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Windows 10 on ARM: Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

Noch im Frühling möchte Microsoft ein SDK für Entwickler veröffentlichen, um x86-Anwendungen und UWP-Apps mit ARM64 unter Windows 10 on ARM zu unterstützen. Bisher klappt das nur mit 32-Bit-Software.
/ Marc Sauter
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Envy x2 (12e) von HP (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Envy x2 (12e) von HP Bild: Marc Sauter/Golem.de

Zur Entwicklerkonferenz Build im Mai 2018 wird Microsoft ein SDK veröffentlichen, mit dem Anwendungen für ARM64 unter Windows 10 on ARM kompiliert werden können. Das berichtet der Techblog The Verge(öffnet im neuen Fenster), denen eine entsprechende Bestätigung seitens Redmond vorliegt. Bisher unterstützt Windows 10 on ARM für Snapdragon-Geräte nur 32 Bit, egal ob bei x86-Legacy-Anwendungen oder aktuellen UWP-Apps (Universal Windows Platform).

Mittlerweile sind die ersten Convertibles und Detachables mit Windows 10 on ARM sowie Snapdragon 835 im Handel, wenngleich nicht in Deutschland. Hierzulande sollen nach aktuellem Stand das Nova Go von Asus und das Miix 630 von Lenovo erscheinen, das Envy x2 (12e) von HP hingegen vorerst nicht. Stattdessen beschränkt sich der Hersteller in Europa auf Großbritannien und Nordirland. Alle Geräte werden mit Windows 10 S ausgeliefert und eignen sich ohne das optionale Upgrade auf Windows 10 Home/Pro daher nur für Store-Apps.

Windows 10 on ARM erklärt – Präsentation
Windows 10 on ARM erklärt – Präsentation (13:17)

Ob Microsoft neben dem SDK für ARM64 künftig auch nativ 64 Bit unter Windows 10 on ARM unterstützen wird, bleibt unklar. Die x86-Emulation ist derzeit nur 32-Bit-fähig und recht langsam. Dennoch ruft sie bereits Intel auf den Plan. Mit einer 64-Bit-Emulation würde sich dann wohl auch AMD zu Wort melden. Intel sieht durch die x86-Emulation sein geistiges Eigentum bedroht und hat angekündigt, es verteidigen zu wollen.

Abseits von 64 Bit hat Windows 10 on ARM bisher noch andere Einschränkungen: Die Plattform unterstützt kein OpenGL 1.1 oder Hardware-beschleunigtes OpenGL für Spiele, stattdessen sollen Entwickler auf Microsofts Direct3D 9 oder höher ausweichen.


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