Abo
  • Services:

Windows 10 IoT Core angetestet: Windows auf dem Raspberry Pi 2

Microsoft hat Windows auf das Raspberry Pi 2 gebracht. Linux-Fans müssen sich allerdings keine Sorgen machen. Denn Microsoft hat alles getan, um den typischen Pi-Nutzer abzuschrecken, wie unser erster Test zeigt.

Artikel von veröffentlicht am
Windows-10-Übersichtsbildschirm auf dem Raspberry Pi 2
Windows-10-Übersichtsbildschirm auf dem Raspberry Pi 2 (Bild: Microsoft)

Nachtrag vom 14. August 2015, 10:00 Uhr

Mittlerweile haben wir die finale Version von Windows 10 IoT auf dem Raspberry Pi getestet: Windows 10 IoT ausprobiert: Finales Windows auf dem Raspberry Pi 2

Inhalt:
  1. Windows 10 IoT Core angetestet: Windows auf dem Raspberry Pi 2
  2. Arbeiten auf dem Gerät ist nicht vorgesehen
  3. Fernprogrammierung wird einfach gemacht
  4. Fazit

Microsofts erster Versuch, bei Bastelrechnern Fuß zu fassen, ist gut ein halbes Jahr her, die Resonanz hielt sich in Grenzen. Mit dem auf der Entwicklerkonferenz Build 2015 vorgestellten Windows 10 IoT Core wagt das Unternehmen einen neuen Anlauf: Die neue Betriebssystem-Variante unterstützt sowohl das ARM-basierte Raspberry Pi 2 als auch das Intel-Atom-basierte Minnowboard Max. Wir haben uns angeschaut, wie Windows auf dem Raspberry Pi funktioniert und ob es eine Konkurrenz zu den etablierten Linux-Distributionen ist.

  • Übersichtsbildschirm von Windows 10 IoT auf dem Raspberry Pi 2 (Abbildung: Microsoft)
  • Die Weboberfläche: Apps verwalten (Abbildung: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Weboberfläche: die aktuell laufenden Anwendungen und Dienste (Abbildung: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Weboberfläche: ein simpler Gerätemanager (Abbildung: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Weboberfläche: die Leistungsübersicht (Abbildung: Alexander Merz/Golem.de)
Übersichtsbildschirm von Windows 10 IoT auf dem Raspberry Pi 2 (Abbildung: Microsoft)

Die Installation ist aufwendig

Der erste Schritt, um Windows auf das Raspberry Pi zu bekommen, ist noch einfach: Ein Zip-Archiv muss heruntergeladen und entpackt werden. Darin befindet sich die Image-Datei, die auf eine Micro-SD-Karte geschrieben werden muss.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um das übliche img-Abbild. Stattdessen befindet sich das Abbild in einem FFU-Container. Das ist ein Format, um "abgepackte" Windows-Installationen zu konfigurieren und weiterzugeben. Folglich reicht zur Übertragung des Images auch nicht das übliche dd-Kommando oder eines der einschlägigen GUI-Werkzeuge. Stattdessen ist das Kommandozeilenwerkzeug dism erforderlich. Notwendig ist die aktuelle Betriebssysstem-Version Windows 10, die es bislang nur als Preview gibt. Der Grund ist, dass dism in aktuellen Windows-8-Versionen überhaupt keine SD-Karten beschreiben kann.

Stellenmarkt
  1. ODU GmbH & Co. KG. Otto Dunkel GmbH, Mühldorf am Inn
  2. L. Stroetmann Großmärkte I GmbH & Co. KG, Münster

Allerdings gibt es einen Weg, auch unter Windows 8.1 das dism-Werkzeug von Windows 10 zu benutzen. Es ist im Windows ADK für Windows 10 enthalten. Das lässt sich auch unter Windows 8.1 installieren. Die Installation umfasst aber einige Gigabyte, sie dauert entsprechend lang. Es gilt auch zu beachten, dass dann das richtige dism-Programm ausgeführt wird. Bei uns fand es sich im Pfad "c:\Program Files (x86)\Windows\Kits\10\Assessment and Deployment Kit\Deployment Tools\x86\Dism\".

Bekanntes Windows-Logo begrüßt uns

Nachdem wir schließlich das Image erfolgreich aufgespielt haben, werfen wir das Raspberry Pi an. Der erste Bootvorgang dauert noch länger, da noch einige Basiskonfigurationen vorgenommen werden. Auf dem Bildschirm deutet dabei nichts auf eine spezielle Windows-Variante hin - das aktuelle Windows-Logo ist zu sehen. Selbst bei den nachfolgenden, normalen Bootvorgängen sehen wir es länger, als uns lieb ist: Gut eineinhalb Minuten benötigt das System dann zum Starten.

Schließlich begrüßt uns ein Übersichtsbildschirm - kein Kachel-Startmenü oder gar ein Desktop. Der Bildschirm liefert uns die IP-Adresse des Raspberry Pi im Netzwerk wie auch den Gerätenamen. Ein Blick auf unser Strommessgerät zeigt uns, dass Windows in diesem Zustand auf dem Raspberry Pi nicht mehr Strom benötigt als Linux.

Arbeiten auf dem Gerät ist nicht vorgesehen 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-55%) 17,99€
  2. 23,95€
  3. 49,95€
  4. (-66%) 6,80€

fabian_huesser 26. Aug 2015

Ja genau, Rückschritt, weil kein SSH. Vielleicht mal schnell nachlesen, was Powershell...

ulink 14. Aug 2015

Das kostet mich nicht mal ein muedes Laecheln. Ein aktuelles Arch Linux MIT Xfce-Desktop...

Anonymer Nutzer 06. Jul 2015

Hä?[1][2] [1] https://msdn.microsoft.com/de-de/library/hh825265.aspx [2] https://msdn...

IT-pr0fi 18. Mai 2015

Ich bilde mir meine Ahnung, im Gegensatz zu Ihnen!

Wimmmmmmmmy 07. Mai 2015

Soll sogar noch NT4 geben. Aber hab ich Ewigkeiten nicht mehr gesehen.


Folgen Sie uns
       


Red Dead Redemption 2 - Golem.de live

Wir reden gemeinsam mit unserer Community über das große Spiel 2018, Red Dead Redemption 2, nach dem Test.

Red Dead Redemption 2 - Golem.de live Video aufrufen
Agilität: Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
Agilität
Wenn alle bestimmen, wo es langgeht

Agiles Arbeiten ist, als ob viele Menschen gemeinsam ein Auto fahren. Aber wie soll das gehen und endet das nicht im Riesenchaos?
Von Marvin Engel

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Remote Code Execution: Die löchrige Webseite des TÜV Süd
Remote Code Execution
Die löchrige Webseite des TÜV Süd

Der TÜV Süd vergibt Siegel für sichere Webseiten - und tut sich gleichzeitig enorm schwer damit, seine eigene Webseite abzusichern. Jetzt fand sich dort sogar eine Remote-Code-Execution-Lücke, die der TÜV erst im zweiten Anlauf behoben hat.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. Websicherheit Onlineshops mit nutzlosem TÜV-Siegel

Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

    •  /