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Windows 10: Microsoft demonstriert Android- und iOS-Apps unter Windows

Build 2015
Microsoft will mehr Apps. Dazu arbeitet das Unternehmen an Techniken, um Android- und Objective-C-Apps für iOS schnell auf die Windows-Plattform zu bringen. Zudem werden Win32-Anwendungen über die Windows-Plattform im Store landen.
/ Andreas Sebayang
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Objective-C wird in Visual Studio unterstützt, um iOS-Apps auf Windows 10 zu portieren. (Bild: Microsoft)
Objective-C wird in Visual Studio unterstützt, um iOS-Apps auf Windows 10 zu portieren. Bild: Microsoft

Die Umsetzung von existierenden Apps von Android und iOS auf die Windows-Plattform wird einfacher. Microsoft plant, über seine Entwicklungsumgebung Apps aus den konkurrierenden Betriebssystemwelten leichter auf die eigene Plattform überführen zu können.

Android-Apps werden über einen sogenannten Windows Security Container unter Windows Phone ausgeführt. Details zur Funktion will Microsoft erst am nächsten Tag der Build Conference nennen. In einer Demonstration zeigte das Unternehmen aber bereits, dass Microsoft sich bemüht, die Anwendungen möglichst nativ erscheinen zu lassen. Microsoft wird versuchen, sowohl das Navigationsmodell als auch die Bedienung über die virtuelle Tastatur automatisch so anzupassen, dass sich eine Android-App nicht wie eine Android-App anfühlt. Offenbar wird der existierende Android-Code von den Entwicklern einfach rekompiliert.

iOS Apps in Obj-C mit Visual Studio für Windows 10
iOS Apps in Obj-C mit Visual Studio für Windows 10 (02:54)

Das ist zumindest bei der Anpassung von iOS-Anwendungen so. Mit Visual Studio können XCode-Projekte übernommen werden. Mit nur wenigen Code-Anpassungen - so verspricht es Microsoft - lassen sich iOS-Anwendungen neu für Windows 10 kompilieren, obwohl es Objective-C-Code ist.

Microsoft braucht viele kleine Apps, um den App-Katalog zu füllen. Der Ansatz, einfach alte Entwicklungen für andere Betriebssysteme als neues Kompilat zu erstellen, dürfte helfen, vor allem kleine, praktische Apps in die Windows-Welt zu bringen. Apps, bei denen die iOS- oder Android-Entwickler weder die Ressourcen noch die Zeit hatten, sich mit Windows zu beschäftigen.

Ebenfalls angekündigt wurde eine erweiterte Unterstützung ganz normaler Win32- oder .NET-Anwendungen. Als Beispiel wurde Adobes Photoshop Elements genannt. Das Programm wird in Zukunft auch über die Universal-App-Plattform, sprich den Windows Store, vertrieben. Das wird aber vermutlich nicht bedeuten, dass die Anwender Photoshop Elements auf einem Windows-Smartphone einsetzen können. Dafür wird weiterhin eine spezielle Anwendung benötigt.


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