Windows 10: Microsoft zahlt Entschädigung für nicht gewolltes Upgrade

Für ein nicht gewolltes Upgrade auf Windows 10 zahlt Microsoft einer Kundin eine Entschädigung. Das Unternehmen sieht das allerdings nicht als Schuldeingeständnis, sondern möchte nur unnötige Gerichtskosten vermeiden.

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Microsoft zahlt 10.000 US-Dollar für ungewolltes Upgrade auf Windows 10.
Microsoft zahlt 10.000 US-Dollar für ungewolltes Upgrade auf Windows 10. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Eine Entschädigung von 10.000 US-Dollar erhält eine Microsoft-Kundin für ein nicht gewolltes Upgrade auf Windows 10, berichtet die Seattle Times. In dem Fall geht es um eine Besitzerin eines Reisebüros, deren Windows-PC versucht hat, ein Upgrade auf Windows 10 einzuspielen. Das soll im Sommer 2015 passiert sein und die Reisebürobesitzerin gibt an, dem Upgrade nicht zugestimmt zu haben. Die Installation scheiterte und führte dazu, dass der Windows-Rechner mehrere Tage nicht genutzt werden konnte, so die Angaben der Klägerin.

Microsoft weist Schuldeingeständnis von sich

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Nachdem der Microsoft-Support der Kundin nicht helfen konnte, reichte sie Klage gegen Microsoft ein und fordert Schadensersatz für Verdienstausfälle und einen neuen Computer. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat Microsoft bereits vor einem Monat eingelenkt und zahlt der Kundin eine Entschädigung in Höhe von 10.000 US-Dollar. Microsoft betont allerdings, dass die Zahlung kein Schuldeingeständnis bedeute. Das Unternehmen wolle hohe Kosten eines Gerichtsverfahrens umgehen.

Die Klägerin beteuert vor dem Vorfall nie von Windows 10 gehört zu haben und auch nicht gefragt worden zu sein, ob sie das kostenlose Upgrade auf Windows 10 einspielen wolle. Bevor Microsoft Windows 10 im Sommer 2015 veröffentlicht hatte, konnten sich Interessenten anmelden, dass sie das Gratis-Upgrade gleich nach der Veröffentlichung der neuen Betriebssystemversion erhalten.

Windows 10 wurde zum empfohlenen Upgrade

Anfang dieses Jahres begann Microsoft dann damit Windows 10 als empfohlenes Upgrade zu verteilen - zuvor war es in Microsofts Update-Prozess als optional gekennzeichnet worden. Diese Änderung galt für alle Nutzer von Windows 7 oder 8.1, automatische Updates aktiviert haben und sich für das Upgrade angemeldet haben. Vor allem seitdem gab es immer wieder Vorwürfe, dass Nutzer ungefragt das Upgrade auf Windows 10 erhalten würden.

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Microsoft betont, dass auch damit das Upgrade auf Windows 10 nicht automatisch installiert wurde. Der Anwender müsse zuvor bestätigen, dass der Upgrade-Prozess beginnen könne. Nach einem Upgrade auf Windows 10 erhalten Anwender für 31 Tage die Möglichkeit, auf die ursprüngliche Windows-Installation zurückzukehren.

Microsoft bietet das Upgrade auf Windows 10 noch einen Monat lang kostenlos an, wenn auf dem betreffenden Computer Windows 7 oder Windows 8.1 läuft. Am 29. Juli 2016 beendet Microsoft das Angebot, kostenlos auf Windows 10 zu wechseln. Nach diesem Stichtag muss für eine Windows-10-Lizenz gezahlt werden.

Nachtrag vom 29. Juni 2016

Auch berichtet mittlerweile über den Fall und bestätigt die Angaben der Seattle Times. Der Bericht nennt weitere Details dazu, wie es zur Klage gekommen war.

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