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Windows 10 on ARM: x64-Emulation steht im Insider-Programm bereit

Mit der Insider Build 21277 für Windows 10 on ARM startet die Testphase für x64-Emulation.
/ Mike Faust
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Windows 10 on ARM jetzt auch mit x64-Emulation verfügbar. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Windows 10 on ARM jetzt auch mit x64-Emulation verfügbar. Bild: Marc Sauter/Golem.de

Am 10. Dezember 2020 vermeldete Microsoft(öffnet im neuen Fenster) , dass für Windows Insider im Dev Channel eine erste Testversion für die x86-64-Bit-Emulation auf ARM-Geräten bereitsteht. Sollte diese wie vorgesehen funktionieren, gibt es praktisch keine Einschränkungen mehr für die in Windows 10 on ARM einsetzbaren Programme.

Laut Microsoft waren bei der ersten Einführung von Windows 10 on ARM im Jahr 2017 noch 32-Bit-Anwendungen so dominant, dass die Entwicklung einer x86-32-Bit-Emulation vorrangig behandelt wurde. Da sich die eingesetzte Software in den letzten Jahren aber immer stärker Richtung 64 Bit verschoben hat, folgt nun auch der x64-Emulator. Entwicklern wird allerdings empfohlen, trotz der Weiterentwicklung der x64-Emulation durch Microsoft, auch weiterhin an nativen ARM64-Versionen ihrer Anwendungen zu arbeiten.

Mit der Insider-Preview können Tester x64-Apps entweder direkt oder aus dem Microsoft Store installieren. Als Beispiele für nun lauffähige Anwendungen werden das Autodesk Sketchbook und Rocket League genannt. Zudem können nun die 64-Bit-Versionen von Anwendungen genutzt werden, die in Windows 10 on ARM bisher nur mit ihren 32-Bit-Pendants in der x86-Emulation laufen konnten.

Samsung Galaxy Book S (Herstellervideo)
Samsung Galaxy Book S (Herstellervideo) (01:11)

Im Golem-Test konnte das Samsung Galaxy Book S mit Qualcomms Snapdragon 8cx bereits verdeutlichen, mit welchen Vorteilen durch ARM zu rechnen ist. Während sich die Leistung durchaus mit gängigen Prozessoren wie dem Intel Core i5-10210U vergleichen lässt, überzeugt vor allem die enorme Akkulaufzeit. Das größte Manko war die fehlende x64-Kompatibilität, die nun der Vergangenheit angehört. Auch Apple hatte sich dieses Problems direkt bei der Einführung des M1-Chip angenommen und mit Rosetta eine entsprechende Emulationsumgebung bereitgestellt.


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