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Windows 10 S wurde auf der Microsoft-Messe Build 2017 erstmals vorgestellt.
Windows 10 S wurde auf der Microsoft-Messe Build 2017 erstmals vorgestellt. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Windows 10 S im Test: Das S steht für schlechtes Marketing

Windows 10 S wurde auf der Microsoft-Messe Build 2017 erstmals vorgestellt.
Windows 10 S wurde auf der Microsoft-Messe Build 2017 erstmals vorgestellt. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Windows 10 S soll schneller und sicherer sein als ein vollwertiges Windows. Microsoft verdreht zur Vorstellung Tatsachen, wie wir im Test festgestellt haben. Das Betriebssystem mit Store-Beschränkung gehört nicht auf den Surface Laptop, sondern in die Schule.
Ein Test von Oliver Nickel

Schneller, sicherer und einfacher soll Microsofts neues Betriebssystem Windows 10 S sein. Es wurde zusammen mit dem Surface Laptop auf der Microsoft Build 2017 vorgestellt und richtet sich an den Bildungsmarkt. Auf der Konferenz wurde das Betriebssystem als wesentlich schneller als Windows 10 Pro dargestellt.

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Das sah bei der Präsentation schon vielversprechend aus. Doch in unserem Test sehen wir davon nicht viel. Wir hatten die Gelegenheit, das Schul-Windows in Verbindung mit dem Surface Laptop auszuprobieren. Es ist gar nicht so einfach, dieses Betriebssystem überhaupt mit einem normalen Windows 10 zu vergleichen. Fast alle unsere Benchmarkprogramme sind für Windows 10 S nicht verfügbar. Wir mussten also ein wenig improvisieren.

Statt eines synthetischen Akkutests nutzen wir eine herkömmliche Videowiedergabe. Außerdem haben wir den Bootvorgang des gleichen Systems jeweils mit Windows 10 S und Windows 10 Pro gestoppt. Mit Screenshots des Task Managers sind wir auf der Suche nach kleinen Unterschieden in der Performance beider Betriebssysteme. Dafür verwenden wir jeweils denselben Surface Laptop.

Das S steht für Store only

Der offenstichtliche Unterschied zwischen Windows 10 S und einem vollwertigen Windows 10 ist die Begrenzung auf Store Apps. Win32-Programme werden erst gar nicht ausgeführt. Das gilt auch für Setup-Dateien, die außerhalb des Stores heruntergeladen und installiert werden. Stattdessen schlägt das Betriebssystem einige Alternativen aus dem Store vor. Das funktioniert durch die noch immer nicht sehr vielfältige Auswahl an Programmen jedoch selten.

  • Die Werbung in Apps ist teilweise unerträglich. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alternative Browser finanzieren sich über Banner. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Überall Werbung! Und die GUI ist auf Tablets ausgerichtet. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Windows 10 S im Idle (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Windows 10 Pro im Idle (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Minecraft ist eines der wenigen Spiele, die es für den Store und als Win32-App gibt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Dieser Bildschirm beschreibt Windows 10 S schon ganz gut. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das HP Stream Pro 11 soll es mit Windows 10 S für 190 Euro geben. (Bild: HP)
  • Mit der Set-Up-PC-for-School-App können viele PCs einheitlich konfiguriert werden. (Bild: Microsoft)
Dieser Bildschirm beschreibt Windows 10 S schon ganz gut. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Wir werden uns schnell bewusst, wie sehr der Windows Store anderen App-Marktplätzen wie etwa Androids Google Play oder Apples App Store noch immer unterlegen ist. Viele der Store-Apps sind außerdem für die Fingereingabe konzipiert und daher mit Touchpad oder Maus teilweise schlecht nutzbar. Suchen wir nach einer vernünftigen Textverarbeitung, bleibt eigentlich nur der Griff zum Office-365-Abonnement, das von Microsoft für Windows 10 S in den Store portiert wurde.

Bei spezialisierten Anwendungen wird es schwierig, eine Alternative zu finden. Das beginnt bereits beim Browser. Microsoft Edge ist die einzig sinnvolle Wahl unter Windows 10 S. Einen anderen etablierten Browser wie Firefox oder Chrome gibt es im Store nicht. Es können stattdessen weniger bekannte Programme wie der UC Browser oder der Monument Browser installliert werden. Diese finanzieren sich über Werbebanner, die auf der Startseite angezeigt werden. Da bleiben wir doch lieber beim guten Edge-Browser von Microsoft.

  • Die Werbung in Apps ist teilweise unerträglich. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alternative Browser finanzieren sich über Banner. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Überall Werbung! Und die GUI ist auf Tablets ausgerichtet. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Windows 10 S im Idle (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Windows 10 Pro im Idle (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Minecraft ist eines der wenigen Spiele, die es für den Store und als Win32-App gibt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Dieser Bildschirm beschreibt Windows 10 S schon ganz gut. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das HP Stream Pro 11 soll es mit Windows 10 S für 190 Euro geben. (Bild: HP)
  • Mit der Set-Up-PC-for-School-App können viele PCs einheitlich konfiguriert werden. (Bild: Microsoft)
Minecraft ist eines der wenigen Spiele, die es für den Store und als Win32-App gibt. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Auf der Suche nach einem vernünftigen Bildbearbeitungsprogramm müssen wir schnell aufgeben - zumindest, wenn wir ein komplexes Programm wie Photoshop ersetzen wollen. Es gibt viele einfache Fotobearbeitungsprogramme: Adobe Photoshop Express und Irfanview haben es in den Store geschafft. Beide Programme sind aber eher für einfache Bildbearbeitung gedacht und daher für einige Nutzer im Arbeitsalltag nur bedingt tauglich.

Auch Programmierer sehen sich in Windows 10 S schnell unnötigen Einschränkungen gegenüber. Eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) gibt es praktisch nicht. Wir können selbst Microsofts Visual Studio nicht im Store finden. Das Programmieren wäre in vielen Fällen ohnehin nicht möglich, denn notwendige Pakete - etwa das Java Development Kit von Oracle - können gar nicht installiert werden. Dabei wird diese Sprache gerade in Schulen oft verwendet - und dafür soll Windows 10 S doch konzipiert sein.

Das ist schon kontrovers, genau wie der angepriesene Sicherheitsaspekt des Betriebssystems.

Das S steht für bessere Sicherheit 

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xMarwyc 12. Aug 2017

Das erklär mal meiner Berufsbildenen Schule in Göttingen. Diese betitelt sich selbst...

p53 12. Aug 2017

Ernsthaft Arbeiten kann man nur an einem Standrechner oder gewöhnlichen Laptop! Schreib...

Astorek 10. Aug 2017

Das müsste doch im Umkehrschluss bedeuten, dass jeder Win32-Anwendung über eine UWP...

My1 09. Aug 2017

is aber trotzdem normales XP. mal abgesehen davon dass nur beschränkt hardware reingeht...

gadthrawn 09. Aug 2017

Viel simpler. Der Microsoft Terminal Server ist eine Zusammenentwicklung mit Citrix. Nur...



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