Windows 10: Microsoft unterstützt HEIF-Bildformat

Aktuelle Insider Builds von Windows 10 für Redstone 4 ( Build 17123(öffnet im neuen Fenster) ) und Redstone 5 ( Build 17623(öffnet im neuen Fenster) ) liefern die Unterstützung für das Bild-Dateiformat High Efficiency Image File Format (HEIF) aus. Das betrifft Basisschnittstellen ebenso wie die Fotos App in Windows 10. Redstone 4 ist der Codename für das kommende Spring Creators Update, das als Windows 10 Version 1803 wohl schon in wenigen Wochen als stabile Version verfügbar sein dürfte. Bisher war HEIF nur über Umwege in Windows 10 einsetzbar.
HEIF ist ein Container-Format, das Einzelbilder oder Bildsequenzen enthalten kann, die üblicherweise mit dem neuen HEVC alias H.265 kodiert wurden. Das Format stammt vom MPEG-Konsortium, das auch für HEVC verantwortlich ist, und soll deutlich besser komprimieren als das bisher genutzte JPEG-Format.
Genutzt wird HEIF bereits seit vergangenem Jahr in Apples iOS 11 sowie macOS 10.13 alias High Sierra . Auch Google hat erst vor etwa zwei Wochen angekündigt, das Format in der kommenden Version Android P nativ zu unterstützen. Das von FFmpeg-Projektgründer Fabrice Bellard als JPEG-Ersatz initiierte Bildformat Better Portable Graphics (BPG), das ebenfalls auf HEVC basiert, wird längst nicht mehr aktiv entwickelt und sollte mit der breiten Unterstützung von HEIF durch die großen Betriebssystemhersteller nun endgültig als gescheitertes Projekt gelten.
Nutzer, die HEIF in Windows verwenden wollen, müssen zusätzlich zu den Insider-Builds auch eine Vorschau-Version der Fotos App installieren. Die Anwendung kann dann nicht nur die Bilder selbst anzeigen, sondern weist auch Nutzer auf die Installation der Medienabhängigkeiten für HEIF und HEVC über den Windows Store hin. Externe Anwendungen, die auf die Windows-Schnittstellen WIC, WinRT Imaging APIs oder the XAML Image control zugreifen, können dank der HEIF-Unterstützung in Windows 10 das Format ebenfalls anzeigen.