Windows 10X im Emulator ausprobiert: Ist das noch Windows 10?

Windows 10X erinnert kaum an das Vorbild. Wir haben es im Emulator ausprobiert, fanden gute Ideen und - am Ende doch - Windows 10.

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Ein Bild lässt sich in Windows 10X über beide Displays strecken.
Ein Bild lässt sich in Windows 10X über beide Displays strecken. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Die Zukunft von Microsofts Betriebssystem Windows 10X ist nicht ganz klar. Angekündigt war es zunächst zusammen mit einem eigenen Konzept für Geräte mit zwei Bildschirmen. Das Surface Neo sollte das erste Gerät sein, das Windows 10X und zwei Touchscreens kombiniert. Kürzlich hat Microsoft die Pläne jedoch geändert: Das Surface Neo wurde auf 2021 verschoben und Windows 10X wird alternativ auch für Geräte mit einem Bildschirm entwickelt.

Inhalt:
  1. Windows 10X im Emulator ausprobiert: Ist das noch Windows 10?
  2. Jonglieren mit zwei Bildschirmen
  3. Windows 10 versteckt sich in anderem Gewand

Trotzdem bleibt Windows 10X ein interessantes Konzept. Was genau Microsoft sich unter dem neuen Windows-Betriebssystem vorstellt, konnten wir nämlich bereits im Microsoft Emulator begutachten. Das Betriebssystem verspricht zum ersten Mal seit langem einen wirklich neuen Ansatz. Es ist daher viel mehr als nur ein eingeschränktes Windows 10, wie es bei Windows 10S der Fall war. Das OS ist allerdings auch eine Baustelle, an der Microsoft noch arbeiten muss.

Die App aus dem Microsoft Store

Der Microsoft Emulator ist eine Applikation aus dem Microsoft Store, die nicht nur Journalisten oder Windows-Insidern, sondern generell wissbegierigen Windows-Usern zur Verfügung gestellt wird. Benötigt wird ein Windows-Konto, da Microsoft den Emulator und die dazugehörigen Windows-10X-Images im Microsoft Store zur Verfügung stellt. Anders als zunächst vermutet, mussten wir mit unserem Konto nicht dem Windows-Insider-Programm beitreten, um die Software auszuprobieren.

  • Zwei Fenster nebeneinander sind in Windows 10X möglich. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Action Center hat viele Einstellungsmöglichkeiten. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Compose-Modus blendet eine Tastatur auf einem Bildschirm ein. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Auch zwei Browser-Tabs nebeneinander funktionieren. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Taskansicht erinnert an Windows 10. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Eine laufende Instanz benötigt viele Ressourcen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Apps erreichen Nutzer über eine Tafel, ähnlich wie in Android. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Datei-Explorer ist sehr simpel. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Entwickler können verschiedene Gerätepositionen simulieren. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Windows 10X im Tablet-Modus (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • 8 GByte RAM sollten es schon sein. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Browserfenster über zwei Bildschirme gespannt (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Wir können Fenster auch an den Ecken  einrasten. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Hinter dem simplen Dateisystem steckt sichtlich Windows 10. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Eine laufende Instanz benötigt viele Ressourcen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Allerdings ist es zwingend notwendig, auf dem Testgerät zumindest Windows 10 Pro zu nutzen, da nur ab dieser Version Microsofts Virtualisierungssystem Hyper-V freigeschaltet wird. Dieses müssen wir anschließend als ein optionales Windows-Feature aktivieren.

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Einige Nutzer berichten davon, dass der Emulator nicht mit AMD-Prozessoren kompatibel ist. Auf unserem System mit Intel Core i7-8700K läuft die Software allerdings ohne Probleme, wenn wir bereit sind, einen großen Teil unserer CPU-Leistung dafür zu reservieren.

Hilfreich ist zudem ausreichend Arbeitsspeicher im Host-System. Schließlich handelt es sich bei der Windows-10X-Preview um eine virtualisierte Instanz. Dieser können und sollten wir, wenn möglich, 8 GByte RAM zuteilen. Das verbessert die Leistung spürbar.

Ganz ruckelfrei läuft die Emulation dennoch nicht. Das Öffnen von Menüs und Applikationen dauert etwas und Bildraten sind nicht konstant. Zudem sollten wir beachten, dass der Emulator erweiterte Admin-Rechte benötigt, um eine Windows-10X-Instanz auszuführen.

Die grundlegende Idee als Betriebssystem für Dual-Screen-Geräte vermittelt Windows 10X aber schon jetzt: Nach dem Start der virtuellen Maschine präsentiert uns der Emulator zwei Bildschirme mit einer Auflösung von jeweils 1.440 x 1.920 Pixeln, die wir mit der Maus bedienen.

Wir haben auch festgestellt, dass die Touch-Eingabe bereits implementiert ist und zuverlässig funktioniert. Das konnten wir auf einem am Hostsystem angeschlossenen Wacom-Cintiq-Stiftdisplay mit Touchscreen bestätigen.

  • Zwei Fenster nebeneinander sind in Windows 10X möglich. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Action Center hat viele Einstellungsmöglichkeiten. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Compose-Modus blendet eine Tastatur auf einem Bildschirm ein. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Auch zwei Browser-Tabs nebeneinander funktionieren. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Taskansicht erinnert an Windows 10. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Eine laufende Instanz benötigt viele Ressourcen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Apps erreichen Nutzer über eine Tafel, ähnlich wie in Android. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Datei-Explorer ist sehr simpel. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Entwickler können verschiedene Gerätepositionen simulieren. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Windows 10X im Tablet-Modus (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • 8 GByte RAM sollten es schon sein. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Browserfenster über zwei Bildschirme gespannt (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Wir können Fenster auch an den Ecken  einrasten. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Hinter dem simplen Dateisystem steckt sichtlich Windows 10. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
8 GByte RAM sollten es schon sein. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Schon im Design der Nutzeroberfläche unterscheidet sich Windows 10X grundlegend von Windows 10. Einen Rechtsklick für Kontextmenüs gibt es nicht, genauso fehlen Desktop-Symbole. Unser Startpunkt ist hier stattdessen eine simple Menüleiste an der Unterseite des Desktops.

Ähnlich wie bei Mobilbetriebssystemen wie Android und iOS stehen uns hier zwei prominente Schaltflächen zur Verfügung: Start (das Windows-Symbol) und die Task-Ansicht (das Ordner-Symbol). Dabei fällt uns direkt auf, dass die Symbole sehr groß sind, was sich für die Fingerbedienung besonders gut eignet. Tatsächlich ist es auf dem von uns genutzten Wacom-Touchscreen einfach, durch das OS zu navigieren - vor allem, wenn wir etwa ein Surface Pro 6 mit Windows 10 Home als Vergleich nutzen.

Das Multitasking in Windows 10X ist innovativ und simpel gelöst.

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Jonglieren mit zwei Bildschirmen 
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Dystopinator 26. Nov 2020

du weist doch dass moderner hard- und software der beschiss regiert, aufwendige lösungen...

cemetry 16. Mai 2020

@t_e_e_k: "sich für freie Software und Systeme Einzusetzten. Dies können wir nämlich im...

t_e_e_k 11. Mai 2020

Jedes feature ist eine potientielle sicherheitslücke. Eigentlich sogar hoch zwei, da...

t_e_e_k 11. Mai 2020

...wenn jede Anwendung in einen Container gepackt wird, dann ist das schon etwas mehr als...



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