Windows 10 und 11: Microsoft verweist auf günstige werbefinanzierte Windows-PCs
Der Konzern sucht aktuell eine Person, die alternative Geldquellen für Windows und damit Microsoft ausprobiert - darunter auch Werbung.
Microsoft experimentiert anscheinend mit einer neuen Monetarisierung für das eigene Windows-Betriebssystem. Der Konzern schreibt eine neue Software-Entwicklungs- und Managementstelle aus, die unter anderem die Möglichkeiten für Werbefinanzierung und einen Cloud-First-Ansatz implementieren soll. Microsoft wolle "günstige PCs, finanziert durch Werbung und Abonnements" anbieten.
Die Stellenausschreibung, die vom Magazin Windows Latest entdeckt wurde, hat Microsoft mittlerweile angepasst. Dort ist nun nur noch von cloudbasierten Diensten und deren Integration in Windows die Rede. "Das Team wird sich mit Produktmanagement und -Design zusammentun und neue Inhalte erstellen, die Cloud-Inhalte für Windows vorantreiben", heißt es in der Jobausschreibung. Außerdem sollen konkrete Prototypen entwickelt und Kundendaten analysiert werden.
Cloud-Abos sind bereits vorhanden
Was genau Microsoft mit Cloud-Inhalten meint, ist nicht ganz klar. Der Konzern vertreibt bereits mehrere Abonnements auf Cloud-Basis, etwa den XBox Game Pass mit XCloud Game Streaming, Windows 365 als in der Cloud gehostetes Betriebssystem und Microsoft 365 - die mit der Cloud verbundene Office-Suite des Unternehmens. Möglicherweise will Microsoft weitere Softwareabonnements für Windows anbieten, um ein stabiles Einkommen über längere Zeiträume zu erhalten.
Werbefinanzierte PCs sind eine zusätzliche Einnahmequelle. In der Vergangenheit experimentierte Microsoft bereits mit Werbebannern in Windows 10 und 11. Dort platzierte der Konzern Ads etwa innerhalb von Wordpad, im Edge-Browser und im Windows Explorer. Bisher wurden damit allerdings nur Microsoft-Produkte beworben. Ein günstiger, mittels Werbung finanzierter Computer könnte auch eine Plattform für Microsofts Geschäftspartner werden.
Aktuell gibt es aber bereits günstige Windows-Geräte ab etwa 300 Euro - und das ganz ohne Werbung. Wie Microsoft das also bei einer breiten Masse durchsetzen will, ist nicht klar.