Abo
  • Services:

Windows 10: Microsoft gibt Enterprise-Version frei

Kunden mit Volumenlizenzen können nun Windows 10 Enterprise nutzen. Außerdem gibt es eine 90-Tage-Testversion. Die Enterprise-Version bietet zudem Neuerungen wie Device Guard, mit denen die Auswirkungen von Zero-Day-Exploits minimiert werden sollen.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows 10 ist nun auch für den Unternehmenseinsatz freigegeben worden.
Windows 10 ist nun auch für den Unternehmenseinsatz freigegeben worden. (Bild: Microsoft)

Mit dem heutigen 1. August 2015 gibt Microsoft sowohl die Enterprise- als auch die Education-Variante für seine Kunden mit Volumenlizenzvertrag frei. Die Firmenversion eignet sich für Firmen mit vielen Mitarbeitern. Microsoft unterteilt dies in kleine Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und große sowie mittlere Unternehmen ab 250 Mitarbeiter. Volumenlizenzen werden aber auch schon ab 5 Lizenzen angeboten.

Stellenmarkt
  1. Hannoversche Informations­technologien AöR, Hannover
  2. VMT GmbH, Bruchsal

Die Enterprise-Variante bietet genauso wie die Education-Variante von Windows 10 ein paar Funktionen, die für den unternehmerischen Einsatz von Vorteil sind. Für besonders kritische Systeme gibt es beispielsweise die LTSB-Version. LTSB steht für Long Term Servicing Branch. Diese Version beinhaltet beispielsweise nicht den Microsoft-Edge-Browser und wird als besonders stabile Plattform nur über Sicherheitsupdates erweitert. Neue Funktionen sind für den gesamten Support-Zeitraum von zehn Jahren nicht geplant. Die reguläre Enterprise-Version hingegen wird von Microsoft auch funktionsseitig regelmäßig aktualisiert. Das soll sich über das noch zu veröffentlichende Windows-Update for Business, WSUS und integrierte Werkzeuge zumindest verzögern lassen.

Bereits seit Windows 7 gibt es die Funktionen Branchcache und Applocker. Branchcache ermöglicht Anwendern, die fern des Hauptbüros und nur mit einer WAN-Anbindung ausgestattet sind, trotzdem den Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten, die zwischengespeichert werden. Applocker soll vor allem unautorisierte Nutzung von Software auf Unternehmensrechnern verhindern - sei es unlizenzierte, unerwünschte oder auch schädliche Software.

DirectAccess ist ebenfalls eine Funktion, die über die Firmenversion genutzt werden kann, und Anwendern einen direkten Zugang auf Unternehmensressourcen bietet, ohne dass eine VPN-Verbindung aufgebaut werden muss. Mit dem Windows to Go Creator gibt es zudem die Möglichkeit, eine startfähige Windows-10-Installation auf einem USB-Stick oder einem vergleichbaren Speichermedium unterzubringen. Für sehr spezielle Fälle ist die sogenannte granuläre UX-Kontrolle gedacht. Sie bietet sich etwa für Kiosk-Systeme an.

Mehr Schutz vor unbekanntem Schadcode durch Device Guard

Eine weitere Funktion ist Device Guard. Diese mit Windows 10 eingeführte Sicherheitsoption funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen. Virtualisierungstechniken müssen auf den Rechnern aktiv sein, es braucht ein TPM 2.0 und UEFI muss mindestens in der Version 2.3.1 auf dem Mainboard vorliegen. Mit Device Guard lässt sich ein Gerät noch stärker gegen das Ausführen von nicht vertrauenswürdigem Code absichern. Selbst wenn ein Angreifer den Windows-Kernel erobert, soll es ihm sehr schwer gemacht werden, seinen Schadcode nach einem Rechnerneustart wieder zu starten. Jede einzelne Anwendung muss für Device Guard signiert werden. Vor allem Zero-Day-Angriffe sollen an Device Guard scheitern.

Die Enterprise-Version gleicht überwiegend der Education-Version, wie sich aus der Vergleichstabelle von Microsoft entnehmen lässt.

Windows 10 Enterprise kann schon seit einigen Tagen per MSDN- oder Technet-Zugang heruntergeladen werden. Auf seiner Test-Webseite bietet Microsoft die 90-Tage-Evaluation an. Dort kann entweder die reguläre Enterprise-Version oder die LTSB-Variante heruntergeladen werden.

Enterprise-Lizenzen lassen sich nur als Volumenlizenz erwerben. Für interessierte Privatanwender eignet sich dieser Lizenztyp daher nicht. Wer bereits Kunde mit einer Volumenlizenz ist, sollte ab heute auch im Volume Licensing Service Center die aktuellen Windows-Versionen herunterladen können.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€

deinkeks 03. Aug 2015

Wieso, das Teil ist doch sinnvoll und nicht alle sind nur Freizeit Admins, insofern ist...

deinkeks 03. Aug 2015

Wenn du eines erstellst, bestimmt. :)

deinkeks 03. Aug 2015

Vielleicht hier Link: https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?displaylang...

plutoniumsulfat 01. Aug 2015

Die Upgradeinstallation klappt mWn nur im laufenden Betrieb.


Folgen Sie uns
       


Alt gegen neu - Model M im Test

Das US-Unternehmen Unicomp bietet Tastaturen mit Buckling-Spring-Schalter an - so wie sie einst bei IBMs Model-M-Modellen verwendet wurden. Die Kunststoffteile sind zwar nicht so hochwertig wie die des Originals, die neuen Model Ms sind aber dennoch sehr gute Tastaturen.

Alt gegen neu - Model M im Test Video aufrufen
Urheberrrecht: Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
Urheberrrecht
Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Trotz aller Proteste: Der Rechtsausschuss des Europaparlaments votiert für ein Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Nun könnte das Plenum sich noch dagegenstellen.

  1. Leistungsschutzrecht Nur Einschränkungen oder auch Chancen?
  2. Vor Abstimmung 100 EU-Abgeordnete lehnen Leistungsschutzrecht ab
  3. Urheberrecht EU-Staaten für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Business-Festival: Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden
Business-Festival
Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden

Cebit 2018 Zur ersten neuen Cebit sind deutlich weniger Besucher als im Vorjahr gekommen. Dennoch feiern Messe AG, Bitkom und Aussteller den Relaunch der Veranstaltung als Erfolg. Die Cebit 2019 wird erneut etwas verlegt.

  1. Festival statt Technikmesse "Die neue Cebit ist ein Proof of Concept"

Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
Kreuzschifffahrt
Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
Von Werner Pluta

  1. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  2. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
  3. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren

    •  /