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Windows 10 on ARM: Microsoft soll an x86-64-Bit-Emulation arbeiten

Bisher können die Snapdragon -Chips unter Windows 10 on ARM nur native ARM64/ARM32-Apps ausführen und x86-Code mit 32 Bit, aber nicht mit 64 Bit emulieren. Das will Microsoft nun offenbar doch ändern.
/ Marc Sauter
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Surface Pro X mit Windows 10 on ARM (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Surface Pro X mit Windows 10 on ARM Bild: Martin Wolf/Golem.de

Bisher hatte Microsoft die Emulation von x86-64-Bit-Anwendungen unter Windows 10 on ARM kategorisch verneint, nun lautet die Aussage, man habe derzeit keine Ankündigung zu machen: Laut Neowin(öffnet im neuen Fenster) wird in Redmond doch an einer entsprechenden Emulation für ARM-basierte Snapdragon-Chips gearbeitet, was gleich mehrere Quellen bestätigt haben sollen.

Derzeit kann ein Snapdragon-SoC unter Windows 10 on ARM nur Apps mit ARM64- oder ARM32-Code nativ ausführen, egal ob UWP (Universal Windows Platform) aus dem Store oder reguläre Versionen. Hinzu kommt eine Emulation für x86-UWP-Apps, also 32 Bit, und für x86-Win32-Apps. Wenn eine Anwendung hingegen als x64 vorliegt, sprich 64-Bit-x64-Win32 alias x86-64, funktioniert diese unter Windows 10 on ARM nicht, weil keine Emulation ausgeführt werden kann.

Hinsichtlich der Performance ist eine emulierte x86-32-Bit-App deutlich langsamer als eine native ARM64- oder ARM32-Version, aber immerhin startet sie. Mittlerweile gibt es den Chromium-Edge nativ, den Firefox schon länger. Chromium wiederum wird für Electron-basierte Apps genutzt, beispielsweise für Spotify oder für Teams. ARM hat Electron seit August 2019 nativ auf Windows 10 on ARM portiert, daher dürfte es hier bald Aktualisierungen geben.

Microsoft Surface Pro X – Hands on
Microsoft Surface Pro X – Hands on (02:07)

Microsoft selbst hat mit dem Surface Pro X ein eigenes Gerät mit Windows 10 on ARM, es wird in Deutschland ab dem 19. November 2019 verkauft. Wenn die Serie nicht nach einem Jahr wieder eingestampft werden soll, ist die 64-Bit-Emulation wichtig. Laut Neowin könnte diese für Windows Insider 2020 verfügbar sein, für alle anderen dann im ersten Halbjahr 2021.


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