Windows 10: Neues Insider Build enthält viele Fehler

Microsoft verteilt an Fast-Ring-Teilnehmer ein neues Insider Build von Windows 10. Das Build enthält diesmal vergleichsweise viele Fehler. Nicht nur Spieler sollten also abwägen, ob sie es installieren.

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Aktuelles Insider-Build von Windows 10 mit nur einer Neuerung.
Aktuelles Insider-Build von Windows 10 mit nur einer Neuerung. (Bild: Thomas Mukoya/Reuters)

Das neue Build 11102 von Windows 10 erhalten derzeit alle Teilnehmer am Fast Ring des Windows-Insider-Programms. Die aktuelle Version enthält aber nur eine Verbesserung und weist ansonsten eine Reihe von Fehlern auf, die die Nutzung von Windows 10 erheblich einschränken können.

Neue Funktion im Edge-Browser

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Eine neue Funktion gibt es für den Edge-Browser: Mit einem Rechtsklick auf die Vor- oder Zurückpfeile im Browser werden die besuchten Webseiten des jeweiligen Tabs in einem Menü aufgelistet. Das soll das Springen zu einer besuchten Webseite vereinfachen und ist laut Microsoft eine von vielen Testern gewünschte Funktion.

Das aktuelle Build macht beim Einsatz von Computerspielen Probleme: Beim Wechsel in den Vollbildmodus, beim Verändern der Bildschirmauflösung oder beim Programmstart kann es zu Abstürzen des betreffenden Spiels kommen. Davon sind mindestens die Titel The Witcher 3, Fallout 4, Tomb Raider, Assassin's Creed sowie Metal Gear Solid V betroffen. Auch bei einer Reihe anderer Spiele könne es zu Problemen kommen, warnt Microsoft.

Bedienhilfen funktionieren nicht zuverlässig

Weitere Fehlerquellen finden sich in einigen Bedienhilfen. Microsoft nennt die Bildschirmlupe oder die Vorlesefunktion. Wer Anwendungen einsetze, die den Bildschirminhalt vorlesen, sollte das aktuelle Build meiden, rät Microsoft. Generell sollen davon Applikationen betroffen sein, mit denen Windows barrierefrei genutzt werden kann. Die betreffenden Fehler sollten bereits im vorherigen Build enthalten sein, ohne dass bisher darauf hingewiesen wurde. Im kommenden Insider-Build sollen diese Fehler behoben werden.

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Probleme kann es auch beim Anmelden an einem Windows-10-System geben. Nach dem Anmelden erscheine ein Fehlerdialog, der aber mit einem Kniff umgangen werden könne, erklärt Microsoft. Als weiteren Fehler zeigt das Action-Center keinen Verbinden-Knopf mehr, und auch im Zusammenspiel mit drahtlosem Internetzugang können Probleme auftreten. Dann soll es helfen, aktuelle Treiber für die betreffende Komponente zu installieren. Diese muss sich der Anwender auf der Webseite des PC-Herstellers oder des Anbieters der betreffenden Komponente herunterladen und installieren.

Anpassungen an Onecore gehen weiter

Weiterhin hat Microsoft mit dem aktuellen Build Modifikationen und Anpassungen am Windows-10-Kern vorgenommen. Dabei geht es um die Komponente Onecore, die Basis für ein geräteübergreifendes Windows 10 ist. Vor allem Entwickler sind aufgerufen, die aktuelle Version auszutesten und zu überprüfen, ob ihre Applikationen damit ohne Einschränkungen laufen.

Microsoft hat sein Versprechen eingelöst und verteilt für Fast-Ring-Teilnehmer jetzt deutlich häufiger als bisher neue Builds von Windows 10: Das vorherige Insider-Build erhielten Fast-Ring-Teilnehmer vor einer Woche. Anwender sollten sich daher auf mehr Fehler in den Fast-Ring-Versionen einstellen. Wer sich darauf nicht einlassen möchte, sollte in den Slow Ring des Windows-Insider-Programms wechseln. Slow-Ring-Teilnehmer erhalten stabilere Versionen als sie im Fast-Ring verteilt werden.

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