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Windows 10: VPN-Probleme nach Update und Werbung in Windows Mail

Fast schon ein Glücksspiel: Viele Nutzer haben noch immer Probleme mit dem October 2018 Update für Windows 10 : Teilweise werden Netzlaufwerke nicht mehr erkannt und der F5-VPN-Dienst funktioniert nicht richtig. Parallel hat Microsoft Werbung in der Mail-App getestet - und dafür Kritik erhalten.
/ Oliver Nickel
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Fehler oder kein Fehler? Das ist beim October 2018 Update fast schon Glück. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Fehler oder kein Fehler? Das ist beim October 2018 Update fast schon Glück. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de / CC0 1.0

Nach einer mehrwöchigen Verschiebung hat Microsoft das October 2018 Update wieder freigegeben . Es scheinen aber noch immer nicht alle Fehler behoben zu sein. Windows-10-Nutzer berichten von fehlerhaften VPNs und nicht erkannten Netzlaufwerken, nachdem sie ihre Computer aktualisiert haben. Gleichzeitig sorgte das Einführen von Werbung in der kostenfreien Mail-App für Kritik. Microsoft hat die Banner deshalb wieder abgeschaltet, nachdem sie in einem Insider-Build des Betriebssystems eingeführt wurden.

Nutzer des VPN-Dienstes F5 sind vom October 2018 Update besonders betroffen. Das Unternehmen schreibt in einer Meldung(öffnet im neuen Fenster) , dass unter bestimmten Bedingungen eine Netzwerkverbindung darüber nicht mehr möglich ist. Das gilt für Kunden, die die Funktion Split Tunneling im Big-AP-Netzwerkprofil aktiviert haben und die eine Verbindung über den dazugehörigen Big IP Edge Client oder einen Webbrowser aufbauen.

Während F5 eine Lösung des Problems dem Verursacher Microsoft überlässt, beschreibt das Unternehmen einen Workaround: Statt Split Tunneling müssen Nutzer dazu sämtlichen Traffic durch einen Tunnel zulassen. Das geschieht mit der Option Force all traffic trough tunnel . Die Information ist bereits im Oktober 2018 bekanntgeworden, ist aber anscheinend bei der überarbeiteten Version des Windows-10-Updates noch immer vorhanden.

Netzlaufwerke nicht erreichbar

Microsoft selbst berichtet(öffnet im neuen Fenster) von nicht funktionierenden Netzlaufwerken nach dem Aufspielen des 1809-Updates. Dabei werden betroffene Laufwerke im Windows Explorer mit einem roten Kreuz markiert. Außerdem sind sie nicht mehr mit dem Kommando net use ansprechbar. Das IT-Onlinemagazin Ghacks berichtet, dass nicht alle Netzlaufwerke davon betroffen seien und es Zufall sei, ob diese erkannt werden oder nicht.

Im Artikel beschreibt Microsoft verschiedene Ansätze, die das Problem nicht beheben, aber umgehen. Nutzer können sich ein Systemstart-Item anlegen, welches ein Script ausführt. Dieses versucht, automatisch im Abstand von 30 Sekunden Netzlaufwerke erneut zu verbinden. Nutzer können den Code im Task-Sheduler als eigenen Task einrichten oder eine Gruppenrichtlinie erstellen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und den Quelltext stellt Microsoft bereit.

Kein Update für Besitzer einiger Trend-Micro-Software

Microsoft blockiert die Verteilung des neuen Updates für Rechner, auf denen die Sicherheitssoftware Trend Micro installiert ist. Dazu gehören Programme wie Officescan as a Service, Deep Security, Worry-Free Business Security und Endpoint Application Control. Die Programme sind mit dem Update nicht kompatibel und führen zu Problemen. Das Problem soll Trend Micro selbst beheben, da Microsoft daran wohl keine Schuld trage.

Das Softwareunternehmen hat für einige der betroffenen Produkte bereits einen Patch verfügbar. An anderen Lösungen arbeitet Trend Micro noch. Eine detaillierte Übersicht(öffnet im neuen Fenster) steht auf der Supportseite zur Verfügung.

Werbung nach Protesten entfernt

Das Onlinemagazin Thurott berichtet derweil von Werbebannern(öffnet im neuen Fenster) , die temporär in der Windows-App Mail aufgetaucht sind. Microsoft hat diese Art der Monetarisierung wohl aus Versehen aktiviert. Das schreibt das Unternehmen zumindest auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) . Es sei eine experimentelle Funktion gewesen, die niemals auf breiter Ebene getestet werden sollte. Das Merkwürdige ist, dass Microsoft eine recht umfangreiche Seite(öffnet im neuen Fenster) erstellt hat, die den Grund der Werbebanner in der Mail-App erklärt.

Um die Werbebanner abzuschalten, hätten sich Nutzer ein Office-365-Abonnement bestellen müssen. Das ist für Besitzer einer so schon kostenpflichtigen Betriebssystemlizenz verständlicherweise unakzeptabel.


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