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Mehr Übersicht nach dem Start

Nachdem die Micro-SD-Karte mit Windows präpariert wurde und eine USB-Maus sowie das Ethernetkabel eingesteckt wurden, starten wir das Raspberry Pi. Der Bootvorgang ist kürzer geworden - es dauert trotzdem noch gut eine Minute, bis der Übersichtsbildschirm mit der Geräteinfo erscheint. Zeigte der Bildschirm in der Vorabversion nur den Rechnernamen und die IP-Adresse, werden jetzt auch die angeschlossenen und erkannten USB-Geräte angezeigt.

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Eine zweite auffällige Änderung ist die Menüleiste am oberen Rand. Auf der linken Seite befinden sich zwei Karteireiter: einer für die gerade dargestellte Geräteinfo-Seite selbst und einer für eine Seite mit - etwas übertrieben bezeichnet - Lernprogrammen. Rechts sitzen die Icons für die Gerätekonfiguration und der Knopf zum Neustart beziehungsweise zum Herunterfahren des Raspberry Pi.

Nur wenig zu konfigurieren

Die Seite zur Gerätekonfiguration hat sich in der finalen Version deutlich verändert, nicht unbedingt zum Positiven. Wo in der Vorabversion noch die Zeitzone ausgewählt werden konnte, können wir jetzt nur die Sprache der Oberfläche einstellen. Die Umstellung auf Deutsch führt tatsächlich zur durchgängigen Verwendung deutscher Texte in der Oberfläche. Allerdings müssen wir vorerst weiterhin mit einer falschen Zeitzone und damit falschen Zeitangabe leben. Weiterhin kann in der Gerätekonfiguration auch der WLAN-Zugriff konfiguriert werden. Da aber unser spontan eingesteckter USB-WLAN-Dongle nicht erkannt wird, bleiben uns die Einstellungen verwehrt.

  • Der Übersichtsbildschirm vermittelt Basis-Infos. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Sehr viel zu konfigurieren gibt es nicht. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Lernprogramm-Sektion ist noch ausbaufähig. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Administration und Programmierung erfolgt über einen Host-Rechner. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das Web-Interface erlaubt recht gute Einblicke in das System, ... (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • ... inklusive Performance-Übersicht. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
  • USB-Kameras werden unterstützt, ein Programm zu deren Nutzung muss aber selbst geschrieben werden. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)
Sehr viel zu konfigurieren gibt es nicht. (Screenshot: Alexander Merz/Golem.de)

Zurück auf der Geräteinfo-Seite prüfen wir, ob andere USB-Geräte funktionieren. Diverse Mäuse inklusive vertikalem Scrollrad und Tastaturen von Logitech und Microsoft sind sofort funktionsfähig, mit Ausnahme von Spezialtasten. Ein No-Name-Bluetooth-Dongle wird ebenfalls erkannt. Das gilt auch für eine USB-Webcam von Microsoft mit integriertem Mikrofon.

Leider wird nirgends ausreichend dokumentiert, welche USB-Geräte beziehungsweise USB-Chips von Haus aus unterstützt werden. Bezüglich WLAN wird laut Anleitung für das Raspberry Pi 2 derzeit nur der offizielle WLAN-Dongle unterstützt. Die Angaben zu weiteren USB-Geräten in den Release Notes sind wenig nützlich, denn das Dokument scheint sich noch auf die letzte Vorabversion vom Juni 2015 zu beziehen. Die darin enthaltenen Links sind mittlerweile tot.

Scrollen ohne Ruckeln, dafür Warten an anderer Stelle

Schließlich schauen wir uns noch ein wenig in der Lernprogramm-Sektion um. Der Name verspricht mehr, als er hält. Es lassen sich lediglich einige Einführungstexte und ein Testprogramm aufrufen. Das Laden der einzelnen, vermutlich HTML-basierten Seiten dauert jedes Mal mehrere Sekunden, eigentlich zu lang für die relativ kurzen Texte, selbst wenn eine langsame Micro-SD-Karte im Raspberry Pi stecken würde oder der Abruf übers Netz erfolgt.

Genauso lahm starten auch Programme, wie wir später merken. Sobald die jeweilige Seite jedoch geladen wurde, lässt sie sich ohne Ruckeln scrollen, wenn der Inhalt über den Bildschirm hinausgeht. Auch die optische Reaktion auf Klicks auf Buttons erfolgt stets ohne Verzögerung.

Eine potenziell problematische Verzögerung finden wir beim Blink-Testprogramm. Es lässt in einem definierbaren Zeitintervall die grüne LED des Raspberry Pi aufleuchten und zeigt den An-/Aus-Zustand der LED grafisch auch in der Oberfläche an. Das Intervall kann per Schieberegel ausgewählt werden und liegt zwischen 10 und 1.000 Millisekunden. Während die Zeitabstände bei der blinkenden LED konstant bleiben und sich auch von Benutzerinteraktionen nicht beeindrucken lassen, erfolgt die Darstellung des LED-Zustands in der GUI mit einer erkennbaren Latenz.

 Windows 10 IoT ausprobiert: Finales Windows auf dem Raspberry Pi 2Arbeiten ohne Desktop 
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WhyLee 27. Aug 2015

aber man muß es ja nicht installieren.

P1r4nh4 27. Aug 2015

Nur um das mal ein bisschen klar zu stellen. Pagefiles haben recht wenig mit swappen...

Noppen 19. Aug 2015

Tatsächlich war es bislang kein Problem, direkt auf dem Pi (1!) zu entwickeln. Unter...

fuzzy 16. Aug 2015

Wenn man jetzt Darling noch irgendwo installiert bekäme. D: Schade, dass so ein...

am (golem.de) 16. Aug 2015

Windows 10 IoT gibt es auch für das Minnowboard Max, das auf einem Intel-Atom basiert. Im...


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