Windows 10: Insider Build kann System unbrauchbar machen
Die Entwicklung bei den Insider Builds von Windows 10 schreitet weiter voran. Seit Mitte Januar 2016 stellt Microsoft Teilnehmern am Fast Ring des Windows-Insider-Programms einmal pro Woche ein neues Build zur Verfügung. In dieser Woche erhalten Fast-Ring-Teilnehmer das Build 14257 von Windows 10. Neben vielen Fehlerkorrekturen bringt die neue Version aber auch eine Reihe neuer Probleme – eines davon ist ganz erheblich.
Wiederherstellungsfunktion weiterhin fehlerhaft
Die Wiederherstellungsfunktion in Windows 10 ist bereits seit dem vorherigen Insider Build 14251 kaputt, wie Microsoft erst jetzt einräumte. Der Fehler ist so schwerwiegend, dass Anwender die Funktion derzeit besser nicht aufrufen sollten. Denn wenn das System zurückgesetzt wird, sorgt ein Fehler dafür, dass das Betriebssystem danach nicht mehr verwendet werden kann. Dann muss Windows 10 neu installiert werden. Im nächsten Build will Microsoft diesen Fehler beseitigen, der nächste Woche erwartet wird.
Seit drei Insider Builds kann es Probleme beim Anmelden an einem Windows-10-System geben. Nach dem Anmelden erscheint unter Umständen ein Fehlerdialog, der sich aber mit einem Kniff umgehen lässt(öffnet im neuen Fenster) . Im kommenden Build will Microsoft diesen Fehler beseitigt haben.
Frontkamera nicht nutzbar
Neue Probleme gibt es im Zusammenspiel mit der Frontkamera und dem Flugzeugmodus. Auf Computern mit Real-Sense-Kamera von Intel kann diese nicht verwendet werden. Das gilt für alle Programme, die auf die Kamera zugreifen wollen. Davon ist auch die Hello-Funktion betroffen, so dass sich der Nutzer darüber nicht am System anmelden kann.
Nach der Anmeldung am System kann es vorkommen, dass fälschlicherweise der Flugzeugmodus aktiviert ist. Jedenfalls zeigt es das Betriebssystem so an, tatsächlich sind alle Drahtlosverbindungen wie bisher verfügbar. Als Zwischenlösung können Betroffene den Flugzeugmodus umschalten, damit dieser wieder den jeweiligen Zustand korrekt anzeigt. Microsoft begründet den Fehler damit, dass die Oberfläche des Betriebssystems den Flugzeugmodus schon anzeigt, bevor der Zustand korrekt abgefragt wurde.
Edge-Browser bald mit Erweiterungen
Demnächst soll Microsofts Edge-Browser Erweiterungen verwenden können. Zunächst wird die Funktion im Rahmen des Windows-Insider-Programms zur Verfügung gestellt. Einen genauen Termin dafür hat Microsoft bislang nicht bekanntgegeben. Erst nachdem die Erweiterungsmöglichkeit ausgetestet wurde, erhalten alle Windows-10-Nutzer Zugriff auf die neue Möglichkeit.
Viele Fehler in Windows 10 korrigiert
Microsoft hat erklärt, wie diese Erweiterungen in den Browser gelangen: Microsoft will die Erweiterungen über den Windows Store verteilen. Damit soll sichergestellt werden, dass Erweiterungen keinen Schadcode enthalten, weil die Erweiterungen vorher von Microsoft geprüft werden. Demnach wird es keine Möglichkeit geben, Erweiterungen ohne den Windows Store zu installieren.
Programmabstürze abgestellt
Im Gegenzug wird mit dem aktuellen Insider Build eine Reihe von bereits bekannten Fehlern korrigiert: Die sporadischen Abstürze von Programmen sollen jetzt wieder der Vergangenheit angehören. Im vorherigen Insider Build gab es Änderungen am Speichermanagement, die zu Programmabstürzen führen konnten. Der Projizieren-Button im Action-Center ist wieder vorhanden, um den Computer mit einem externen Display oder Projektor zu verbinden. Die Entwicklerwerkzeuge im Edge-Browser funktionieren ebenfalls wieder.
Außerdem werden mit dem Insider Build Fehler beseitigt, auf die Microsoft bislang nicht hingewiesen hatte: So soll es nicht mehr vorkommen, dass vorgeschlagene Apps im Startmenü erschienen sind, obwohl die betreffende Funktion abgeschaltet war. Das Ändern der Skalierung soll nicht mehr für durcheinandergewürfelte Desktop-Icons sorgen.
Keine Probleme mehr mit Zip-Archiven
Über die Zwischenablage lassen sich im Explorer jetzt wieder Dateien in einem neuen Zip-Archiv ablegen und das Betriebssystem merkt sich wieder alle Einstellungen für den Sperrbildschirm.
Microsoft verteilt seit Anfang des Jahres Insider Builds von Windows 10 für Fast-Ring-Teilnehmer deutlich häufiger als zuvor – pro Woche ist seit Mitte Januar 2016 ein neues Build erschienen. Anwender sollten sich aus diesem Grund künftig auf mehr Fehler in den Fast-Ring-Versionen der Insider-Builds einstellen.
Wer sich damit nicht arrangieren möchte, sollte vom Fast Ring in den Slow Ring des Windows-Insider-Programms wechseln. Slow-Ring-Teilnehmer erhalten stabilere Insider-Versionen von Windows 10, als sie im Fast-Ring verteilt werden.
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