Windows 10: Microsoft killt Adobe Flash per Auto-Update

Das Ende kommt leise und automatisch: Das KB4577586-Update entfernt Adobe Flash auf vielen Windows-Systemen von ganz alleine.

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Das automatische Ende von Adobe Flash
Das automatische Ende von Adobe Flash (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Microsoft hat begonnen, den Adobe Flash Player per Windows-Update von Systemen mit diesem Betriebssystem zu entfernen. Das KB4577586-Update wird bereits seit dem 27. Oktober 2020 einzeln angeboten, seit dem 17. Februar 2021 wird es automatisch per Windows-Update für Windows 10/8.1 und Windows Server 2016/2012 verteilt.

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Adobe hatte die Unterstützung für den Flash Player am 31. Dezember 2020 eingestellt, seit dem 12. Januar 2021 wird das Ausführen von Flash-Inhalten vollständig geblockt. In Folge hatte Microsoft den Support für Adobe Flash im Edge-Browser beendet, Google hatte ihn im Januar 2021 bei Chrome v88 entfernt.

Seitens Adobe wurde der Schritt mit offenen Standards wie HTML5, WebGL und Webassembly begründet: Diese seien im Laufe der Jahre kontinuierlich gereift und dienen als praktikable Alternativen für Flash-Inhalte. In Sicherheitskreisen war der Flash Player schon vor Jahren als Sicherheitslückenschleuder in Verruf geraten, entsprechend war das Lebensende von Flash wohlwollend aufgenommen worden.

Züge bleiben stehen und Steuererklärungen liegen

Wie sehr sich teilweise noch immer auf den Flash Player gestützt wird, zeigen diverse Ausfälle und Workarounds in den vergangenen Wochen: In Dalian in der nordostchinesischen Provinz Liaoning war die Bahngesellschaft China Railway Shenyang Group nicht imstande, rund 20 Stunden lang ihre Züge einzusetzen. Die Lösung am Ende war, eine alte Flash-Version zu installieren, in der das Enddatum am 12. Januar 2021 nicht hinterlegt war.

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Einen Schritt weiter ging die die Steuerbehörde South African Revenue Service (SARS), die kurzerhand einen eigenen Browser herausgebracht hat, der weiterhin Flash unterstützt. Damit kann ausschließlich die Webseite für die Steuererklärung aufgerufen werden, um dort die entsprechenden Formulare auszufüllen. Nach einer Kurzanalyse der Binary scheint es sich beim SARS-Browser um einen Chromium-Fork, der Open-Source-Basis von Googles Chrome, zu handeln.

Ursprünglich hatte Adobe schon im Juli 2017 angekündigt, Flash einstellen zu wollen - es war also genug Zeit für einen Umstieg auf beispielsweise HTML5.

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