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Windows 10 Mobile: PC zeigt verpasste Anrufe, Karten-App speichert auf SD-Karte

Eine Reihe sinnvoller Verbesserungen führt Microsoft mit der aktuellen Vorabversion von Windows 10 Mobile ein. So können verpasste Anrufe auf dem PC angezeigt werden und in der Karten-App lassen sich Offlinekarten endlich auf der Speicherkarte ablegen.
/ Ingo Pakalski
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Weiterer Insider-Build von Windows 10 Mobile (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Weiterer Insider-Build von Windows 10 Mobile Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Microsoft hat eine neue Vorabversion von Windows 10 Mobile veröffentlicht. Der aktuelle Build 10572 wird an Teilnehmer des Windows-Insider-Programms verteilt, die sich für den Fast Ring angemeldet haben. Allerdings gibt es das Update wieder nur, wenn vorher auf Windows Phone 8.1 zurückgewechselt wird. Mit dem aktuellen Build gibt es aber eine Reihe sinnvoller Verbesserungen und wichtiger Fehlerkorrekturen.

Verpasste Anrufe landen auf dem Windows-PC

Mittels Cortana ist es mit dem aktuellen Build möglich, sich auf dem Windows-10-PC über verpasste Anrufe informieren zu lassen. Dazu müssen das Smartphone und der betreffende PC beim gleichen Cortana-Konto angemeldet sein. Wenn dann die betreffende Option in den Einstellungen des Windows-10-PCs aktiviert ist, gibt es dort eine Benachrichtigung, wenn ein Anruf auf dem Smartphone verpasst wurde.

Der Nutzer kann vom PC aus mit einer SMS darauf antworten, der Versand erfolgt dann über das Smartphone. Damit diese Funktion verwendet werden kann, muss auf dem PC mindestens der Build 10565 von Windows 10 installiert sein, den es auch als ISO-Download gibt.

Da die Funktion in Windows 10 deaktiviert werden kann, ist es möglich, seine Systeme so einzustellen, dass die Benachrichtigung nur auf einem bestimmten PC erscheint. Vom Smartphone aus kann die Funktion auch komplett abgeschaltet werden, wenn generell keine Benachrichtigungen auf dem PC erscheinen sollen.

Offlinekarten lassen sich auf der Speicherkarte ablegen

Eine von vielen Windows-Phone-Nutzern sehnlichst herbeigewünschte Funktion betrifft die Karten-App: Offlinekarten können neuerdings auch auf einer Speicherkarte abgelegt werden, das Kartenmaterial muss sich also nicht länger im Flash-Speicher des Smartphones befinden.

In der Telefon-App können Nutzer jetzt gezielt die Anrufliste nach Namen durchsuchen und Neuerungen gibt es auch in den Speichereinstellungen von Windows 10 Mobile. Anwender können dort festlegen, dass Apps generell auf der Micro-SD-Karte oder auf einem USB-Stick abgelegt werden.

Weiterhin kein direkter Wechsel von anderer Vorabversion möglich

Trotz der sinnvollen Verbesserungen dürfte so mancher davor zurückschrecken, den aktuellen Build auszuprobieren. Denn wie auch schon bei Build 10549 von Windows 10 Mobile ist es weiterhin nicht möglich, von einem anderen Windows-10-Mobile-Build auf die aktuelle Version zu wechseln. Wer also den aktuellen Build ausprobieren möchte, muss erst zu Windows Phone 8.1 zurückkehren, das ist über das Windows Device Recovery Tool(öffnet im neuen Fenster) möglich.

Nächster Insider-Build soll Upgrade wieder möglich machen

Erst danach kann der aktuelle Build über die Windows Insider App(öffnet im neuen Fenster) aufgespielt werden. Diese übernimmt dann den Download und die Installation der Vorabversion. Erst mit dem nächsten Build von Windows 10 Mobile soll es wieder möglich sein, von einer früheren Vorabversion von Windows 10 Mobile auf die dann aktuelle Version zu wechseln, erklärte Microsoft.

Mit dem aktuellen Build wurde eine Reihe lästiger Fehler korrigiert. So soll Cortana nicht mehr übermäßig stark im Hintergrund aktiv sein. Der Fehler trat im vorherigen Build auf und konnte für eine deutlich verringerte Akkulaufzeit sorgen. Endlich behoben wurde der Fehler, dass Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm erst nach einem ersten Entsperren angezeigt wurden. Zudem erscheint eine Alarmbenachrichtigung jetzt korrekt auf dem Sperrbildschirm, bisher fehlte sie ganz.

Fehlerkorrekturen und verbleibende Probleme

Auch das fehlerhafte Anzeigen des Startbildschirms sollte jetzt korrigiert worden sein. Zudem sollen das Infocenter und auch der Startbildschirm generell zügiger reagieren, es wurden entsprechende Optimierungen daran vorgenommen. Probleme beim Download von Apps wurden ebenfalls angegangen und das automatische Ausschalten des Displays bei Telefonaten soll wieder einwandfrei funktionieren.

Dennoch listet Microsoft noch eine Reihe bekannter Probleme auf: So funktioniert die Synchronisation von Visual-Voicemail-Nachrichten nicht immer und Fotos lassen sich nicht an andere Apps weiterleiten. Bei einigen Geräten soll es Probleme beim Start der Telefon-App geben, hier soll ein Reset helfen.

Beim Aufruf der Messaging-App kann diese abstürzen, wenn sie auf einem Smartphone mit zwei SIM-Kartensteckplätzen aufgerufen wird. Der Fehler tritt auch auf, wenn nur eine SIM-Karte aktiv verwendet wird und hat mit der Konfiguration des Startbildschirms zu tun.


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