Neue Nutzungsbedingungen: Microsoft darf unautorisierte Hardware blockieren

Microsoft hat die Nutzungsbedingungen für mehrere eigene Dienste überarbeitet. Microsoft lässt sich neuerdings genehmigen, gegen kopierte Computerspiele und gegen unautorisiertes Zubehör vorzugehen. Ob es dazu kommen wird, ist ungewiss.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft mit neuem Nutzungsvertrag
Microsoft mit neuem Nutzungsvertrag (Bild: David Ramos/Getty Images)

Microsoft hat Anfang des Monats seine Nutzungsbedingungen respektive seinen Servicevertrag für mehrere Dienste überarbeitet. Diese Nutzungsbedingungen gelten unter anderem für ein Microsoft-Konto, das etwa für die Nutzung von Windows 10 verwendet wird. Zwar lässt sich Windows 10 auch ohne Microsoft-Konto verwenden, einige Funktionen stehen dann aber nicht zur Verfügung. Daher ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Windows-10-Anwender das Betriebssystem im Zusammenspiel mit einem Microsoft-Konto verwendet.

Neue Nutzungsbedingungen

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In den neuen Nutzungsbedingungen sorgt vor allem die Passage 7b für Aufsehen. Denn darin gesteht sich Microsoft das Recht zu, "gefälschte Spiele" zu blockieren. Außerdem könne die "Nutzung unerlaubter Hardware-Peripheriegeräte" verhindert werden. Bemerkt wurde das zunächst durch die Webseite Myce.com, Golem.de kann die Angaben bestätigen.

Allerdings ist derzeit vollkommen unklar, ob Microsoft davon in der Zukunft Gebrauch machen wird. Falls ja, könnte der Einsatz kopierter Windows-Spiele damit erschwert werden. Mit welchen technischen Mitteln Microsoft nichtlegale Spielelizenzen ausfindig machen will, ist nicht bekannt. Auch ist unklar, wie der Zugriff auf das Spiel verhindert wird.

Will Microsoft unautorisierte Xbox-Spielecontroller verhindern?

Das gilt auch für die Identifizierung von nichtautorisierter Hardware. Wie die Nutzung solcher Hardware verhindert werden soll, ist nicht bekannt. Derzeit ist auch unklar, welches Zubehör Microsoft hier im Visier hat. Möglicherweise will Microsoft den Einsatz nichtlizenzierter Spielecontroller an den Microsoft-Spielekonsolen der Xbox-Modellreihen unterbinden. Denn die Nutzungsbedingungen gelten auch für Microsofts Dienst Xbox Live, aber auch eine Reihe weiterer Dienste wie Skype, Office 365, Bing, Karten und Onedrive.

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Bislang hat Microsoft auf Rückfragen nicht reagiert, so dass derzeit nur spekuliert werden kann, wie sich die neuen Nutzungsbedingungen in der Realität auswirken.

Nachtrag vom 17. August 2015, 15:38 Uhr

Über Twitter hat Boris Schneider-Johne, seines Zeichens Produktmanager für Windows 10 bei Microsoft Deutschland, erklärt, die Passage würde schon lange in den Nutzungsbedingungen vorhanden sein und vor allem für die Nutzung von Xbox live gelten. Derzeit lässt sich nicht klären, wie das Blog Myce.com darauf kam, dass die Passage neu sei. Schneider-Johne räumte allerdings ein, dass es problematisch sei, dass es die gleichen Nutzungsbedingungen für alle Microsoft-Produkte gebe. Somit kann die genannte Passage demnach auch für Systeme mit Windows 10 angewendet werden.

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scheuerseife 11. Nov 2015

Alles Klar! Schon in der Einleitung war Heise zu hörren, das sagt einfach schon alles...

Anonymer Nutzer 19. Aug 2015

Auja!!! *g* Dieses ätzende Cortana, Microsoft Cloud, Xbox Dienste usw. alles raus! :D

Drizzt 19. Aug 2015

Wenn man mal ganz unten auf der verlinkten Seite gucken würde (https://www.microsoft.com...

Kondom 19. Aug 2015

Danke für den Tip! Das mit der Virtualbox werde ich mir mal anschauen.



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