Windows 10 Insider Build: Microsoft aktiviert Erweiterungen für Edge-Browser

Microsoft hat ein neues Insider Build für Windows 10 veröffentlicht - auch in der Mobile-Ausführung. Mit dem Update erhält der Edge-Browser eine Reihe neuer Funktionen, mit denen er von den Funktionen her weiter zur übrigen Konkurrenz aufschließt.

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Neues Insider Build von Windows 10 ist fertig.
Neues Insider Build von Windows 10 ist fertig. (Bild: Shannon Stapleton/Reuters)

Microsoft verteilt über den Fast-Ring an Teilnehmer des Windows-Insider-Programms ein neues Build von Windows 10. Das Build 14291 ist sowohl in der Desktop- als auch in der Mobile-Ausführung verfügbar. Allerdings gibt es die wichtigste Neuerung nur für die Desktopvariante: die Erweiterungen für Edge.

Die ersten drei Erweiterungen für Edge

Die Erweiterungen für den Edge-Browser wurden jetzt von Microsoft aktiviert. Damit lässt sich der Funktionsumfang von Microsofts neuem Browser erweitern. Solche Erweiterungen sind für andere Browser seit langem verfügbar. Microsoft hatte es bis zum Erscheinen der ersten Hauptversion von Windows 10 nicht geschafft, die Unterstützung für Erweiterungen in den Browser zu integrieren.

Derzeit stehen drei Erweiterungen zum Ausprobieren bereit. Neben einer Mausgesten-Erweiterung ist es eine Erweiterung speziell für Reddit und eine für den Einsatz von Microsofts Übersetzungsdienst. Weitere Erweiterungen sollen später kommen, einen Termin dafür nennt Microsoft allerdings nicht.

Edge kann Tabs festpinnen

Auch das Festpinnen von Tabs übernimmt Edge von der Browser-Konkurrenz: Damit lassen sich Tabs vor einem versehentlichen Schließen schützen, daher haben sie auch keinen Schließen-Knopf. Dieser erscheint erst, wenn das betreffende Tab nicht mehr festgepinnt ist. Die Einstellungen dazu befinden sich im Kontextmenü des Tabs. Festgepinnte Tabs zeigt Edge immer am Anfang der geöffneten Tabs an. Alle festgepinnten Tabs merkt sich der Browser beim Beenden und ruft diese beim nächsten Browserneustart wieder auf.

Ebenfalls von anderen Browsern übernimmt Edge die Möglichkeit, den Inhalt der Zwischenablage zügig in Edge aufzurufen. Dazu wird der Inhalt der Zwischenablage nicht nur in die Adressleiste eingefügt, sondern auch gleich aufgerufen. Das spart noch einmal einen Klick und soll die Nutzung des Browsers beschleunigen.

Verbesserte Karten-App

Einige Verbesserungen gibt es auch für die in Windows 10 enthaltene Karten-App. Das Suchen und Navigieren wird nun aufgerufen, indem irgendwo in die App geklickt oder getippt wird. Außerdem werden jetzt Routenvorschläge gemeinsam auf einer Karte angezeigt und Suchanfragen zu Orten in der Umgebung sollen bessere Ergebnisse liefern. Favoriten können im Offlinemodus bearbeitet werden und eingeblendete Informationen lassen sich minimieren, um das Kartenmaterial sehen zu können.

Außerdem soll das aktuelle Build ein paar Fehler in der Desktopversion korrigieren: So können WLAN-Verbindungen wiederverwendet werden, die noch mittels WEP verschlüsselt sind, und Darstellungsfehler im Systray der Taskleiste sollen nicht länger vorkommen.

Viele alte Fehler weiterhin vorhanden

Für das aktuelle Insider Build warnt Microsoft vor einer Reihe von Fehlern. Die meisten davon sind bereits länger in Windows 10 enthalten. So gibt es weiterhin erhebliche Probleme mit den Sicherheitslösungen von Kaspersky Lab. Sie funktionieren nicht mehr und beide Unternehmen haben noch immer keine Lösung dafür gefunden.

Auch die Probleme für Besitzer eines Surface Book, eines Surface Pro 3 oder 4 sind weiterhin vorhanden. Bei allen drei Geräten kann es zu einem Komplettabsturz kommen, so dass sie neu gestartet werden müssen. Auch die Abstürze einzelner Apps wie etwa QQ, Windows Live Mail oder Expression Encoder 4 kommen weiterhin vor. Neu ist das Problem, dass sich das Build nicht mit Spielecontrollern verträgt - sobald die angeschlossen werden, bleibt das System hängen.

Microsoft machte keine Angaben dazu, ob die Schwierigkeiten rund um den Ruhezustand behoben wurden. Beim Verlassen des Ruhezustands fror das Betriebssystem entweder komplett ein oder es gab einen Bluescreen. In jedem Fall war dann erst ein Neustart erforderlich, um das System wieder verwenden zu können. Dieser unangenehme Fehler war bereits in den letzten beiden Insider Builds enthalten; es ist derzeit nicht klar, ob der Fehler mittlerweile korrigiert wurde.

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