Fernprogrammierung wird einfach gemacht

Windows 10 IoT Core bringt keine Werkzeuge mit, um auf dem Raspberry selbst zu programmieren, weder Editor noch Compiler. Stattdessen arbeitet der Programmierer auf einem Host-Rechner und überträgt die fertig kompilierten Programme auf das Raspberry.

Für die Programmierung des Raspberry Pi ist deshalb die aktuelle RC-Version von Visual Studio 15 unumgänglich. Um diese Visual-Studio-Version mit dem Raspberry Pi zu nutzen, reicht Windows 8.1., auch wenn die Dokumentation zuweilen einen anderen Eindruck erweckt. Auch ist nur die kostenlose Community-Edition erforderlich. Weitere Aktionen auf dem Raspberry Pi sind nicht notwendig.

Microsoft stellt bislang für das Raspberry Pi Code-Beispiele in C#, Python und Javascript vor. Bei Javascript hat der Programmierer die Wahl, ob er dabei auf die Windows-eigene Javascript-Engine aufsetzen oder serverbasierte Node.js-Anwendungen umsetzen will. In letzterem Fall hat der Programmierer aber trotzdem vollen Zugriff auf die verfügbare WinRT-API. Je nach Programmiersprache ist allerdings die Installation zusätzlicher Module für Visual Studio notwendig.

Mit Ausnahme von Node.js-Anwendungen handelt es sich bei den Apps für das Raspberry Pi um Universal-Apps. Sie sollten der Theorie nach also später auch auf anderen Rechnern laufen können, umgekehrt sollten Windows-10-Apps damit auch ohne Unterschied auf dem Pi laufen. Inwieweit das sinnvoll ist, sei dem Nutzer zur Entscheidung überlassen.

Direkt die GPIO-Pins ansprechen

Als Folge muss der Programmierer auch keine spezifischen Eigenheiten des Raspberry Pi berücksichtigen. Die einzige Ausnahme ist natürlich die Verwendung spezifischer GPIO-Pins im Quellcode. Während Microsoft beim Windows für den Intel Galileo noch versuchte, die für die GPIO-Funktionen zuständige API Windows.Devices.GPIO durch eine Arduino-Kompatibilitätsschicht zu kapseln, findet sich in den neuen Beispielen nichts davon. Über Windows.Devices.I2C und Windows.Devices.SPI können auch die Bussysteme des Raspberry Pi genutzt werden.

Auch wenn der Begriff Universal-App nach Klicki-Bunti klingt - es kann sich dabei auch um Hintergrundanwendungen ohne GUI handeln. Durch eine entsprechende Konfiguration kann das Raspberry Pi auch ganz ohne Grafikausgabe betrieben werden.

Per Mausklick wird die App übers Netzwerk auf das Raspberry Pi übertragen und gestartet. Visual Studio kümmert sich dabei auch um mögliche Abhängigkeiten und installiert sie automatisch. Auch das Debuggen mit Visual Studio erfolgt unkompliziert und erfordert keine zusätzlichen Handgriffe. Negativ ist nur zu vermerken, dass Visual Studio unseren Raspberry Pi bei der Installation von selbst geschriebenen Programmen zuweilen nicht erreichen konnte, obwohl der gleichzeitige Zugriff über die Weboberfläche funktionierte. Woran das lag, konnten wir bislang nicht herausfinden.

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 Arbeiten auf dem Gerät ist nicht vorgesehenFazit 
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fabian_huesser 26. Aug 2015

Ja genau, Rückschritt, weil kein SSH. Vielleicht mal schnell nachlesen, was Powershell...

ulink 14. Aug 2015

Das kostet mich nicht mal ein muedes Laecheln. Ein aktuelles Arch Linux MIT Xfce-Desktop...

Anonymer Nutzer 06. Jul 2015

Hä?[1][2] [1] https://msdn.microsoft.com/de-de/library/hh825265.aspx [2] https://msdn...

IT-pr0fi 18. Mai 2015

Ich bilde mir meine Ahnung, im Gegensatz zu Ihnen!



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