugriff von außen auf den Gerätespeicher verhindern. Es ist also für eine verbesserte Systemsicherheit sinnvoll, die Kernisolierung eingeschaltet zu lassen.
Microsoft gibt sogar offiziell den Hinweis, dass durch Abschaltung der Sicherheitsfeatures die Spieleleistung von Windows 11 merklich gesteigert werden kann. Dabei wird auch dazu geraten, neben der Kernisolierung auch die Virtual Machine Platform (VMP) gleich mit abzuschalten. Gaming-Enthusiasten, die die beste Leistung brauchen, könnten die Features abschalten und sie nach der Spielesitzung wieder aktivieren. Das ist zumindest Microsofts Ratschlag.