Windows 10: Unternehmen verzichten mit LTSB zunächst auf den Edge-Browser

Nutzer der Enterprise-Lizenz von Windows 10 werden zunächst nicht auf den Edge-Browser zugreifen können, sollten sie sich für die LTSB-Option entscheiden. Dann gibt es keine neuen Funktionen, worunter auch Edge-Neuerungen fallen, sondern nur wichtige Updates für das Betriebssystem.

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Unternehmen können sich gegen den Edge-Browser entscheiden.
Unternehmen können sich gegen den Edge-Browser entscheiden. (Bild: Microsoft)

Microsofts Edge-Browser wird für Unternehmen, die Windows 10 Enterprise einsetzen wollen, zum Teil nicht installierbar sein. Mary Jo Foley ließ sich das von Microsoft bestätigen. Grund dafür ist die LTSB, also der Zugriff auf den Long Term Servicing Branch, der Enterprise-Nutzern vorbehalten ist. Wenn sich ein Unternehmen für LTSB entscheidet, gibt es keine Möglichkeit, den Edge-Browser zu installieren. Das gilt dann beispielsweise auch für Webentwickler eines Unternehmens, sofern sie keine Ausnahme bekommen.

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LTSB ist vor allem deswegen für Unternehmen interessant, weil neue Funktionen so von den Windows-10-Installationen ferngehalten werden können. Sie bekommen nur wichtige Updates, darunter sicherheitsrelevante Fehlerbeseitigungen - und das für die nächsten zehn Jahre. LTSB-Anwender müssen also auf den Internet Explorer setzen und können den nur für Windows 10 erscheinenden Edge-Browser nicht nutzen.

Edge-Entwicklung ist zu agil

Der Grund für diese Entscheidung, so Foley, liege darin, dass der Edge-Browser im Unternehmenssinne kein stabiles Softwareprodukt sein wird. Microsoft wird immer wieder neue Funktionen in den Browser integrieren. Für kritische Unternehmensanwendungen, die auf den integrierten Browser setzen, ist das ein Problem, da mit einem Update eventuell interne Werkzeuge nicht mehr funktionieren. Das ist auch heute noch der Grund dafür, warum Microsoft viel Browserkompatibilität zu alten Browserversionen mitzieht.

Insgesamt passt das zu Microsofts Strategie der gestaffelten Verteilung von Updates über verschiedene Geschwindigkeitsabstufungen. Zudem können Enterprise-Nutzer genau dieselbe Update-Strategie verwenden wie etwa Nutzer einer Heimlizenz und so alle Neuerungen zeitnah installieren. Letztendlich entscheidet die Arbeitsplatznutzung, wie kritisch Plattformstabilität für den Alltag ist.

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Bis Windows 10 Enterprise einsetzbar ist, wird noch einige Zeit vergehen. Zwar erscheinen Windows 10 Home und Pro offiziell am 29. Juli 2015, die Enterprise-Version jedoch voraussichtlich erst deutlich danach. Auf der Microsoft Ignite erfuhren wir, dass zahlreiche Deployment-Tools erst zum vierten Quartal 2015 fertig werden. Für großflächige Windows-Installationen sind diese notwendig.

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