Windows 10: Insider Build enthält verbesserten Edge-Browser
Microsoft hat sich eine Woche Pause gegönnt und diesmal erst nach zwei Wochen ein neues Insider Build von Windows 10 veröffentlicht. Zuvor gab es ein wöchentliches Erscheinungsintervall. Das aktuelle Build 14267 wird im Rahmen des Windows-Insider-Programms an Teilnehmer des Fast-Rings verteilt. Die jetzige Version korrigiert eine Reihe bekannter Fehler, bringt aber im Unterschied zu den vergangenen Insider Builds auch neue Funktionen.
Mehr Optionen für den Edge-Browser
Microsoft hat die Lesezeichenleiste im Edge-Browser überarbeitet. Sie lässt sich nun umfangreicher konfigurieren. So lassen sich bei Bedarf nur die Fav-Icons einer Webseite anzeigen. Dadurch passen mehr Einträge in die Leiste, als wenn die Bezeichnung der betreffenden Webseite genannt werden muss. Über das Kontextmenü der Lesezeichenleiste lässt sich ein Verzeichnis anlegen, um darin weitere Lesezeichen abzulegen.
Beim Herunterladen von Dateien fragt der Browser auf Wunsch immer nach, in welchem Pfad die Daten abgelegt werden sollen. Zudem löscht eine neue Option den Verlauf beim Beenden des Browser automatisch. Eine weitere Neuerung betrifft die Skype-Integration in die Messaging-App: So können jetzt in der App auch Fotos via Skype verschickt werden.
Microsoft nennt einen unkorrigierten Fehler
Auch Cortana wird mit dem aktuellen Build ein wenig aufgewertet: Die Musiksuche ist jetzt einfacher erreichbar. Darüber hört sich Cortana den Ausschnitt eines Musikstücks an und nennt dann den Titel und Interpreten des Liedes. Für das aktuelle Build nennt Microsoft nur einen nicht korrigierten Fehler: Beim Einsatz von Hyper-V kann es unter Umständen zum Verlust der Netzwerkverbindung kommen. Das soll sich beheben lassen, indem der virtuelle Switch gelöscht und neu eingerichtet wird.
Ansonsten soll die Wiederherstellungsfunktion in Windows 10 wieder einwandfrei funktionieren. In den vergangenen beiden Builds führte ein Aufruf der Wiederherstellungsfunktion dazu, dass das Betriebssystem nicht mehr verwendet werden kann, so dass Windows 10 neu installiert werden müsste.
Anmeldefehler sollen nicht mehr vorkommen
Nach drei fehlerhaften Insider Builds will Microsoft wie versprochen auch die Probleme beim Anmelden an einem Windows-10-System in den Griff bekommen haben. Bisher konnte es beim Anmelden passieren, dass ein Fehlerdialog erscheint. Beseitigt wurden laut Microsoft auch die Probleme mit Real-Sense-Kameras von Intel, so dass entsprechende Frontkameras nicht verwendet werden konnten. Dadurch war auch die Hello-Funktion nicht einsetzbar und Nutzer konnten sich darüber nicht am System anmelden.
Außerdem wurde ein Fehler korrigiert, der bislang von Microsoft nicht genannt wurde: Unter Umständen zeigte die Speicherbelegung in den Windows-Einstellungen nicht den korrekten Wert für das Systemlaufwerk an. Das soll jetzt nicht mehr passieren.
Microsoft machte keine Angaben dazu, ob die Darstellungsfehler bezüglich des Flugzeugmodus abgestellt wurden. Im vorherigen Insider Build konnte es nach der Anmeldung am System vorkommen, dass das Betriebssystem fälschlicherweise angezeigt hat, der Flugzeugmodus sei aktiv. Tatsächlich sind aber alle Drahtlosverbindungen aktiv. Als Zwischenlösung können Betroffene den Flugzeugmodus umschalten, damit dieser wieder den jeweiligen Zustand korrekt anzeigt. Microsoft begründet den Fehler damit, dass die Oberfläche des Betriebssystems den Flugzeugmodus schon anzeigt, bevor der Zustand korrekt abgefragt wurde.
Insider Builds erscheinen häufiger
Microsoft verteilt seit Anfang des Jahres Insider Builds von Windows 10 für Fast-Ring-Teilnehmer deutlich häufiger als zuvor – zunächst ist seit Mitte Januar 2016 pro Woche ein neues Build erschienen. Im Februar 2016 machte Microsoft eine längere Pause und hat sich jetzt zwei Wochen Zeit gelassen, bis ein neues Insider Build erschienen ist. In welchem Intervall das nächste Insider Build erscheint, ist derzeit nicht bekannt.
In jedem Fall sollten sich Anwender künftig auf mehr Fehler in den Fast-Ring-Versionen der Insider Builds einstellen. Wer sich damit nicht arrangieren möchte, sollte vom Fast-Ring in den Slow-Ring des Windows-Insider-Programms wechseln. Slow-Ring-Teilnehmer erhalten stabilere Insider-Versionen von Windows 10, als sie im Fast-Ring verteilt werden.
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