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Windows-10-Übersichtsbildschirm auf dem Raspberry Pi 2
Windows-10-Übersichtsbildschirm auf dem Raspberry Pi 2 (Bild: Microsoft)

Arbeiten ohne Desktop

Doch die Arbeit mit der GUI soll bei Windows 10 IoT gar nicht unbedingt im Vordergrund stehen. Deshalb bot bereits die Vorabversion den Zugriff auf das Raspberry Pi über die Powershell, FTP und über ein Web-Interface. In der finalen Version kommt noch SSH hinzu. Wobei wir uns beim ersten Zugriff gar nicht sicher waren, ob das tatsächlich stimmte. Es dauert selbst im lokalen Netz mehr als 20 Sekunden, bis wir nach den Login-Daten gefragt werden.

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Sobald wir aber erst einmal eingeloggt waren, konnten wir die Kommandozeile ohne Probleme nutzen. So konfigurierten wir schließlich auch die Uhrzeit auf dem Raspberry Pi:

C:\>tzutil /s "W. Europe Standard Time"
C:\>time [Stunde]:[Minute]

Mit diesen beiden Aufrufen wird die Zeitzone auf Deutschland eingestellt und die Uhrzeit gesetzt. Die Zeitzone wird gespeichert und bei Neustarts die korrekte Uhrzeit per NTP abgerufen.

Die Zugriffssicherheit ist ausbaufähig

So praktisch diese vielfältigen Wege sind, so offen ist damit auch das Raspberry Pi für einen Zugriff von außen. Erfordern der Zugriff auf die Powershell, SSH und das Web-Interface wenigstens noch das Administrator-Passwort, ist der FTP-Zugang weiterhin auch anonym möglich. Dienste wenigstens zu deaktivieren oder sogar Benutzerkonten mit Passwörtern zu verwalten, ist weder per Web-Interface noch per GUI auf dem Gerät selbst möglich. Das funktioniert nur per Powershell, leider verzichtet Microsoft aber in seinen Tutorials bislang darauf, auf die Thematik tiefer einzugehen. Nur die Änderung des Administrator-Passworts wird eher nebenbei angesprochen.

Auch ob und wie der direkte Zugriff auf das Gerät durch einen expliziten Login-Bildschirm unterbunden werden kann, dokumentiert Microsoft nirgends.

Ein bisschen nach Hause telefonieren

Es dauerte nur wenige Tage nach dem Erscheinen der Desktopversionen von Windows 10, bis die Kritik aufkam, es würde zu häufig "nach Hause telefonieren". Das war Anlass für uns, bei unseren Tests den Datenverkehr des Raspberry Pi mit Hilfe von Wireshark gelegentlich mitzuloggen und den Netzwerkverkehr ein wenig im Auge zu behalten.

Auffälligkeiten gab es bis auf eine Ausnahme nicht: Beim Start findet eine kurze Übertragung per SSL an den Server vortex-win.data.microsoft.com statt - deren SSL-Zertifikat von Firefox und Opera übrigens als unsicher eingestuft wird, denn das Root-Zertifikat von Microsoft selbst sei nicht vertrauenswürdig. Da die Übertragung verschlüsselt erfolgt, ist unklar, was übertragen wird. Laut Microsoft werden die Daten im Rahmen des Customer Experience Improvement Program übertragen. Da für Windows 10 IoT keine Registrierung oder ein Lizenzschlüssel notwendig ist, wird eine gewisse Anonymität gewahrt.

Nichtsdestotrotz, laut dem entsprechenden Supportdokument soll die Teilnahme freiwillig sein, eine Opt-Out-Funktion suchen wir aber in Windows 10 IoT vergeblich.

 Mehr Übersicht nach dem StartProgrammieren mit Windows 10 IoT 

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WhyLee 27. Aug 2015

aber man muß es ja nicht installieren.

P1r4nh4 27. Aug 2015

Nur um das mal ein bisschen klar zu stellen. Pagefiles haben recht wenig mit swappen...

Noppen 19. Aug 2015

Tatsächlich war es bislang kein Problem, direkt auf dem Pi (1!) zu entwickeln. Unter...

fuzzy 16. Aug 2015

Wenn man jetzt Darling noch irgendwo installiert bekäme. D: Schade, dass so ein...

am (golem.de) 16. Aug 2015

Windows 10 IoT gibt es auch für das Minnowboard Max, das auf einem Intel-Atom basiert. Im...



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